FACES & SPACES MIT MIRELA ABADI

Na das wurde ja auch Zeit! Nach all den männlichen Kreativlingen bei Faces&Spaces macht PR-Agentin Mirela Abadi nun endlich den Anfang in der Reihe der weiblichen Gastgeber…
In ihrem Job arbeitet sie täglich als Creative Consultant und PR-Agentin zugleich. Von ihrer Residenz in Friedrichshain haben wir viel erwartet und wurden nicht enttäuscht: In der Löwenstraße, in Nähe der Karl-Marx-Allee fanden wir eine stilvolle Wohnung mit hübschen Accessoires und liebevollen Details vor.
Überall zu finden: Einflüsse und Andenken an ihre Zeit in Paris, Wien, London, Hongkong und New York, wo sie überall als Creative Director nahmhafter Werbeagenturen gearbeitet hat. Seit 2001 lebt und arbeitet Mirela in Berlin. Die von ihr gegründete Agentur „Prag PR“ betreut Modedesigner wie Kaviar Gauche und Lala Berlin und Stars wie Gwen Stefanie, Roisin Murphy und Pharell Williams.
Im persönlichen Interview plaudert sie über die große Liebe, ihren Sonntag in der Neuen Nationalgalerie und den Wunsch einmal mit der transsibirschen Eisenbahn von Moskau in die Mongolei zu bummeln.
Alle Fotos und das komplette Interview gibt es nach dem Jump!
ASV: Wann, wie und warum bist du PR-Agentin geworden?
Mia: Mein Mann hat vor Jahren ein Album bei einem großen Plattenlabel veröffentlicht. Er hat so viel Liebe und Herzblut in das Projekt gelegt und es mit so großen Erwartungen besetzt, dass die Enttäuschung enorm war, als es noch nicht mal eine einzige Veröffentlichung in der Presse gab. Ich habe zu der Zeit als Creative Director in einer Werbeagentur gearbeitet und mit PR nur rudimentär zu tun gehabt. Letztendlich habe ich dann selbst die Redaktionen angerufen und die Journalisten überzeugt darüber zu schreiben. Es hat geklappt. Das war ein ausschlaggebender Moment PR zu professionalisieren. Ein wichtiges Kriterium ist jedoch damals wie heute geblieben: Ich kann nur Projekte, Künstler, Labels kommunizieren, die ich wirklich schätze und liebe. Mag sein, dass es naiv klingt, aber diese Form von Authentizität macht mich glücklich und somit den Kunden.
ASV: Wenn du nicht die „Prag Public Relations Agency“ leiten würdest, was würdest du stattdessen tun?
Mia: Kunst entdecken und Künstler fördern.
ASV: Wie kannst du nach einem stressigen Arbeitstag am besten entspannen oder dich ablenken?
Mia: Da gibt es verschiedene Optionen, aber am Besten entspanne ich mich beim Lesen. Ich lese wahnsinnig gerne und manchmal 2-3 Bücher parallel. Es animiert mich zum Träumen, sodass ich automatisch abschalten kann und mich in diesem Moment verliere. Dabei lese ich eigentlich alles. Da liegt Turgenjew neben Hesse und einem völlig unbekannten Schriftesteller, der total triviale Romane über Britisch-Indien schreibt.
ASV: Was machst du als erstes wenn du morgens aufstehst?
Mia: Tageszeitung schnappen und am selbsgemachten Soja Latte nippen, während das neue Album meines Mannes „Atmo and the Lightz“ läuft.
ASV: 5 Orte auf einer Weltreise – wo machst du Halt und warum?
Mia:
- Sarajevo. Ich würde mich gerne in die Fußabdrücke von Franz Ferdinand stellen und danach köstliche Cevapcici auf der Baščaršija essen gehen, sowie die monumentale Architektur der Gazi-Husrev-Beg-Moschee bewundern.
- Transsilvanischen Alpen. Der Vidraru-See im Süden des Făgăraş-Gebirges ist ein Naturschauspiel. Diese schroffe, wunderschöne Natur – noch unberührt vom Tourismus – ist absolut sehenswert. Da würde ich mich gerne in die Natur legen.
- Die Ténéré Wüste im Niger ist die schönste Wüste der Welt. Man sagt hier berühren sich Himmel und Erde. Sie schimmert seidig rosé und man sollte die Salzoasen Fachi und Bilma besuchen. Neben unglaublichen Sonnenaufgängen kann man die faszinierende Welt der Tuaregs beobachten. Eine solche Karawane begleiten zu dürfen wäre ein Traum.
- Provinz Fars im Iran. Neben den tollen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Schiraz, wie dem Mausoleum des romantischen Dichters Hafez ist der eigentliche Grund diese Gegend zu besuchen, der Nomadenstamm der Qashqai. Ein faszinierendes, mystisches Volk. Die Frauen tragen die schönsten und buntesten Kleider, lieben Musik und man kann in Städten wie Bushkan mit den Nomaden in ihren Zelten leben. Ich würde gerne ihre Lebensweise näher kennenlernen.
- Transsibirische Eisenbahn. Sehr gerne würde ich mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Ulam Bator in die Mongolei fahren. Aber bitte nur in einem Zweibett-Abteil. Ich habe auch gehört, dass es diese verschiedenen Speisewagen gibt, je nach Land in dem man sich gerade befindet, werden russische, chinesische oder mongolische Köstlichkeiten serviert.
ASV: 5 Menschen, die du bewunderst?
Mia: Daniel Barenboim, Siri Hustvedt, Louise Bourgeois, Hans Bellmer, Dietmar Hopp (TSG 1899 Hoffenheim)
ASV: 5 Dinge, die in deinem Kühlschrank nicht fehlen dürfen?
Mia: Gesalzene Butter, Sojamilch, Meinl Kaffee und meine zahleichen Dr.Perricone Cremes, die ich immer im Kühlschrank aufbewahre
ASV: 5 Dinge die du an Berlin liebst…
Mia: Die Parks, die Museen, die internationalen Menschen, die Weite und den Sommer
ASV: Wo finden wir dich an einem Sonntag in der Stadt?
Mia: In der neuen Nationalgalerie, Hamburger Bahnhof, manchmal geht es aufs Land in die Uckermark , aber oft schalte ich auch gerne ab, indem ich mein Büro putze
ASV: Wo treffen wir Mirela „Mia“ Abadi in 10 Jahren?
Mia: Ich weiß es nicht. Aber hoffentlich immer noch mit meinem tollen Mann an der Seite, meiner Familie und viel Enthusiasmus und Neugierde für das Leben.
ASV: Wen würdest du gerne bei Faces N’ Spaces (so heisst diese Serie) sehen?
Mia: Gottfried Helnwein
Interview: Lisa Leinen, Fotos: Robert Wunsch, Text: Lisa Leinen
Tags: Faces & Spaces, Mirela Abadi
































TOLL! EINFACH TOLLE FRAU!
ziemlich coole wohung… trifft meinen geschmack!
HAMMER!!!!!
einfach TOLL!!!!!!