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“Somebody”-App von Miranda July

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Ja, wir schreiben täglich eine ganze Menge davon, doch seien wir einmal ehrlich – wenn es um die großen Worte und kleinen Gesten geht, kann eine SMS oder Messenger-Nachricht einpacken. Zu klein die emotionale Tragweite, zu groß die Distanz, als dass sie es erlauben würde, alles zu sagen, was man sagen will. Die Künstlerin und Schauspielerin Miranda July hat nun mit “Somebody” eine Smartphone-App entwickelt, die das ändern will. Das Konzept ist simpel: Man schreibt eine SMS, schickt sie aber nicht auf direktem Weg zum Empfänger, sondern mit Hilfe der App zu einem anderen Nutzer, der sich in deren Nähe  befindet. Diese geht dann zur Zielperson, und übermittelt die Nachricht inklusive eventueller weicher Inhalte – eine Umarmung, ein Händedruck, eventuell sogar ein Schlag auf die Zwölf. Eine wundervolle Idee, die jedoch ein großes Maß an Vertrauen zu einer fremden Person voraussetzt. Und eben darin liegt für July der Reiz: “I see this as far-reaching public art project, inciting performance and conversation about the value of inefficiency and risk“, so die Künstlerin. Die App selbst hat July in Zusammenarbeit mit der Bekleidungsfirma Miu Miu entwickelt, und auf dem Filmfestival in Venedig vorgestellt. Nach dem Jump findet ihr einen Kurzfilm, der die Applikation als Teil der “Women’s Tales”-Serie des Luxushauses genauer vorstellt.

Recap: Lucia Kempkes und Jessica Prescott – Letting Grow

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Noch bis zu diesem Sonntag läuft das Project Space Festival Berlin. Bevor es in einer opulenten Party endet, haben wir uns einmal umgesehen – unter Anderem in den Räumen des recht jungen Veranstaltungsortes Between You an Me, wo Espace Surplus die beiden Künstlerinnen Lucia Kempkes und Jessica Prescott zeigte. Schon beim betreten des ehemaligen Wohnhauses der Kaufmannsfamilie Lademann direkt an der Spree offenbart sich das Potenzial dieser Räume. Die Architektur des kurz vor der Jahrhundertwende errichteten Gebäudes ist wunderbar erhalten, gewinnt jedoch durch eine über viele Jahre angesetzte Patina zusätzlich an Charme. Die weitläufigen Räume nutzen Kempkes und Prescott für das durchaus inspirierte Durcheinander ihrer Arbeit. In der Eingangshalle befindet sich eine großformatige Leinwand mit assoziativen Zeichnungen naturförmiger Objekte, die im Zusammenspiel mit herumliegenden Sukkulenten und einzelnen Fotografien einen Eindurck sommerlichen Eskapismus versprühen. Man sieht, man fühlt – und glaubt den Geruch frischen Obstes und Gemüses in der Nase zu spüren. Geht man einen Raum weiter, wir einem bewusst, dass es sich dabei keineswegs um die selbstständige Vervollständigung eines Eindrucks handelt, sondern, dass nebenan tatsächlich gekocht wird. Auf einem reich gedeckten Tisch liegt allerhand sommerliches Gemüse und dessen Produkte: Kuchen, frisch aufgebrühter Kräutertee, Gemüsepastete – ein Jeder ist eingeladen, zu kosten. Das Konzept dahinter: Kempkes und Prescott wollen das Thema der Ausstellung, die Natur und das selbstbestimmte Leben in ihr, mit allen Sinnen erlebbar machen. Das ist gelungen und eine schöne Idee allemal – man fühlt sich auf Anhieb wohl und wie in eine Mixtur aus Großmutters Garten und Ausstellung versetzt. Doch abgesehen vom leiblichen Wohl und den, man muss es wiederholen, wirklich schönen Räumen, wirft die Ausstellung wenig Neues ab. Die Natur ist schön, das wissen wir, ebenso haben wir schon festgestellt, dass Großstädter derzeit gerne dorthin fliehen, wenn es ihnen in der Metropole zu viel wird – die Immobilienpreise in manchen Brandenburger Orten mit Seezugang sind nur ein Indiz. Das Arrangement aus frischer Ernte, schönen Bildern und von der Natur inspirierter Zeichnungen hätte ebenso einer Titelgeschichte der ebenfalls beliebten Zeitschrift “Landlust” entstammen können. Aber was soll’s, es war schön, wir würden jederzeit wieder kommen – doch ein gewisses maß an Reflektion hätte “Letting Grow” sicherlich gut getan.

Thank God It’s Friday!

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Freitags ab eins macht bekanntlich jeder seins. Also räumt die Schreibtische, Hörsäle, oder was auch immer euch die Woche über beschäftigt hat, und startet mit uns in ein musikalisches Wochenende mit Abstechern ins Grüne. Thank God It’s Friday!

01. In Hamburg gibt es mit der “Euphorie” und “Keine Bewegung!” seit einiger Zeit zwei Konzert- und Partyreihen, die beweisen, dass Deutschland außerhalb der verkrusteten Strukturen vergangener Tage im Bereich der Indie-Musik wieder einiges zu bieten hat. Nun bringt ein Teil der Macher das Konzept auch nach Berlin. So spielen heute Abend im West Germany am Kotti die sehr empfehlenswerten Zucker aus Hamburg ein exklusives Konzert. Unterstützt werden sie dabei von Schnipo Schranke und dem Bürgermeister der Nacht. Keine Bewegung? Denkste, hier kann man sich vom Gegenteil überzegen lassen!

Torstraßenfestival 2014

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Morgen ist es wieder so weit: Zum vierten Mal findet das wunderbare Torstraßenfestival in Berlins Mitte statt. Seit Anbeginn ein Garant für spannende musikalische Erlebnisse, hat sich das Festival in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einem der wichtigstens europäischen Veranstaltungen für neue, (noch) unbekannte Musik etabliert. Das Schöne daran: Das Torstraßenfestival ist keineswegs ein Straßenfest, sondern findet vielmehr an verschiedenen Locations in der Straße statt, die sich jeweils etwas besonderes für den Tag ausgedacht haben. So hat man die Chance, Musik in wechselnden, inspirierenden Kontexten zu erleben. Weterhin lädt das Festival den ganzen Kiez dazu ein, sich aktiv in die Gestaltung der Veranstaltung einzubringen, was dem besonderen Flair die Krone aufsetzt. Auch in diesem Jahr ist das Line-Up wieder vielversprechend. Als Highlights sind sicherlich die wunderbare Perera Elsewhere, Chris Imler, und natürlich Momus zu nennen. Einen Überblick über den Schedule des Tages samt der Veranstaltungsorte kann man sich hier verschaffen, Tickets gibt es unter anderem im Café St. Oberholz, oder auch online.

Vans OTW “Clash”-Pack

vans otw fall 2014 clash pack 01 960x640 Vans OTW Clash Pack

Für die kalte Jahreszeit setzt Vans OTW auf Konfrontation. Der kalifornische Sneakerhersteller verpasst in diesem Sinn drei seiner Modelle eine gewagte Material- und Pattern-Mixtur. So stehen sich auf der Oberfläche des Leichtgewichts Prelow Stoff mit Polka-Dot-Druck und Camo-Leder gegenüber. Der Ludlow kommt mit glattlederner Hülle etwas schlichter daher, setzt allerdings mit Camouflage-Druck auf dem Innenfutter Akzente. Das eigentliche Highlight des Packs ist hingegen der neueste Colourway des Tesella. Dieser setzt auf eine andere Art des Remixes von Camouflage: An seiner Seite findet sich ein handgewobenes Checkerboard-Muster. Das “Clash”-Pack ist ab sofort in ausgewählten Läden, sowie im Berliner Vans-Store erhältlich.