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Julie Watai’s Manga-Fotografie

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Die japanische Fotografin Julie Watai ist mit Mangas und Animes groß geworden. Das sieht man auch in ihren Bildern, in denen sie sich oft selbst mit technischen Gegenständen porträtiert. Watai erklärt gegenüber The Creators Project, sie habe diese Gadgets lange gesammelt, aber irgendwann sei kein Platz mehr da gewesen. Sie immerhin auf dem Foto zu besitzen, gebe ihr eine Art Ersatzbefriedigung. Ähnlich ergeht es ihr mit der menschlichen Schönheit. Wenn sie sich selbst oder ein anderes weibliches Modell fotografiere, halte sie damit die vergängliche Schönheit bis in alle Ewigkeit fest, so Watai. Gleichzeitig sind ihre Bilder jedoch so stark bearbeitet, dass sie – ähnlich wie Mangas – fast zweidimensional erscheinen. Ihre erste Fotokollektion, „Samurai Girl“, verkaufte sich weltweit über eine Million Mal. Bei Watai’s neuestem Projekt „Love Valley“ steht eine Roboterfrau im Zentrum (s. Foto ganz unten).

Hier geht es zu ihrem Instagram-Account.

Visionäre Architektur für das Paris von morgen

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Kühne Kreationen sind beim Architekturwettbewerb Paris neu erfinden eingereicht worden. 23 Projekte an zentralen Plätzen in der französischen Hauptstadt haben gewonnen. Unter den ausgewählten Architekten und Designern finden sich so berühmte Namen wie Sou Fujimoto, David Chipperfield und Manuelle Gautrand. Chipperfield und der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson haben sich in ihrem Entwurf des „Immeuble Morland“ an der Seine angenommen. Sou Fujimoto entwarf eines der Prestigeprojekte: einen riesigen Wohnblock mit Sozialwohnungen (s. Titelbild). Auffällig ist, dass in vielen Entwürfen Dächer oder Balkone begrünt sind. Der Wettbewerb war von Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo ausgeschrieben worden, um „das Paris von morgen auszuloten“. Die Siegerprojekte reichen von einem Gebäude, das eine Straße überspannt, bis hin zu einem umgebauten Umspannwerk.

The Sum: Minimalistischer Schmuck aus Portland

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Schmuck mag zwar grundsätzlich dazu dienen, einem Outfit das gewisse Funkeln zu verleihen, jedoch wird ein jeder das ein oder andere Geschmeide in seinem individuellen Schmuckkästchen hüten, dem über seine zierende Funktion eine tiefsinnigere Bedeutung anhaftet. Auch das amerikanische Label The Sum stellt seinen Schmuck nicht ausschließlich zum Zweck ästhetischer Bereicherungen her, sondern lässt spirituelle Gedanken und Motive in seine aparten Kreationen einfließen. Dank der Verwendung ausgewählter Materialien wie Pyrit und Leder schmücken die Stücke nicht nur, denn den von mystischen Formen inspirierten, handgefertigten Ketten, Armbändern und Ringen wohnen unterschiedliche Bedeutungen inne.

Die schönen Stücke sind im Online Shop von The Sum erhältlich und lassen sich dank ihrer minimalistischen und etwas roughen Ästhetik bestens von Mann wie Frau tragen.

Übernachten im blauen Zimmer von van Gogh

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Schlafen wie einer der größten Maler des 19. Jahrhunderts: Das Art Institute of Chicago hat das blaue Zimmer, bekannt aus einem Gemälde von Vincent van Gogh, nachbauen lassen. Für nur zehn Dollar die Nacht kann man es über Airbnb mieten. Laut Guardian soll der minimalistisch mit Bett, Stuhl und Waschtisch ausgestattete Raum jedoch schon für den Rest des Monats ausgebucht sein. Das Ganze dient dazu, auf die Van-Gogh-Ausstellung im Art Institute aufmerksam zu machen, die zum ersten Mal in den USA drei Schlafzimmer-Bilder des niederländischen Malers zusammen zeigt. Der Besuch der Ausstellung ist im Übernachtungspreis nicht mit inbegriffen. Aber der Künstler brauche schließlich auch Geld, um Farbe zu kaufen, heißt es bei Airbnb. Wer modernen Komfort à la Flachbildfernseher oder Wellness-Dusche erwartet, sollte hier besser nicht übernachten.

Liebevolle Karten von Papier Tigre zum Valentinstag

 

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Dieses Wochenende herrscht wieder Hochkonjunktur bei Blumenhändlern und Pralinen-Herstellern, denn am Sonntag steht alles im Zeichen des Konsums .. äh Pardon: der Liebe. Valentinstag (der gefühlt nur dafür erfunden wurde, um nach dem Weihnachtsgeschäft den Umsatz in die Höhe zu jagen) steht vor der Tür. Jetzt heißt es also panisch Geschenke als Liebesbeweis kaufen!(?) Doch wenn euch mit Schleierkraut verzierten Rosensträuße, Dessous und teure Düfte zu viel des Guten sind für einen schnöden Tag im Februar, ihr aber trotzdem jemanden eine liebevolle und fast gänzlich unkommerzielle Botschaft übermittel wollt: schreibt einen Liebesbrief! Denn was ist schöner als Wortliebkosungen von oder für jemanden, den ihr liebt? Damit der nicht auf Schmierpapier geschrieben wird, hat Papier Tigre passend zum Valentinstag zwei neue Karten mit Designs für Liebende und Verliebte gestaltet: „French Kiss“ und „The Hug“.

Die Karten gibt es in den Papier Tigre Stores in Berlin und Paris, sowie ab sofort auch im Onlineshop. Beide Designs gibt es als Karten und als Poster, auf Wunsch auch gerahmt.

 

Folkdays hält zum Valentinstag besonders viel Liebe bereit

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Unsere Berliner Lieblingsfirma für nachhaltig produzierte Kleidung und Accessoires, FOLKDAYS, sagt zum Valentinstag Danke und verschickt alle eingehenden Bestellungen mit dem Code „happyvalentinesday„umsonst und schön verpackt. Damit möchte sich das Unternehmen von Gründerin Lisa Jaspers bei seinen Kunden/innen bedanken, die FOLKDAYS seit 2,5 Jahren die Treue halten. FOLKDAYS hat es sich zur Aufgabe gemacht, fair produzierte Produkte aus der ganzen Welt hier für einen angemessenen Preis über den Online-Shop zu verkaufen. Dabei wird großen Wert auf einen modisch guten Stil der Produkte gelegt: Vom modernen schwarzen Seiden-Kimono aus Kambodscha bis hinzu kunterbunten Teppichen aus der Türkei hält das Label vieles an Mode, Schmuck und Interieur bereit. Auf der Website können Kunden Bilder von den Herstellungsorten sehen, die Lisa Jaspers und ihre Kolleginnen selber bereisen und prüfen.

Wir sagen: Happy Valentines Day und beschenken uns selber! 

Neon x Pastels – „Objekte Unserer Tage“ bringt knallige Akzente in die Wohnung

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Leuchtenden Neonfarben und zarte Pastelltöne bringt das Berliner Design-Unternehmen OBJEKTE UNSERER TAGE auf ihre Möbel und Interieur-Accessoires. Es entstehen poppige Designs, die funktionalen Ansprüchen gerecht werden.  Bewusst setzt das Unternehmen mit ihrer „designed in Berlin und made in Germany“ Philosophie auf Nachhaltigkeit und Qualität, sodass sich traditionelle Handwerkskunst mit modernen Design in einer ästhetischen Symbiose verbinden. In der Kollektion befinden sich Limonengelbe Schalenstühle, Neongrün umrandete Tische oder ein knalliger Garderobenständer ebenso wie ein schlichtes, ästhetisch-graues Sofa. Wir haben uns sogleich in ein paar Stücke verguckt.

Berlin im Film – interaktive Karte mit Filmorten in Berlin

 

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Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“,  Wim Wenders „Der Himmel über Berlin“ oder Sebastian Schippers „Victoria“ – Filme, die in Berlin gedreht wurden, an Drehorten, die zumindest manche Berliner gut kennen. Doch oft fragt man sich: Wo genau spielt das jetzt eigentlich? Deshalb ist das folgende Projekt nicht nur für Cineasten großartig!  Anlässlich der 66. Berlinale hat sich das Start-Up Wimdu etwas ziemlich Cooles einfallen lassen: eine interaktive Karte, die „Berlin im Film“ zusammen gestellt hat. Die Karte zeigt die Orte, an denen Filme gedreht wurden und stellt zudem die Trailer sowie Information über Drehort und Film zusammen. Den Anfang macht der älteste Film aus dem Jahr 1930 „Menschen am Sonntag“, es folgen berühmte Werke wie „Das Leben der Anderen“, „Lola rennt“, „Goodbye Lenin“, „Oh Boy“ oder „Die fetten Jahre sind vorbei“.

Wir finden das eine super Sache und wünschen viel Spaß beim Durchklicken.

Unvergängliche Stillleben: Paper Works von Fideli Sundqvist

Keine Gattung steht in der Literatur und Kunstgeschichte so sehr für die Vergänglichkeit wie das Stillleben: Obst, Gemüse, tote Tiere und andere Nahrungsmittel werden kunstvoll drapiert; Pflanzen und Blumen welken vor den Augen des Betrachters hin; Gegenstände werden bewusst in Kompositionen eingefügt und sind symbolisch aufgeladen. Jeder Part trägt seine Bedeutung, die uns allesamt das eine mitteilen: „Alles ist eitel.“ Mit dieser Bedeutungsaufladung spielt die schwedische Künstlerin und Grafikdesignerin Agnes Cecilia Fideli Siri Charlotte Sundquvist. Denn was wir in ihren Arbeiten sehen, erinnert zwar an die berühmten Stilllebengemälde, kann jedoch gar nicht altern und vergehen. Der Grund: Lebendiges wird hier durch Papierarbeiten ersetzt. In aufwendigen Arrangements hat sie die bekannten Motive mithilfe der Stylistin Joanna Lavèn für das Stockholmer Restaurant 1900 nachgebaut, inszeniert und von der Fotografin Olivia Jeczmyk ablichten lassen. 

Berlinale: Morgen beginnen die 66. Internationalen Filmfestspiele in Berlin

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Klagt die Berlin Fashion Week noch immer über zu wenig internationale Anerkennung, kann davon bei der Berlinale nicht die Rede sein: Sowohl Schauspieler und Regisseure als auch Fans strömen Anfang des Jahres aus der ganzen Welt immer wieder in die deutsche Hauptstadt, um hier das Berlin International Film Festival mitzuverfolgen. So auch in diesem Jahr: Morgen werden die 66. Ausgabe des Berliner Film-Festivals eröffnet, welches mit mehr als 300.000 Besuchern das größte Publikumsfestival der Welt ist. Jury-Präsidentin ist in diesem Jahr die Schauspielerin Meryl Streep, welche gemeinsam mit weiteren Jury-Mitglieder, darunter Lars Eidinger und Clive Owen, über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der Berlinale 2016 entscheidet.

Insgesamt 7004 Filme wurden eingereicht, mehr als 434 davon schafften es ins offizielle Programm der Berlinale und 23 laufen im Wettbewerb.  Vom 11. bis zum 21. Februar laufen – wie in jedem Jahr -die Filme wieder in interessanten Kategorien unterteilt: zum Beispiel Forum Expanded, Generation oder Retrospektive.
Highlight ist unter anderem der Eröffnungsfilm der Coen Brothers „Hail, Caesar!“ mit George Clooney, Scarlett Johansson und Tilda Swinton – welcher internationalen Glamour auf den roten Teppich bringt. Außerdem gedenkt die Berlinale der vor kurzen verstorbenen Schauspieler und Künstler David Bowie, Alan Rickman und Ettore Scola.

Wir halten euch in den nächsten Tagen über die Filme & Star-News auf dem Laufenden!

Ruinen-Installationen: Mike Hewson „Homage to the lost spaces“

Verfallene Häuser und Ruinen faszinieren den Menschen seit jeher. Nicht nur er Putz ist hier abgebröckelt, ganze Hauswände sind eingefallen und geben den Blick auf das ebenso gealterte Innere frei. In der Vergangenheit haben sich bereits zahlreiche Fotografen daran gemacht, diese Zersetzungszustände zu dokumentieren, sind dafür in verlassene Lagerhallen, ehemals prunkvolle Theater und dem Verfall preisgegebene Wohnhäuser gezogen, um die eindrucksvollsten Ansichten einzufangen. Ging es dabei bisher vor allem um die paradoxe Ästhetik des Verfalls, widmet sich der neuseeländische Künstler Mike Hewson den Ruinen inmitten des Stadtraums mit einem vollkommen anderen Ansatzpunkt. Anlässlich der Zerstörungen in seiner Heimatstadt Christchurch, die 2012 von Erdbeben erschüttert wurde, hat er mit der Serie „Homage to the lost spaces“ riesige Installationen auf Sperrholz auf den freigelegten Innen-, den angegriffenen Außenwänden oder Dachgiebeln angebracht. Zehn Arbeiten wurden dafür auf verschiedenen Gebäuden angebracht, die besonders stark von dem Erdbeben betroffen waren. So schienen die demolierten Architekturstrukturen für einen Moment vergesse und die Aufnahmen von belebten Innenräumen erweckten für einen Moment den Eindruck, man blicke hier das Fenster eines normalen Hauses.

Stephan Maria Lang entwirft Privatvilla im Bauhaus-Stil

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Der Architekt Stephan Maria Lang hat ein Privathaus in München entworfen, das sehr an die Bauhausvillen der zwanziger und dreißiger Jahre erinnert. Das Haus hat eine L-Form und zwei Stockwerke. Als Niedrigenergiehaus verfügt es über Sonnenkollektoren, eine Wärmepumpe und kontrollierte Belüftung. Von der Straße ist es durch eine weiße Mauer geschützt. Ein großzügiger, begrünter Garten umgibt es. Der längliche Swimmingpool und die überdachte Veranda mit Kamin sorgen für Luxusfeeling. Hingucker sind die mit Kupfer verkleidete Garage und der vom Gebäude umschlossene Baum. Im Innern dominieren natürliches Eichenholz, dunkler Muschelkalk und weiß verputzte Wände.

Passport to Creativity: Adobe verschenkt drei Naturreisen an Studenten

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Softwarehersteller Adobe und Passion Passport vergeben an sechs Studenten den sogenannten Passport to Creativity. Mit dem könnt ihr in drei der am meisten geschützten Gebiete der Erde reisen: auf die australische Insel Lord Howe Island, in das kenianische Greater Mara Ecosystem oder nach Patagonien in Chile. Dafür müsst ihr einfach Fotos, die eure „Kreativität und Sicht auf die Welt am besten zu Geltung bringen“, mit den Hashtags #MadeThis und #PassportToCreativity auf Instagram hochladen. Oder aber ihr markiert eure Arbeiten auf Behance. Einsendeschluss ist der 29. Februar 2016. Teilnehmen dürfen Studenten ab 18 Jahren, die aktuell an einer Hochschule – übrigens weltweit – eingeschrieben sind. Solltet ihr eine der Reisen gewinnen, übernimmt Adobe alle Kosten für Anreise und Aufenthalt (Kost und Logis). Ihr müsst vor Ort nur mit Hilfe der Adobe Creative Cloud eure Sinneseindrücke festhalten. Die Ergebnisse werden später in einer Multimedia-Installation ausgestellt.

Französische Supermärkte dürfen keine Lebensmittel mehr wegwerfen

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In Frankreich dürfen Supermärkte seit dem 3. Februar keine unverkauften Lebensmittel mehr wegwerfen. Stattdessen müssen sie an Tafeln gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost in der Landwirtschaft verwendet werden. Großhändler sind verpflichtet, ein Abkommen mit einer karitativen Organisation für Lebensmittelspenden zu schließen. Sonst drohen Geld- und sogar Gefängnisstrafen. Insbesondere ist es verboten, abgelaufene oder schadhafte Ware für den Konsum ungeeignet zu machen. Das wurde in der Vergangenheit mit Hilfe von Chlor gemacht, das über den Nahrungsmitteln verteilt wurde.

Die Teppiche von Alexandra Kehayoglou begrünen jeden Raum

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Die argentinische Designerin Alexandra Kehayoglou hat bereits für Designer Dries van Noten einen grünen Laufsteg-Teppich entworfen, auf dem dieser seine Kollektion präsentierte. Mittlerweile hat sie die Idee, natürliche Landschaften auf den Teppich zu bannen, zu einer ganzen Reihe von Modellen weiterentwickelt. Aus hochwertiger Wolle fertigt Kehayoglou Teppiche und Überwürfe, die Wälder, Wüsten oder Teiche zeigen. Sind können sowohl auf den Boden gelegt, als auch an die Wand gehängt werden. Gerade die Kombination aus beidem schafft einen besonders räumlichen und realistischen Eindruck. Kehayoglou dient der Teppich als Leinwand, ihr Handwerk hat sie von ihrer Familie gelernt, die eine Teppichfabrik besitzt. Deshalb sind die Stücke auch mehr als bloße Fußwärmer, sondern echte Kunstwerke – und Hingucker sowieso. Hier geht es zu ihrer Seite und hier zu ihrem Instagram-Kanal.

Video „Yo is more“: Franzose rappt seine Bewerbung

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„Bewerbungsschreiben sind ein Egotrip. Lasst uns das auf die Spitze treiben.“ Mit diesen Worten erklärt der Franzose Étienne Duval sein Bewerbungsvideo „Yo is more“ für das dänische Architekturbüro BIG. Darin rappt er seinen Lebenslauf und das Anschreiben, dazu werden animierte Bilder von Duval selbst und von berühmten Architekten wie Zaha Hadid oder Peter Zumthor gezeigt. BIG-Gründer Bjarke Ingels zeigte sich gegenüber Dezeen „ehrlich beeindruckt“ von Duvals Einfallsreichtum, seinem Talent und seiner Selbstironie. Trotz des Erfolgs auf Youtube – das Video erzielte bisher über 98.000 Klicks – glaubt er aber nicht, dass sich diese Form der Bewerbung durchsetzen wird. Duval hat eigenen Angaben zufolge drei Wochen an dem Video gearbeitet, sowohl der Text als auch die Musik stammen von ihm. Einen Job hat er übrigens (noch) nicht gekriegt. Er habe eine Nachricht von BIG erhalten und warte auf eine Entscheidung, so der Kandidat.

Instagram-Hit @Hijarbie: Barbie mit Kopftuch

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Zuletzt sorgte eine neue Serie von Barbiepuppen für Aufsehen, die Kurven und unterschiedliche Hautfarben hatten. Nun tauchten vor sieben Wochen bei Instagram Bilder von einer Barbie mit Kopftuch auf. Der Account „Hijarbie“, eine Kombination aus Hijab (arabisch für Kopftuch) und Barbie, hat bereits knapp 5.000 Follower. Dahinter steht die nigerianische Bloggerin Haneefah Adam, die die Barbies selbst gestaltet hat. Sie habe eine Puppe schaffen wollen, die so aussieht wie sie selbst, sagte Adam. Das führe am Ende des Tages zu einem besseren Selbstbewusstsein der Kinder. Die ersten Reaktionen auf die Hijarbie seien überwältigend positiv, so die Designerin, die eigentlich Medizinforscherin ist. Adam tritt für ein positives Bild der muslimischen Frau ein und dafür, dass sich Stil und Glaube nicht ausschließen. Sie hofft, dass die Puppe eines Tages auch im Handel erhältlich sein wird.

In „Where’s Warhol“ reist Andy Warhol durch die Kunstgeschichte

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Andy Warhol kannte alle großen Künstler seiner Zeit, sein Studio 54 war ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene New Yorks. Viele von ihnen haben ihn zu seinem Werk inspiriert, viele inspirierte er wiederum. Was wäre, wenn Warhol noch ganz andere Künstler kennen gelernt hätte? Diese Frage haben sich die Kunsthistorikerin Catharine Ingram und der Illustrator Andrew Rae gestellt. Die Antworten darauf finden sich in dem Buch „Where’s Warhol“, das dem bekannten Suchspiel für Kinder nachempfunden ist. Andy Warhol reist dort etwa in die Sixtinische Kapelle und schaut Michelangelo bei der Arbeit zu. In Bildern von zwölf ikonischen Momenten der Kunstgeschichte soll der Leser Warhols Figur finden. Zudem werden die Besonderheiten der jeweiligen Epoche kurz erläutert. Der Bildband erscheint zwar erst am 3. Mai, hier könnt ihr ihn jedoch zum Preis von 13,46 Dollar vorbestellen.

Barocke Papierperücken von Asya Kozina

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Die russische Papierkünstlerin Asya Kozina hat für ihre neueste Serie barocke Perücken nachgebaut. Die exzentrischen Haarkreationen des viktorianischen Zeitalters enthielten zahlreiche Details wie Blüten, Federn oder sogar ein ganzes Segelschiff, die den Kopf des Trägers schmücken sollten. Kozina hat das alles in Kleinstarbeit aus weißem Papier geformt. Durch die farbliche Neutralität kommt die filigrane Gestaltung besonders gut zur Geltung. Historische Perücken hätten sie immer schon fasziniert, sagt Kozina, besonders jene aus der Barockära. Das sei Kunst um der Kunst willen, reine Ästhetik ohne praktischen Nutzen. Die Künstlerin hatte zuvor schon historische Kostüme aus Papier nachgeformt. In anderen Serien hatte sie sich Masken, Pferdeskulpturen oder traditionelle Hochzeitskleider zum Vorbild genommen. Hier geht es zu ihrer Facebook-Seite.

Amalia Ulman nutzt Instagram für eine Kunstperformance

Obwohl die Arbeit „Excellences & Perfections“ der Künstlerin Amalia Ulman bereits über ein Jahr alt ist, reden jetzt alle darüber. Von April bis September 2014 postete Ulman auf Instagram Fotos von sich, die ein fiktives Leben illustrierten. Kurz zusammengefasst war es die Geschichte von einem schüchternen Mädchen, das in die Stadt zog, um Model zu werden, dort cool und hip wurde, dann aber einen Nervenzusammenbruch erlitt und schließlich durch Yoga zu einem gesunden Lebensstil fand. Bis zu 90.000 Follower sollen diese virtuelle Soap Opera mitverfolgt – und geglaubt haben. Denn dass es sich um eine Kunstperformance handelte, gab Ulman erst nach dem letzten Akt, dem Happy End, bekannt. Kunstexperten sprechen schon vom „ersten Instagram-Meisterstück“, in der Tate Modern London eröffnet am 18. Februar eine Ausstellung zu der Performance. In der Tat ist es Amalia Ulman gelungen, die Online-Scheinwelt vorzuführen, indem sie sich ihrer eigenen Codes bediente. Mit den Worten, „Jeder ist online ein Lügner“, kommentierte die Künstlerin ihr Werk.  

Ein Wochenende voller Heilkünste – So erlebten wir das Agape Zoe Festival

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Als ich vor ein paar Jahren begann mich für die Harmonisierung von Körper, Geist und Seele zu interessieren, konnte ich schnell fest stellen, dass es einiges zu entdecken gibt auf den Pfaden der holistischen Heilpraktik. Kein Wunder, wissen sich Menschen schon seit Tausenden von Jahren in den unterschiedlichsten Teilen der Welt auf ihre eigenen Heilkräfte zu besinnen. Natürlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen auf dem Weg nach innen. Meiner führte mich sozusagen symbolisch nach Indien zum Yoga, nach Hawaii zum Ho’oponopono und nach Mexico zur Meditation – und damit einhergehend zu einer neuen, wesentlich besseren Lebensqualität und einem Selbstverständnis als Teil des kosmischen Bewusstseins. Ja, die Möglichkeiten zur Selbstentfaltung, die uns heute zur Verfügung stehen, sind wirklich einzigartig. Denn wir haben Zugang zu Heilmethoden, die in der Vergangenheit nur in traditionellen Linien zugänglich waren. 

Um so hellhöriger war ich also, als ich von dem Healing Arts Festival – Agape Zoe in Berlin hörte, das sich als eine “Hommage an das Leben” versteht. Das Festival bringt in zwei Tagen die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Strömungen aus der großen Welt der holistischen Heilpraktik zusammen, um einen gemeinsamen Raum des Austausches und der bedingungslosen Liebe zu kreieren – mit Yoga, Meditationen, Gesprächen, Tanz, Massagen, Workshops, Körperarbeit und DJ’s.

Tierisch lustige Doppelgänger

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Hund und Herrchen werden sich optisch immer ähnlicher, sagt man so. Bei diesen Prominenten sind es zwar nicht die eigenen Haustiere, die Ähnlichkeit ist aber trotzdem verblüffend. Für Samuel L. Jackson, John Travolta oder Harrison Ford finden sich Hundegesichter, die ein Karikaturist nicht besser hätte entwerfen können. Die Vierbeiner haben den entschlossenen Blick von Putin oder Snoop Dogs breites Grinsen mindestens genauso gut drauf wie die Originale. Schmeichelhaft ist das zwar in den meisten Fällen nicht, dafür aber umso lustiger. Natürlich lässt sich die Kollektion auch um andere Tierarten erweitern: Wessen Frisur einer Raupe ähnelt und wer einem Frosch gleicht, seht ihr hier.

Heilige Tattoos: Die Fotoserie „Sacred Ink“ von Cedric Arnold

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„Sacred Ink“ ist ein eindrucksvolles Foto-Projekt des französisch-britischen Fotografen Cedric Arnold über die heilige Kunst der Tatoos. Der in Bangkok lebende Künstler ist seit jeher fasziniert von der religiösen Komplexität der südostasiatischen Gesellschaft und deren festen Glauben in die Magie und die Zauberkünste. Mit dem persönlichen Projekt „Sacred Ink“ wollte Arnold jene örtliche Spiritualität untersuchen und deren einzigartigen Rituale und Traditionen kennen und verstehen lernen. In Thailand war er im Besonderen verwundert über das hohe Schutzbedürfnis der Menschen, „‚protection‘ from bad luck, evil spirits and danger in the form of sacred and “magic” text, or ‚Yantra‘. In Thailand bekannt unter dem Namen“Sak Yant“ sind die traditionellen Yantra-Tattoos ein Testament des komplexen spirituellen Erbes der thailändische Gesellschaft, einem Mix aus Elementen des Buddhismus, Animismus, Brahmanismus und Hinduismus.

Zur ersten Portraitsession des Projekts kam es dabei durch Zufall, als Arnold im Zuge eines Auftrages einen von oben bis unten tätowierten Werftarbeiter kennenlernte. Letztendlich lernte er durch diesen zwei ortsansässige Tattookünstler kennen, die ihm das dokumentieren zahlreicher Tattoo-Sessions erlaubten. Mit einer 4×5” schoss Arnold seine intensiven schwarzweiß Portraits – „the negatives of which are chemically altered by brushing various chemicals onto the emulsion depict men from all walks of life and all ages, proudly showing the inked protection on their bodies.“

Vom 16. Februar bis zum 17. April 2016 sind Arnolds Werke in der Ausstellung „Body Art“ im MAS in Antwerpen zu sehen. 

Weitere Informationen zum Fotografen selber sowie dem „Sacred Ink“ Projekt gibt es unter cedricarnold.com. Eine Auswahl an Fotografien nach dem Jump:

Moderne Burg: Four Eyes House von Ed Ogosta

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Edward Ogosta Architectures Four Eyes House hat ein besonderes Wohnprinzip: Das als Wochenendhaus konzipierte Gebäude richtet seine vier Türme nach den visuellen Highlights der Wüste von Coachella Valley. Ein Turm zeigt den Sonnenaufgang im Osten, ein anderer Turm die Bergkette im Süden, im Westen kann man am Abend die leuchtende Stadt erblicken und liegt man im letzten Turm, hat man bei klarem Himmel freie Sicht auf die Sterne. Im obersten Stockwerk eines jeden Turms findet sich ein Schlafzimmer, das lediglich Platz für ein Bett hat.

Gerade, klare Linien und Weiß beziehungsweise helle Grautöne bestimmen die Optik der circa 1150 m² großen Residenz. Das gilt sowohl für das Haus, als auch für die Einrichtung.

„The sensations of sleeping and waking are thus inflected by the building’s foregrounding of intensified onsite experiential events.  By sleeping in a room elevated off the ground and open to the stars, one might inhabit a deep pocket of silence for a few moments, and perhaps even perceive the movement of the Earth, as it slowly rotates beneath the stars.”

Nackte Spiegelbilder: Alva Bernadines ‚Reflect upon this‘

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In einem Pound-Shop in London kaufte sich Alva Bernadine sechs kleine Spiegel, ohne zu wissen, was er damit anfangen würde. Bis er auf die Idee kam, den weiblichen Körper in den Spiegel quasi zu zerlegen, sodass der Betrachter die dekonstruierte Frau selbst im Kopf zusammensetzen muss. Die Foto-Strecke „Reflect upon this“ war geboren. Für seine Fetisch-Inszenierungen hat der britische Künstler zuvor schon einige Auszeichnungen eingeheimst, wie den Preis zum besten Erotikfotografen des Jahres in Großbritannien, welchen er für sein Buch „Bernadinism: How to Dominate Men and Subjugate Women“ bekam. Doch seine Fotografien sind nicht einfach nur erotisch, sondern spielen vor allem mit der Erwartung des Betrachters und dessen Wünschen. Surreale Momente verblüffen und amüsieren, regen jedoch oft ebenso zum Nachdenken an – wie Bilder eines Films, der nie gedreht wurde.

Bevor der 53-jährige Künstler seinen ganz eigenen Fotostil – den „Bernadinism – entwickelte, arbeitete er als Modefotograf bei Hochglanzmagazinen, doch diese Welt wurde Bernadine irgendwann zu eng. Nun stellt er weltweit seine Werke aus, wie hier in der Pariser „Galerie Nue“ (Nackt), in der wir die tolle Möglichkeit haben, einen virtuellen 3-D-Rundgang durch die Ausstellung „Les bernadinism d’Alva Bernadine“  zu erleben.