|
Das Wichtigste zu erst: was für ein Auto fährst du?
Ich habe einen fast vierzig Jahre alten BMW 2002 von 1972 oder `73 in Rentner-Grün-Metallic, Taiga Grün. Der steht allerdings fast immer in der Garage. Ich fahre zwar gerne Auto, habe vieles jedoch in Laufweite und finde es einen Luxus mal nicht fahren zu müssen, sondern zu können wenn man will. Hättest du Lust einmal dein eigenes Auto zu designen? Im Exterior Design eines Automobilherstellers zu arbeiten wäre toll. Ich wollte ursprünglich auch Industriedesigner werden. So was Zweisitziges zu entwerfen wäre wohl das Spannendste. Wer weiß, vielleicht ergibt sich über Intersection mit einem Hersteller mal etwas in diese Richtung. Mit Intersection geht ein anderer Wunsch in Erfüllung. Bereits vor einigen Jahren hattest du erste Entwürfe für ein eigenes Automagazin fertig. Ist mit Intersection jetzt ein Traum wahr geworden oder hättest du dein eigenes Heft anders gestaltet ? Die Grundausrichtung des Magazins ist genau die, die mir immer vorschwebte. Eine Alternative zu all den etablierten zahlreichen Autotiteln. Mit einem weiteren Themenspektrum, welches Seitenaspekte rund um das Auto beleuchtet: Menschen die Autos lieben, hassen, bauen und gestalten, aber auch Kunst und Mode. Viele Autozeitschriften haben dafür gar keinen Blick und auch nicht die Rubriken, diese Themen unterzubringen. Die meisten anderen Automagazine bestehen ja meistens bloß aus Autobildern und Abhandlungen über deren Testergebnisse. Ich habe kein Heft im Blick, welches in Richtung Lifestyle geht. Mit zum Beispiel einem Autoliebhaber, der die Ästhetik guten Autodesigns versteht, sich dem Stilempfinden auch gut kleidet oder Kunst sammelt oder Autos als Kunst inszeniert. Die meisten Titel funktionieren da absolut gleich, als eine Art Einkaufsberater. Das heißt, die bilden alle Modelle ab. Alles was da kreucht und fleucht wird behandelt und ausgemessen, wie die Höhe der Ladekante und Pipapo. Und alle machen das und alle machen das auf die gleiche Art und Weise. Ab und zu gibt es dann mal einen Reisebericht, die Tiroler Bergtour mit Hotelempfehlung und das war es dann aber auch schon. Wir testen ja auch, jedoch ganz anders als bei Auto Motor Sport oder Auto Bild. Es geht uns nicht darum, ob ein Modell bei 220 km/h in den Kurven zum Untersteuern neigt oder so. Uns geht es um die Nebenaspekte, die man mit einem Auto erleben kann. Um ein Gefühl oder Anekdoten und Erlebnisse. Es ist ganz kurios, Deutschland ist eigentlich die Autofahrernation schlechthin, wir bauen die meisten Autos, die meisten Hersteller sind hier ansässig. Das da noch keiner versucht hat das Thema Lifestyle des Autos anzugehen. |
![]() ![]() ![]() |




