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Interview: Max Herre

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von Nike van Dinther & David Stern



Berlin im November. Die Wolken hängen tief, legen sich wie eine Decke über die Stadt. Zehn Uhr. Wir betreten ein Café im Hauptstadtviertel Prenzlauer Berg. Es riecht nach frisch aufgebrühtem Kaffee, auf der Scheibe der Eingangstür steht mit großen weißen Buchstaben geschrieben „Lass uns Freunde bleiben“.

Max war es, der die Location für unser Interview ausgesucht hat. Den Blick auf die Tür gerichtet, stehen wir zwischen roter Wandfarbe und braunen Ledersesseln, als der bekannte Lockenkopf mit dem kurzen Vollbart den Raum betritt. Vier Jahre lang war es ruhig um Max Herre, jetzt meldet er sich als gefühlvoller Songwriter zurück. Auf seinem zweiten Soloalbum „Ein geschenkter Tag“ löst er sich komplett vom HipHop und baut auf melancholische Melodien zwischen Pop, Folk und Blues, auf ehrliche Texte mit positivem Grundgehalt und auf die Intensität autobiografischer Geschichten. Momentan tourt der Musiker, Produzent, Rapper und Sänger durch ganz Deutschland. Für ein Interview mit uns hat er sich dennoch Zeit genommen. Draußen versperrt der graue Wolkenteppich noch immer die Sicht auf die Sonne, drinnen strahlt uns Max zur Begrüßung entgegen. Wir nehmen auf einem bequemen Sofa in einer Ecke des Cafés Platz, Max bestellt sich einen Milchkaffee und ein Croissant – Zeit für ein ehrliches Gespräch.

Mit uns redet der Wahlberliner über die Zukunft, seine Heimat, skandinavische Mode und Rio Reiser.

Interview: David Stern
Text: Nike van Dinther
Aufnahme uns Schnitt: Sebastian Vellrath
Fotos: Robert Wunsch