Faces & Spaces: Ein Zahnarztbesuch bei Dr. Felix Zaritzki

Felix Zaritzki by Robert Wunsch 09 513x343 Faces & Spaces: Ein Zahnarztbesuch bei Dr. Felix Zaritzki

Faces & Spaces. Oder ein Zahnarztbesuch bei Dr. Felix F. Zaritzki. Außerhäusig, sozusagen outer Space, sind wir für unseren neuesten Beitrag in dieser Rubrik unterwegs gewesen. Auf eine, zum Glück nur kurze Routineuntersuchung bei Dr. Felix F. Zaritzki. Ohne Phobiker zu sein, muss man sagen: es gibt doch Angenehmeres, als zum Zahnarzt zu gehen. Spontan gesagt: Nahezu alles ist besser als ein Termin beim Zahnarzt. Am Ende wird doch nur wieder irgendwas diagnostiziert und im schlimmsten Falle rumgebohrt.

Davor ist man wohl auch nicht bei Felix Zaritzki gefeit. Wo ein Loch ist, sollte es gefüllt werden. Doch bei Dr. Zaritzki ist wenigstens alles andere Drumherum so angenehm, dass selbst eine Wurzelbehandlung immer noch wahnsinnig schlimm sein dürfte, aber dem Drama wird durch die besonders und komfortabel eingerichtete Praxis und die dadurch vorherrschende Atmosphäre ein wenig der Schrecken genommen. Angefangen dabei, dass kein helles Neonröhrenlicht von weiß gestrichenen Wänden von vornherein unangenehme Gefühle aufkeimen lässt und auf dem Behandlungsstuhl die Pupillen zum flimmern bringen. Bei Felix Zaritzki schaut man auf einen über den Behandlungsstuhl in die Decke eingelassenen Flat-Screen und kann sich von bunt flimmernden Bildern einlullen lassen.

Mit dem Einlullen kann auch schon im Wartebereich/Lounge begonnen werden. Mit Blick auf den flachen Screen über dem Kamin oder auch in den Kamin. Wenn das Feuer lodert. Und sich dabei in weiches Samtvelour lehnen. Sofa oder Sessel. Auf dem Coffee Table liegen Coffee Table Books, wie das Tom Ford Buch, auf einem Tisch neben dem Sofa liegt natürlich und erfreulicher Weise auch die Gala, aber dafür dann neben der AD oder der Cicero. Sehr Nervöse können sich in einem Séparée auch an einer Playstation abregen. Sonst natürlich auch für die Kinder gedacht. Wer davor oder danach noch einmal die Zähne putzen will, darf dies in einem der beiden kleinen Badezimmer tun. Die Formulierung “auf der Toilette” wäre da unpassend. Kein stetes Telefongeklingel an der Rezeption stört die entspannte Ruhe oder erinnert immer wieder an den unangenehmen Termin bei einem Zahnarzt. Es riecht nicht mal wie beim Zahnarzt.

Ein Zahnarztbesuch wird wohl niemals mit dem Begriff Wellness in Verbindung gebracht werden können. Aber man kann es um die Behandlung herum komfortabel und angenehm machen. Wie das geht, wissen Felix Zaritzki selbst und der Interior Designer der Praxis, Alexander Stütz. Wir haben beide zum erklärenden Gespräch gebeten.

Faces & Spaces mit Rike Döpp

Rike Doepp by Robert Wunsch 40 513x343 Faces & Spaces mit Rike Döpp

Auf Long Island leben, das Leben genießen und sein Geld mit einem kleinen Imbiss direkt am Strand verdienen-wer hätte nicht Lust auf so ein Leben? Für Rike Döpp ist das jedoch nur Plan B. Zum Glück, denn sonst wäre Berlins Modeszene heute um einiges ärmer. Gemeinsam mit der Designerin Julia Menthel und Jacob Valdemar leitet sie die bekannteste Mode-PR-Agentur der Stadt: die Agentur V.

Dass sie einmal in der PR landet, hätte Rike Döpp wohl selbst nicht gedacht. Zufällig liest sie über die pariser Agentur Girault-Totem, war begeistert und hatte eigentlich keine Ahnung, was sie sich unter derartiger Agenturarbeit vorzustellen hat. Einzige Konsequenz: Studium schmeißen, München verlassen und nach Berlin ziehen. Das Ziel vor Augen: ein Job bei Totem. Was ihr schließlich auch gelingt. Der Beginn einer PR-Karriere.

Es folgen viele erfolgreiche Monate bei Girault-Totem zunächst als Junior Press Officer und nach knapp zwei Jahren als Press Officer. Im Jahr 2004 kehrt sie dennoch nach Berlin zurück. Wird Shop Managerin zunächst für Bless, dann für den ACNE Store in der Münzstraße. Zwei Jahre später schließt sie sich schließlich der Idee ihres jetzigen Partners Valdemar an, eine Agentur für PR und Vertrieb zu gründen. Über gehegte Zweifel hinaus, ob Berlin neben Paris, dem doch eigentlichen Zentrum allen Modegeschehens, als Standort für eine solche Agentur bestehen könnte. Ja, sie kann. Nicht zuletzt der Risikofreudigkeit Rike Döpps und ihrem Partner zu danken, die mit ihrer Agentur bis heute Großes dazu beigetragen haben, dass Berlin als Standort für Mode und talentierte Designer ernst genommen wird.

Heute ist die Agentur gerade mal vier Jahre alt und eine der renommiertesten Adressen, wenn es um Sales & PR geht. Im Portfolio finden sich Labels wie Wood Wood, Bless, Mykita, Henrik Vibskov und Stine Goya. Mit einer weitblickenden und internationaleren Ausrichtung für die Zukunft, wurde vor kurzem ein zweiter Standort in New York eingerichtet. So pendelt Rike derzeit zwischen dem Big Apple und Berlin.

Dort haben wir sie besucht. In Berlin, im Prenzlauer Berg. Zur Faces & Spaces Inspektion. Herzlichst empfangen wurden wir von Rike und ihrer Mitbewohnerin, Künstlerin Marie-Kristin Thiele. Und herzlichst haben wir geplaudert, ein bißchen die Wohnung durchstöbert, was es zu erzählen und entdecken gab: nach dem Jump…

Faces & Spaces mit tadiROCK

DSC08966 513x343 Faces & Spaces mit tadiROCK

Nicht alles was glitzert, ist ‚Glamour’. Im Fall von tadiROCK jedoch schon. Sie ist die Begründerin der Glitterart. Verglittert und verglamourt Objekte und Bildmotive, in vorwiegender Anwendung von Swarovski Steinen. Und mit allem anderen was glitzert und glänzt. Ihr Markenzeichen ist die Discokugel. Ihre Motivation: die Kunst als schöpferische Energie. Dabei ist ihr Vorbild eine Mischung aus Che Guevara und dem Dalai Lama und sie selber so wenig oberflächlich wie aller blendender Glanz. Auf kreativen Pfaden schöpferisch unterwegs, als rebellische Glamour-Buddhisten. Glamour für die Schönheit und die Provokation. Unter dem Slogan „Everybody Loves Bling“.

Bevor tadiROCK geboren wurde, hieß diese noch Tatjana Stein und hat auf der anderen Seite der Kunst, als Managerin gearbeitet. In den 90ern, gerät sie in den damals noch wilderen Strudel der Musikbranche. Macht sich Anfang der 2000er mit der Agentur che*che als PR-Beraterin selbstständig, welche sie später zusammen mit Nico Zeh in che*che music umwidmet und heute noch in gemeinschaftlicher Arbeit führt. Mit schon immer großer Aufmerksamkeit gegenüber allem, was glitzert und glänzt, wird sie 2005 schließlich selber künstlerisch tätig.

Dabei zieht sie Inspiration aus der ihr vertrauten, oberflächlichen, vermeintlich glitzernden Welt des Entertainments. Und verwendet deren symbolische Materialien, wie Swarovskis, Strass, Glitzer, Lacke, Federn, Blattgold oder auch Ketten. Verfremdet werden in erster Linie Bilder, Gemälde oder Fotografien, Portraits der Ikonen unserer Zeit, wie Popstars oder Filmschauspieler. Ähnlich großer Pop-Artists bearbeitet sie die Oberfläche der Bilder und schafft so eine Verbindung zwischen der schon bestehenden Kunst und moderner Wirklichkeit. Die derart einzigartigen Werke tadiROCK’s  finden sich Galerien, wie gleichermaßen in ausgewählten Shops sowie den Flagshipstores von Swarovski in Tokio, Singapur und London.

Im vergangenen Jahr verwirklicht tadiROCK ihre Vision eines Open Space für Künstler und Kreative. Ein Ort, der diese und vor allem ihre Kreativität zusammenbringt. Anfang diesen Jahres feierte die Kreativplattform MADE schließlich Eröffnung, mitten in Berlin am Alexanderplatz.

Wir haben tadiROCK zu Hause besucht, zu Inspektion und Interview. Welche Träume es noch zu verwirklichen gibt und wie hoch der Glamourfaktor in der Künstlerin Wohnung ist: all’ das und wie immer noch mehr, nach dem Jump…

Faces & Spaces mit Oliver Rother

DSC030237 513x342 Faces & Spaces mit Oliver Rother

Die Baambi-Lounge, die Bar Lining, das Restaurant ‚Neu’, der Club Relais, Voltaire 5. Erstklassige Adressen in der berliner Gastronomie- und Clubszene, für erstklassige Drinks, erstklassiges Essen und nicht minder guten Sound, in tollen Locations. Berliner Institutionen. Projekte des Gastronom’ und Machers Oliver Rother. Ohne ihn wäre Berlin wohl ein ganzes Stück langweiliger. Und unkulinarischer.

Angefangen hat diese Karriere 2002. Zusammen mit Hardy Reinhardt wird die Baambi-Lounge ins Leben gerufen, als Gastparty im ehemaligen WMF und Cafe Moskau. Und da das Berliner Nachtleben das ist, was es ist und meist auch erst nachts beginnt, kommt bald das Lining in der Auguststraße hinzu. Eine weiße Lederliegenwiese in Wohnzimmeratmosphäre, zum Auftanken. Für die Party vor der Party. Als neue Behausung für die Baambi-Lounge folgt das Relais. Im ehemaligen Erlebnisrestaurant Arctic Palace, in der Köpenicker Straße, in Kreuzberg. Das Neu findet seine Behausung an der Oranienburgerstraße, in den Heckmannhöfen, mit nicht nur fabelhaftem Essen, sondern einem einzigartigem Gesamtkonzept, welches Design, Kunst und eben fabelhaftes Essen miteinander verbindet. Alles aus Leidenschaft für eben solches, gute Drinks, gute Musik und „Designkram“, baut sich der sprudelnde Quell dieser Konzepte Oliver, sein Gastro-Imperium auf. Und wie es sich gehört, war auch diese Erfolgsgeschichte nicht geplant. Sondern mit einem abgeschlossenen Lehramtsstudium für Sport und Geographie ein doch gänzlich anderer Weg gedacht.

Zum Glück kam es anders. Und geht weiter. In der Voltairestraße 5, in Berlin-Mitte. „In Progress“ heißt es dort noch. Mit neuem Team, neuer Gastro, optimiertem Sound und neuem Lichtkonzept wurde jedoch bereits eingeweiht. Am 20. Mai 2010, mit der Baambi-Lounge. Spektakuläres Comeback und Einweihung ihrer neuen Homebase. Für das Tagesprogramm ab heute mit WM-Lounge, für gepflegtes Public Viewing.

Sehr gepflegt ist es auch bei Oliver und seiner Freundin zu Hause. Und technisch ausgestattet. Eben gemacht für einen bekennenden TV-Junkie. Über sonstige Leidenschaften, seine koreanischen Wurzeln, Design, Wein und Leberwurst, haben wir mit ihm gesprochen.

Sei zu Gast bei Oliver Rother, nach dem Jump…

Faces & Spaces mit Akke Visschers

Akke by Robert Wunsch 241 513x342 Faces & Spaces mit Akke Visschers

Letztendlich sind es doch die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen. Die das Leben verschönern. Wie in der Mode die Accessoires, die Styling oder Outfit definieren und aufwerten können. Wie zum Beispiel die Accessoires der holländischen Designerin Akke Visschers. Mit ihrer eigenen Schmuck-Linie ,Akkesoir‘ hat sie ihre Leidenschaft, für die kleinen schönen Dinge zum Beruf gemacht und lebt ihren Kindheitstraum: sich ihren Lebensweg frei gestalten zu können.

Dazu gehören so fantastische Dinge, wie alte französische Münzen, Goldmünzen, Knöpfe aus dem Pariser Theater, Strasssteine aus den 20er Jahren. Geschichtsträchtige Fundstücke, die in ihren eigenen verarbeitet werden und so in der Kombination mit neuen Materialien, wie goldene, silberne oder schwarze Gliederketten, Lack- und Seidenbänder, außergewöhnlich schöne und einzigartige Ketten, Armbänder oder Broschen zieren. Solch‘ ungewöhnliche Dinge findet Akke zum Beispiel auf dem Antikmarkt der Straße des 17. Juni in Berlin. Dort haben wir sie besucht, in Berlin, in ihrem Atelier im schönen Mitte und ein wenig in ihren Fundstücken gestöbert.

Nach einem abgeschlossenen Studium an der Academy of Arts and Design in Maastricht, gründet Akke Visschers 2006 ihre Schmucklinie Akkesoir. Zuvor reist und arbeitet sie für verschiedene Crossover-Projekte in der Mode über mehrere Kontinente, moderiert für MTV, macht das Design und Styling für den Akkekidd Shop in Berlin-Mitte, bis sie sich schließlich ihrer eigentlichen Leidenschaft widmet. Ihre Handwerkskunst und ihr Konzept, ausgewählte antike Materialien wieder zusammen zusetzen und zu regenerieren, fand schnell weltweit Anklang und Akzeptanz in den exklusivsten High-End Boutiquen. So sind die Akkesoires in Deutschland, unter anderem in Berlin, zum Beispiel im Quartier 206, im Departmentstore, in München bei Off & Co und bei Maendler, in Hamburg bei Petra Teufel erhältlich. Doch auch in der Schweiz, Belgien, Italien und Spanien sind die einzigartigen Stücke zu finden.

Was wir alles im Atelier Akkes entdeckt haben: neben überraschenden Werkzeugen wie unter anderem Hammer, Schraubstock, zangenartigen Gerätschaften neben ätzenden Flüssigkeiten und ein Gespräch über Inspiration, Freiheit und Neujahrsvorsätze, bekommst du nach dem Jump!