Faces & Spaces mit Melbeatz


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Es ist durchaus so, dass die Emanzipation nach Jahren auf etlichen Gebieten gefruchtet zu haben scheint. Doch dann gibt es wiederum andere Bereiche, in denen nach wie vor das starke Geschlecht das Zepter in der Hand hält und sein Territorium hartnäckig verteidigt – so auch die deutsche Hip Hop Szene. Eine hat es allerdings geschafft, sich gegen die überwiegend männlichen Kollegen zu behaupten und überzeugt Kritiker, indem sie eine Auszeichnung nach der anderen absahnt. Die Rede ist von Melbeatz, Berlinerin durch und durch, und nebenbei Deutschlands erfolgreichste Hip Hop Produzentin – das muss ihr erst mal einer nachmachen!

Hinter jeder starken Frau steht bekanntlich auch ein Mann: Angefangen hat alles mit ihrem damaligen Freund Kool Savas. Nach ihrer gemeinsamen Zeit bei der Berliner Untergrundfraktion MOR (Masters of Rap) ist er es, der Melanie Wilhelm aka Melbeatz im Jahr 2002 auf seinem frischgegründeten Label Optik Records signed. Später produziert sie sein Debütalbum “Der beste Tag meines Lebens” sowie Eko Freshs Debüthit “König von Deutschland” und veröffentlicht kurz darauf ihr eigenes Debüt-Album Rapper´s Delight, bei dem keine geringeren Künstler als Mobb Deep, Azad, Curse, Kanye West und Ol’ Dirty Bastard mitwirken.

Und es wird nicht ruhiger um die „Queen of Beats“ – im Gegenteil: Gerade erst wurde sie wieder mit dem Vodaphone Hiphop.de Award und dem Juice Award ausgezeichnet und es wird noch einiges kommen, da sind wir uns sicher.
Wir haben uns mal bei der Berlinerin umgeschaut und festgestellt: In Sachen BlingBling, Schränken voller Sneakers und Cash – wenn auch nur als Schlüsselanhänger – steht sie ihren internationalen Kollegen in nichts nach!

Wir trafen Mel in ihrer Berliner Wohnung und haben erfahren, warum sie unbedingt mal nach Peru möchte, was ihre Lieblings-Alben sind und was ihr an Berlin am besten gefällt.

Das ganze Interview und alle Bilder vom Hausbesuch bei Melbeatz seht ihr nach dem Jump!

ASV: Wann, wie und warum bist du an die Musik geraten?

Mel: Ich bin durch Savas zum Musikmachen gekommen… Der hat damals gerapt und mich mitgenommen zu seinen Kumpels und somit hatte ich schon mal einen Einblick in die Materie. Als er dann 1996 unseren ersten Sampler (Akai S900) mitgebracht hat und mir gezeigt hat, das Teil zu bedienen, saß ich nur noch davor…

ASV: 5 Orte auf einer Weltreise – wo machst du Halt und warum?

Mel:
(1.) Auf die Seychellen wollt ich schon immer mal…ich liebe Tiere und diese dort würde ich gern mal sehen. Auf den Malediven war ich schon, deshalb würde ich das nächste mal lieber dort hin…

(2.) Feuerland: ich habe seit neustem das Gefühl, dass ich da mal hinreisen werde….Ganz an die Spitze.
Naja und der Name ist ja auch wunderschön…

(3.) Peru: Dort möchte ich die alten Tempelanlagen und die Schauplätze von “Prophezeiungen von Celestine” sehen. Ich feiere das Buch, würde Sinn machen, wenn es jeder lesen würde.

(4.) Norwegen/Schweden: Ich war noch nicht weit oben im Norden.
Die Schweden kommen mir sehr sympathisch, klug und musikalisch rüber, würde mir gern ein genaueres Bild davon machen. Außerdem finde ich Fjorde auch sehr interessant, muss ich auch mal gesehen haben…

(5.) Und zu guter Letzt Italien. Ich war schon fast auf jedem Kontinent, aber noch nie in Italien – eine Schande…Ich würde natürlich alles Antike sehen wollen aber auch unbedingt ganz viel essen. Angefangen mit Ciabatta eingetunkt in Olivenöl…

ASV: 5 Dinge, die in deiner Reisetasche nicht fehlen dürfen…
Mel:
(1.) Stift
(2.) Papier
(3.) PowerBook
(4.) Kopfhörer
(5.) Zeitschrift

ASV: 5 Musikalben, die du heute noch auf CD kaufen würdest…

Mel:
(1.) Der – The Chronik
(2.) The Chronik 2001
(3.) Michael – Thriller
(4.) Michael – Bad
(5.) NWA – Efil4zaggin

ASV: 5 Dinge, die du an Berlin liebst…

Mel:
(1.) Die Anonymität – ich finds gut…
(2.) 24/7 Essen verfügbar – mein Besuch flippt immer aus, weil man hier auch um 3h nachts noch was zu Essen kriegt
(3.) Graffiti in Kreuzberg – hat einen leichten New York-Charakter
(4.) Keine Sperrstunde – wäre komisch wenn nachts alles zu wäre
(5.) Die vielen Bioläden – weil ich ja eigentlich ein Hippie bin

ASV: 5 Dinge, die dich glücklich machen…

Mel:
(1.) Musik machen
(2.) Tiere
(3.) Nette Menschen
(4.) Lesen/lernen
(5.) Sonnenuntergänge

ASV: Wo treffen wir Mel in 10 Jahren?

Mel: Wo weiß ich noch nicht, aber wie: Gesund, erfolgreich und super gut drauf…

ASV: Wen würdest du gerne bei Faces N’ Spaces (so heißt diese Serie) sehen?

Mel: Stipe Erceg finde ich cool…fragt den doch mal

Danke Mel!

Text: Elisa Rohe
Fotos: Robert Wunsch

5 comments on “Faces & Spaces mit Melbeatz

  1. Königswasser

    “Ich war schon fast auf jedem Kontinent, aber noch nie in Italien” – Den Satz würde ich gerne erklärt bekommen :o

    Antworten
  2. Pingback: Faces & Spaces bei MelBeatz zu Hause | Rapresent - Deutschrap Blog

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Kategorien: Faces & Spaces, Music