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Interview: Intersection Deutschland

Beim Launch Event von Intersection im Q206 habt ihr auch ein paar Klassiker der Autofotografie ausgestellt, die größtenteils schon viel spannender als das Gro der klassischen Autofotografie sind. Ein paar der Bilder sind sogar sehr viel Geld wert. Was meinst du woran es liegen könnte, dass trotzdem so viel Schrott gezeigt wird, das sich die Wenigsten die Mühe machen, ein Auto schön zu inszenieren?

Ich glaube das ist so ein Ding der Agenturen und des Marketings, eine Art Wettrüsten. Bei dem man schnell in einer Sackgasse landet und nicht mehr raus kommt und nun versucht sich ständig zu überbieten. Viele Fotos aus der Werbung sind ja schon gar keine Fotos mehr. Das Auto lässt sich mittlerweile am Rechner sehr leicht darstellen und sich in eine Landschaft setzen oder kombinieren mit echten Fotos, das wird auch oft gemacht und man hat es weit getrieben.

So anders euer Konzept ist, soll Intersection bei einer Auflage von 60,000 Stück nicht bloß eine Nische abdecken. Was war denn gestalterisch wichtig, für ein Automagazin, um auf dem deutschen Markt auch kommerziell zu funktionieren?

‚Automobil’ ist in Deutschland einfach das Thema. Wenn drei Jungs zusammen stehen und man kommt mit einem Autothema, dann hat man immer sofort alle als Gesprächspartner gewonnen. Doch ich glaube, dass sich viele bei all den gängigen Fachzeitschriften, nicht aufgehoben fühlen, weil sie zwar informativ, allerdings absolut monothematisch sind. Wir behandeln mehr die Randbereiche, die etwas leichtfertiger daher kommen und erreichen darüber eine größere Zielgruppe.

Was für eine Zielgruppe wollt ihr denn erreichen?

Ich glaube das Heft ist eine große Chance Leser aus beiden Lagern zu gewinnen. Sowohl den typischen Autoheftleser, sowie Mode-, Kunst- und Lifestyle interessierte Menschen.

Was sind deine Visionen für die nächste Ausgabe. Gibt es Dinge, die du gerne schon ändern möchtest oder neu ausprobieren?

Ich glaube, dass man bei der nächsten Ausgabe auf jeden Fall noch mal einen Quantensprung machen kann. Dazu können wir die jetzigen Ausgabe sehr gut nutzen, um zu sehen was funktioniert und was nicht. Im Design und Layout könnte ich mir vorstellen, dass man Spreizung zwischen diesen Brüche, dem Strengen und dem Ausgeflippten noch weiter treibt. Vor allem, dass man großzügiger wird, größere Fotostrecken hat, mehr Fläche und mehr Raum.
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