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Film: “Miral” von Julian Schnabel

18.11.2010, 15.08


Heute läuft der neueste Film des New Yorker Regisseurs und Künstlers Julian Schnabel bei uns in den Kinos an. Nach seinen Künstlerportraits “Basquiat” (1996), über den New Yorker Maler Jean-Michel Basquiat und das preisgekrönte Drama “Schmetterling und Taucherglocke”, ist dies der vierte Film Schnabels, der uns zuletzt mit seinen “Polaroids” beeindruckte.

Der Film “Miral” erzählt die persönliche Geschichte von Rula Jabreal, einer Frau, die die schlimmste Zeit des Nahostkonflikts in einem palästinensischen Dorf miterlebte. Im Film wird ihre Rolle von Frieda Pinto übernommen. Alles beginnt mit einem Massaker im Jahre 1948, bei dem mehr als 1250 Palästinenser getötet wurden. Hind Husseini, eine mutige und großherzige Frau beschließt, sich den Waisenkindern anzunehmen. Sie gründet eine Schule und schenkt den Kindern damit eine Gemeinschaft, in der sie wieder Halt finden. Auch Miral wurde nach dem Tod ihrer Mutter im Jahre 1978 ein Teil dieser Gemeinschaft. Mit nur 16 Jahren wird sie aber als Lehrerin in ein Flüchtlingslager geschickt. Hier bemerkt sie erstmals wie groß der Wille zur Auflehnung ist. Sie lernt einen politischen Aktivisten kennen und steht zwischen zwei Fronten: Entweder sie schließt sich ihrem Volk an und kämpft oder sie hält an ihrem Glauben fest, dass Bildung allein Frieden bringen kann.

Die Geschichte von Miral sorgt heutzutage wieder für großes Aufsehen, da die Verhandlungen zur Konfliktlösung wieder aufgenommen werden sollen. Julian Schnabel stellte “Miral” bei dem diesjährigen Filmfestival von Venedig vor. Bereits 2007 wurde er in Cannes mit dem Preis für die Beste Regie von “Schmetterling und Taucherglocke” ausgezeichnet. Miral verspricht erneut ein Erfolg zu werden. Mehr dazu seht ihr im Video.

via arte

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