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Interview: Geoff McFetridge

Welche Künstler inspirieren dich?

Ich hatte nie einen Hintergund in Graffiti oder Streetart, es hat mich auch nicht interessiert. All meine kreative Energie ist in die grafische Praxis geflossen. Ich war Teil der „Beautiful Losers-Show“ und habe nie mit diesen Personen zuvor gearbeitet. Ich wurde von Barry McGee, Thomas Campbell und anderen inspiriert; Sie zeigten mir, wie man sich schwierigen Momenten annähert und wie ich meine Arbeit weiterentwickeln kann. Ich bin sehr selbstkritisch und wenn sich die Kunst nicht selbst unterstützt, kann man an sich selbst zweifeln: Ist es echt oder nicht?

Alles was man braucht ist Zeitgeist. Alles ist universal, alles, was wir schon mal gesehen haben. Ich bin in den 70ern in Kanada aufgewachsen und hatte die selben Bücher, wie jeder andere auch. Ich bin zwischen Skateboards aufgewachsen und war fasziniert von den Grafiken von Skateboards, Surfbrettern, Punk-Musik, als ich das erste Mal Graffiti in Kalifornien gesehen habe.....es hypnotisierte mich. Diese Sprache wurde mir verkauft. Es hat die Jugendkultur wie ein Schlag getroffen. Ich habe Napalm Death gehört, Bad Brains.....wir sind alle Grafikdesigner geworden und führen heute große Firmen.

Es gibt einen Unterschied zur heutigen Generation. Heutzutage hast du schon eine zehn und die Marktleute sagen: „Lasst uns zur 15 gehen“. Wenn du sie nicht inspirierst, vergessen sie dich. Wir wurden inspiriert. Jeder sagte zu uns: „Du bist ein Skateboarder, du musst kreativ sein“. Heute sagen sie: „Du bist ein Kind; du liebst Sneakers; du bist verzweifelt. Ich nehme an dieser Massenkultur nicht teil, das inspiriert mich nicht.

Hast du gerade irgendwelche anderen Projekte am Start oder andere Traumprojekte?

Im Moment etwickle ich die Linie für die Surf- und Outdoorfirma Patagonia. Es handelt sich dabei um Outdoor-Kleidung, alles basierend auf umweltfreundlicher Technologie. Es geht hier nicht ums Cool sein. Alles ist recycelt und hält mindestens 20 Jahre.

In der Zukunft möchte ich gerne größere Projekte machen, wie zum Beispiel das designen eines Kindermuseums.

– Übersetzung Franziska Goppold
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