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Interview: Intersection Deutschland

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Themen, die das Verhältnis zu dem eigenen Auto ja auch eigentlich ausmachen.

In der Werbung zum Beispiel geht es auch immer mehr um diese Lifestyle Momente, diese Nuancen, denn Qualität bieten nahezu alle Hersteller. Selbst der letzte Toyota Yaris ist kein schlechtes Auto, die fahren alle wahnsinnige Beschleunigungswerte und die Technik ist nach Jahren einfach so optimiert, da werden die Unterschiede immer geringer.

Intersection hat seinen Ursprung in England. Dort gibt es das Magazin bereits seit mehreren Jahren. Was musstet ihr inhaltlich und gestalterisch verändern, damit das Heft auch für den deutschen Markt funktioniert?

Die Gestaltung der englischen Ausgabe hat sich bewährt und uns gefallen, so dass wir optisch viele Dinge übernommen haben. Die Engländer hatten zum Beispiel schon immer schöne Infografiken, in Form von Tachoanzeigen. So etwas ähnliches haben wir auch für uns versucht, in Form von Kreisgebilden, welche die Form verändern, je nachdem welche Messdaten abgebildet werden.
Die Typografie ist auch teilweise übernommen. Doch mit den Head- und Subline Schriften sind wir anders umgegangen. Auch beim Logo haben wir eine etwas abgeänderte Variante entworfen.
Inhaltlich ist es eine Mischung. Ungefähr die Hälfte der Themen ist selbst produziert, um mehr regionsspezifisches zu ins Heft zu bekommen. Die andere Hälfte ist aus dem aktuellen Titel in England übernommen. Texte die wir übersetzt und angepasst haben.

Es gibt Teile im Heft, die fotografisch sehr modern sind. Die Mercedesstrecke zum Beispiel find’ ich super, oder die Strecken zu Vibskov und Bernhard Willhelm. Und es gibt Elemente die relativ normal, den gängigen Zeitschriften ähnlich gelöst sind.

Dazu hatte ich auch sehr früh schon die Idee, Bereiche zu haben, die absolut gleich gestaltet sind und nach einem sehr strengen Raster funktionieren, um dann an anderer Stelle um so mehr ausbrechen zu können. Unsere Tests zum Beispiel sind ein Teil, der sehr streng daher kommen sollte. Umso mehr fallen dann die Ausbrecher auf. Bleibt abzuwarten, ob das Konzept auch funktioniert.

Durch diesen neuartigen, edgy Stil der Autofotografie, den ihr in Intersection prägt, tut sich ein unendliches Feld an Möglichkeiten auf. Im Weiteren könntet ihr ja Trends aus der Modefotografie auf die Autofotografie übertragen, sprich mit dieser völlig neue Wege gehen. Vielleicht ist die Zeit dieser unglaublich cleanen Airbrush Lichtkanten Autofotos auch langsam vorbei. Dass es mehr vielleicht in Richtung Terry Richardson geht, die Bilder aus der Hüfte geschossen, anstelle des immer glänzenden, cleanen Wagens auf dem Kiesweg. Glaubst du das dies die neue Art der Autofotografie sein könnte?

Das fände ich auf jeden Fall sehr erfrischend, obwohl ich auch großen Respekt vor der High-Glossy und total retuschierten Ästhetik habe. Die SLR Strecke ist ein gutes Beispiel. Wenn man die PR Bilder des Wagens im Verhältnis sieht, glaubt man gar nicht, dass das ein und das selbe Auto ist.
Wir haben uns dem Thema sehr rough genähert, die Besichtigung des Autos ist sehr speziell, mit dem groben Korn und in Schwarz-Weiß. Einen viertel Millionen Euro Wagen auf diese Weise abzubilden, find’ ich sehr spannend und ich hoffe viele andere auch. Generell ist es wahnsinnig schwer Autos zu fotografieren, besonders wenn man eine Strecke daraus machen will, und das Fahrzeug auf sechs Seiten immer wieder neu inszenieren muss.