Latest news

#iseefaces – Warum sehen wir überall Gesichter?

Bildschirmfoto 2015 04 20 um 14.14.37 #iseefaces   Warum sehen wir überall Gesichter?

Egal wo wir stehen und gehen, überall erkennen wir Gesichter oder altbekannte Formen in den Dingen, die uns umgeben. Davon angefangen, dass die Wolke da oben gerade genauso aussieht wie der fliegende Hund-Drache Fuchur aus der “Unendlichen Geschichte” bis hin zum Milchschaum auf meinem Kaffee, der mich mit einem schönen Smiley gerade anlacht. Die tief im Menschen verwurzelte Neigung, in allem etwas erkennen zu wollen, trägt den Namen “Pareidolie”. Ein Phänomen mit dem wir durch die Evolution ausgestattet worden sind: Unser Gehirn ist dazu ausgerichtet schon als Baby unsere Aufmerksamkeit zu Gesichtern, bzw. Dingen, die Gesichtern ähnlich sind, zu richten.  Da wundert es also auch nicht, dass Menschen aus der ganzen Welt unter dem Hashtag #iseefaces ihre Eindrücke von vermeintlichen Gesichtern teilen. Unter dem Jump findet ihr ein paar besonders schöne Exemplare!

Ein wasserspuckendes Vulkano-Hotel, was will man mehr?

Hotel Montana Magica Ein wasserspuckendes Vulkano Hotel, was will man mehr?Wer von euch träumt nicht davon, einmal in einem wasserspuckenden Vulkan zu übernachten? Ich bin mir nicht sicher, ob der Erfinder vielleicht ein oder zwei magische Gewächse zu viel gegessen hat, aber das wasserspuckende Hotel gibt es wirklich im Naturschutzgebiet Huilo Huilo im Westen von Chile.  Das Naturreservat ist einer der beliebtesten Orte für den Ökotourismus in Chile, mit der Montaña Mágica Lodge als eine der Hauptattraktionen. Montaña Mágica heißt übersetzt magischer Berg und ein wenig märchenhaft sieht das Hotel schon aus. Es bietet unter anderem Touren durch den Nationalpark, aus Baumstämmen geschnitzte Whirlpools, und natürliche eine urige Bar für die müden Wanderer.  Wer ein Herr der Ringe Fan ist und sich schon immer mal fühlen wollte wie ein Hobbit, dem Empfehle ich dringend einen Besuch in der Lodge.

Auszeit von Großstadtwahnsinn: Die atemberaubende Ausstellung “Genesis” von Sebastiao Salgado

0418 Auszeit von Großstadtwahnsinn: Die atemberaubende Ausstellung Genesis von Sebastiao SalgadoEin Tipp für Naturfreunde unter euch und für alle, die die unberührten Landschaften der Erde faszinieren: Sebastião Salgados Ausstellung “Genesis”, die seit letztem Freitag im C/O Berlin ihre Türen geöffnet hat. Der Fotograf Sebastião Salgado dokumentiert in opulenten Schwarz-Weiß-Fotografien die überwältigende Schönheit und die Artenvielfalt unberührter Flora und Fauna, sowie indigene Völker. Seine Fotografien sind das Ergebnis einer acht Jahre langen Expedition an die abgeschiedensten Orte der Welt, die oftmals nur mit einem Propellerflugzeug oder Faltkanu zu erreichen waren. Sein Fokus liegt verstärkt auf der Tier- und Pflanzenwelt und er versucht damit unser Bewusstsein für die Kostbarkeit unseres Planeten zu stärken. Er ist selbst auch stark beteiligt an einem Umweltprojekt in seiner Heimat Brasilien zur Aufforstung der brasilianischen Atlantikküste.  245 Fotografien von den entlegensten Winkel der Erde sind in der C/O Galerie zu bewundern – ich muss sagen, mir haben es Salgados Bilder schwer angetan und sie mögen vielleicht auch ein Anstoß sein, ein bisschen mehr auf unsere Umwelt zu achten. 

Olafur Eliasson in Neuss – Die “Langen Foundation” zeigt Werke aus der Sammlung Boros

1langen foundation auenansicht 3 970x654 Olafur Eliasson in Neuss   Die Langen Foundation zeigt Werke aus der Sammlung Boros

© Tomas Riehle

Wenn Neuss nicht so weit von Berlin entfernt wäre, würden wir wahrscheinlich noch heute zur gerade eröffneten Ausstellung von Olafur Eliasson in die “Langen Foundation” fahren und uns dort in einer umfassenden Schau von seinen Werken faszinieren lassen. Seine experimentellen und beeindruckenden Installationen spielen mit der visuellen Wahrnehmung und oft auch mit der Körperwahrnehmung der Besucher. Mit Wasser, Farben, Nebel und Spiegeln erzeugt der dänisch-isländische Künstler verblüffende Effekte, wie zum Beispiel, dass man selbst das Gefühl bekommt, ganz und gar in Farbe eingetaucht zu sein – was eines meiner intensivsten Kunst-Momente je in einer Ausstellung war (2010 im Martin-Gropius-Bau). Eine Auswahl von Rauminstallationen, Fotografien und Objekten aus der Sammlung Boros in Berlin wird nun in der Langen Foundation gezeigt. Die von Christiane Maria Schneider und Christian Boros selbst kuratierte Schau zeigt Eliassons Arbeiten aus den Jahren 1994 bis 2015 und bietet damit einen repräsentativen Überblick über das Werk des Künstlers von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Die minimalistische Museumsarchitektur von Tadao Anno bietet dabei ideale Vorraussetzung für die Installations-Kunst Eliassons, welche mit der Umgebung in den Dialog tritt. So wurden die Korridore in den Ausstellungsparcours integriert und die lediglich durch einen Glasmantel von der umgebenden Landschaft getrennte Kunst, spielt mit dem Innen und Außen. Also wenn ihr gerade einen Roadtrip plant oder in Neuss, Düsseldorf, Köln oder Umgebung wohnt: Hin da!

Wo: Langen Foundation, Raketenstation Hombroich 1, 41472 Neuss,
Wann: 18. April – 18. Oktober 2015

Abgefahrenes Innendesign: Kabelsalat in einem Restaurant nahe Tokio

kengo kuma tetchan restaurant interior tokyo japan designboom 01 620x367 Abgefahrenes Innendesign: Kabelsalat in einem Restaurant nahe Tokio

Kabelsalat ist ja nun wirklich nicht das, was wir in unserer Wohnung haben wollen, doch dass von Tausenden Kabeln im Raum auch eine faszinierende Wirkung ausgehen kann, sehen wir in diesem Restaurant. Das japanische Architektur- und Innendesign-Büro „Kengo Kuma and Associates“ hat ein sehr ausgefallenes Projekt realisiert: In Kichijoji, einem Vorort von Tokio, haben die Gestalter das Restaurant „Yakitori Bar“ mit einer ganzen Menge farbiger Kabel geschmückt. Das Restaurant liegt in dem kleinen Ort in einer Straße, die noch den Charme der Nachkriegszeit in sich trägt. Vielleicht passt gerade deshalb dieses Gestrüpp aus Kabeln und recycelten Materialien besonders gut hier her. Vor allem bunte Ethernet-Kabel geben dem Design des Restaurants sein unverwechselbares Aussehen. Auch die Tische und Stühle wurden mit den Kabeln überzogen, beziehungsweise in glatte Oberflächen eingelassen und anschließend mit einem durchsichtigen Finish überzogen. Während Überbleibsel von geschmolzenen Acryl-Produkten verwendet wurden, um einen durchsichtigen Tresen zu gestalten, der sich im Bar-Bereich befindet. Gegenüber des Tresens ergänzt ein großes Wandgemälde von Teruhiko Yumura die Kulisse und rundet den ganzen Laden ab.