Spätestens seit dem Konstruktivismus hat der Sinn für Geometrie festen Eingang in die Kunst gefunden. Der klaren Ordnung verschrieben, haben sich auch zahlreiche zeitgenössische Künstler – ungeachtet des Mediums, mit dem sie kreieren. Im Falle der drei Künstler Virginia Echeverria, Mele de la Eglesia und Louis Dorado sind es vor allem Collagen und Zeichungen, in denen die geometrischen Formen auf vielfältige Weisen dominieren: Sei es anhand von Fotografien, die mit bunten Linien übermalt werden, oder Ornamenten, in denen scharfe Kanten auf weiche Rundungen und Schwarz-Weiß auf bunte Farben treffen, dabei aber immer eine gewisse Regelhaftigkeit vorherrscht. Eine Auswahl ihrer Arbeiten zeigt die Neonchocolate Galerie unter dem Titel “Das Geometrische Gemüt” ab 14. April in ihren Räumen.
Die Chilenin Virginia Echeverria nimmt dafür etwa nur Schere und Kleber in die Hand. Was dabei herauskommt, sind organische Gebilde aus Fotografien und Farbflächen, die auf monochrome Untergründe collagiert werden.
Die Kompostionen von Mele de la Yglesia wiederum setzen meist auf Kleinteiligkeit, die sich mit Makern und Tinte auf ihren Papieren niederschlägt. „Since I discover the line, I couldn´t stop to draw it”, sagt die Spanierin selbst über ihre Arbeiten.
Luis Dourado, der zwischen Berlin und Porto pendelt, präsentiert eine andere Variante: Seine Collagen bedienen sich beispielsweise bei alten Fotgrafien, um sie anschließend mit Farben zu versehen oder in mehreren Ebenen verschiedene Formen aneinanderlegen.
Virginia Echeverria, Mele de la Eglesia, Louis Dorado: „DAS GEOMETRISCHE GEMÜT“, Eröffnung 14. April ab 19 Uhr, bis 26. April 2012, Neonchocolate Galerie, Berlin.







