Das bekannte Berliner Künstler Kollektiv 44flavours ließ sich für eine weitere Zusammenarbeit mit der Dudes Factory begeistern. Die Künstler Sebastian Bagge und Julio Rölle nehmen sich dafür wie immer dem Dada und dem Hip Hop an und kreieren daraus ihren ganz eigenen Stil. Mit diesen Werken locken sie Fans in ganz Europa und sind immer wieder mit ihren Arbeiten auf Tour. Drum sollte man die neue Ausstellung in der Dudes Factory nicht verpassen. Mit “old but new” zeigen die 44flavours die Verschmelzung zwischen alten und neuen Techniken, Materialien und Gegenständen. So fertigten sie für diese Serie neben Shirtmotiven auch einen Schreibtisch oder ein Fahrrad. Das alles immer mit der Unterstützung von beispielsweise dem Designstudio Ziben und dem Fahrradshop True Unique.
Neben aller Kunst lockt die Einladung im Weiteren zu Wurst und Bier in die Torstraße 138. Wenn ihr weiße Shirts mitbringt könnt ihr euch diese auch gleich mit einem neuen Motiv von 44flavours bedrucken lassen. Für die ersten 10 Besucher gibt es das sogar ganz umsonst. Los geht es morgen, den 8.September um 17 Uhr. Was euch alles erwartet, seht ihr nach dem Jump…
Der Künstler Daniel Richter ist schon seit Ende der Neunziger ein wichtiger Genosse unserer gegenwärtigen Kunst. Seit einiger Zeit beschäftigt er sich für seine neuen Arbeiten mit Geschichten über Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen Kulturen und unterschiedlichen Menschengruppen. Er malt Gegensätzliches: Anarchie steht gegenüber der Stadt, die Dominanz baut sich gegen die Unterdrückung auf. Alles zeigt sich in Landschaften, die aus jeder Werbung oder aus dem täglichen Leben gegriffen sein könnten. Man sieht Personen, die sowohl Frau als auch Mann sein könnten, alles ist etwas unscharf und verschwommen, eine Frage der Interpretation. Nur eines ist klar, es werden Konflikte dargestellt, die das Thema unseres täglichen Lebens sind.
Daniel Richter möchte uns mit diesen neuen Werken auf eine Zeit- und Weltreise entführen. Deswegen heißt seine neueste Ausstellung “100o1nacht”. Seit dem 4. September und noch bis zum 6. November 2011 kann man sie in der Kestnergesellschaft, Goseriede 11, in Hannover besuchen. Nachdem einige seiner Bilder sonst auch zur Sammlung des Museum of Modern Art in New York oder des Centre Pompidou Paris gehören, sollte man sich die Ausstellung hier nicht entgehen lassen.
Heute startet die Ausstellung des diesjährigen Deutsche Börse Photography Prize 2011 im C/O Berlin. Der auf £ 30.000 dotierte Photography Prize wird seit 1996, als er in London von der Photography Gallery eingeführt wurde, verliehen. Jedes Jahr schließt sich eine Jury aus Fotografie-Experten zusammen und sucht aus den Bewerbungen für den Preis, ihre vier Finalisten aus. Gestern wurden diese bei der Vernissage im C/O vorgestellt. Mit dabei: Thomas Demand (Deutschland), Roe Ethridge (USA), Jim Goldberg (USA) und Elad Lassry (Israel), vier sehr talentierte Fotografen, deren Bilder man sich nicht entgehen lassen sollte.
Die Ausstellung läuft ab heute, den 13. Mai bis zum 26. Juni 2011 im Postfuhramt C/O Berlin, Oranienburger Straße 35/36. Einige Beispiele der Finalisten-Werke seht ihr nach dem Jump…
Der New Yorker Künstler Cory Arcangel ist ein ganz besonderes, musikalisches Talent. Es ist nicht unbedingt so, dass er selbst Instrumente, wie kein anderer beherrscht, er setzt sich eher so experimentell mit der Musik auseinander, dass er einen ganz eigenen Sound entwickelt. Einen Sound, der in Computerprogrammen entsteht, die er selbst programmiert hat, um Bilder und Musik zu verarbeiten. Dabei nutzt er sowohl neue Medien und das Internet, wie auch veraltete Technologien. Es entstehen Musikperformances und Videoinstallationen, die je nach Ausstellungssituation wieder in einen neuen Kontext gesetzt werden.
Seit dem 30. November stellt Arcangel im Hamburger Bahnhof aus. Im Zentrum von “Here Comes Everybody” steht die Doppelprojektion “a couple thousand short films about Glenn Gould” aus dem Jahre 2007. Der Künstler setzte mehr als 1.100 einzelne Bilder zusammen, die er zuvor aus dem Internet heruntergeladen hatte, um sie mit einer eigens entwickelten Software zu bearbeiten, bis daraus eine eigene Videoversion der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach entstand. Unglaublich schnell wechseln so die Bilder unterschiedlicher Personen an unterschiedlichen Instrumenten, welche zusammen das klassische Stück spielen. Noch bis zum 1. Mai 2011 kann man die Installation im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart,Invalidenstraße 50-51 – Berlin, besuchen. Was genau euch erwartet, seht ihr oben im Video…
James Franco – den Namen hat man hin und wieder mal aufgeschnappt, doch so recht konnten wir diese Person in noch kein Metier einordnen. Wir haben jetzt dafür auch die passende Erklärung – James Franco ist einfach überall. Hauptsächlich tätig als Schauspieler, kennt man diesen Namen auch in der Kunstszene, als Autor und manche kennen ihn wohl auch als Studenten. Seine schauspielerischen Leistungen wurden besonders als Spiderman Rivale Harry Osborn geschätzt. Mit dieser Rolle wurde der gutaussehende Franco nicht nur berühmt – wie soll es auch anders sein – er wurde zum weltweiten Mädchenschwarm. Es folgte seine eigene Comedy-Sendung “Acting With James Franco”, eine Rolle in der 0-8-15 Krankenhaus-Soap “General Hospital” und weitere Eigenproduktionen, die auf seinen unterschiedlichen TV-Charaktere basieren.
Neben dem TV agiert Franco aber auch noch im Kunst-Business. Dieses Jahr feierte er seine erste eigene Ausstellung in der New Yorker Clocktower Gallery. Das Multi-Talent befindet sich nämlich schon seit längerem im Studium für Film, Literatur und Creative Writing an der New York Columbia und der Yale Universität. Im Zuge dessen veröffentlichte er ebenfalls seine ersten Erzählungen mit dem Titel “Palo Alto”. Dieser Band wurde in zahlreichen renommierten Literaturzeitschriften veröffentlicht, bevor er im Oktober diesen Jahres herausgebracht wurde. Man könnte beinahe meinen, ein Leben reicht James Francos Kreativität nicht.
Im Februar eröffnet James Francos Ausstellung “The Dangerous Book Four Boys” im Peres Projects Mitte – seine allererste Einzel-Ausstellung in Europa. Hier sieht man Kurzfilme, Malereien, Fotografien, Skulpturen und Installationen in denen Franco seine Kindheitserinnerungen und seine Vorstellungen von Männlichkeit, Sexualität, Identität, sowie anderen Lebenserfahrungen zum Ausdruck bringt. Eröffnung ist am 11. Februar 2011 im Peres Projects Mitte, Große Hamburger Straße 17 – Berlin. Es ist zwar noch etwas hin, aber wir können es jetzt schon kaum erwarten, die Werke von Meta-Star James Franco zu begutachten. Eine erste Vorschau gibt es nach dem Jump…
Seit mehr als 30 Jahren arbeitet das Schweizer Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss mittlerweile erfolgreich zusammen. Sie gehören zu den wichtigsten Figuren der Gegenwartskunst und schaffen es immer wieder, mit Witz und Charme die Illusionen von Kunst und Leben in ein imposantes Verhältnis zu setzen. Sie verpacken die normalen, unauffälligen Alltagsgegenstände so geschickt in eine künstlerische Hülle und geben den Dingen so eine philosophische Bedeutung. Es geht nicht darum die Kunst all zu ernst zu nehmen, sondern dass man erkennt, dass selbst die trivialsten Dinge Kunst sein können, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. So kann ein Handwerk-Schlamassel nur so scheinen als wäre es wirklich ein Missgeschick am Boden. In Wahrheit kann es jedoch auch ein Kunstwerk aus einzeln geformten Teilchen sein, die einfach nur wie ein Schlamassel wirken. Welch Präzision hinter dieser Arbeit steckt, damit es eben so normal und uninteressant wie möglich wirkt, wissen die Wenigsten. Aber genau das macht die Kunst von Fischli und Weiss eben aus.
Die Münchener Sammlung Goetz widmet dem Künstlerduo nun eine umfassende Retrospektive aus unterschiedlichsten Arbeiten, die von Peter Fischli und David Weiss selbst inszeniert wurden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. März 2011 in der Öberföhringer Straße 103 – München. Nach dem Jump seht ihr eine kleine Vorschau der Ausstellung…
Christian Hundertmark, auch bekannt als C100, ist seit der Geburtsstunde von Street-Art ein Teil der Szene. Selbst tätig als aktiver Künstler und gleichzeitig als Repräsentant für diese Bewegung, veröffentlicht er nun sein drittes Band in der “The Art Of Rebellion” Serie. Hundertmark sucht nach den herausragendsten Größen dieser Szene, die es Schaffen, diese Kunst zu etwas Besonderem zu machen. Auf knapp 200 Seiten präsentiert er eine Sammlung der Werke, die ihn auf seiner Reise durch die Straßen begegneten und begeisterten. Mit seiner Buchsammlung zeigt er die Entwicklung von Street-Art in den letzten Jahren und wie sie von einer Außenseiterbewegung zum Kult wurde. Als teilnehmende Künstler sind mit dabei: Dave Kinsey, Shephard Fairey, Dave the Chimp, Brad Downey, SKKI, Kid Acne, She One und Nuria.
Zum Buch “The Art of Rebellion III” gibt es auch eine Ausstellung in der Helmet Gallery München, bei der gleichzeitig das Magazin “Everyday Masterpieces” präsentiert wird, an dem C100 mit dem Automobilkonzern Fiat gearbeitet hat. Das Magazin beschäftigt sich mit den ganz persönlichen Lieblingsstücken eines jeden Menschen. Hundertmark stellte dazu eine ganz persönliche Lieblings-Liste aus “Art of Rebellion III” zusammen.
Heute Abend findet die offziele Release-Party von “Everyday Masterpieces” und C100′s Werk in der Helmet – Gallery for Contemporary Art, Fraunhoferstr. 8 – München, statt. Einen ersten Eindruck von “The Art of Rebellion III”, das ihr hier kaufen könnt, findet ihr nach dem Jump…
Der deutsche Künstler Jonathan Meese feiert in diesen Tagen mit seiner ersten Solo-Ausstellung “Jonathan Meese: Sculpture” sein Debüt in Amerika. Seine dreidimensionale Arbeit begann der Künstler bereits im Alter von 15 Jahren, als er sich einfach mal einen Talisman aus Keramik fertigte. Genau so, wie einige andere Arbeiten aus seiner Jugend und Studienzeit, wird auch dieser momentan in Miami gezeigt. Desweiteren sieht man riesige Keramik Modelle, massive Bronze-Statuen und kleinere Skulpturen aus verschiedensten Materialien. Der in Tokio geborene Künstler thematisiert in seinen Werken zum größten Teil Persönlichkeiten der Weltgeschichte und fertigt neben den bekannten Skulpturen auch Malereien, Videos und Installationen.
Die Eröffnung der Ausstellung fand am 30. November gemeinsam mit der Vanity Fair Party im Museum of Contemporary Art (MOCA) in Nord-Miami statt. VernissageTV war live im MOCA dabei und filmte einige Eindrücke von der Ausstellung und dem Geschehen auf der Party. Zur Info für alle, die einen Trip nach Miami planen, noch bis zum 13 Februar kann man hier “Jonathan Meese: Sculpture” besuchen.
Man müsste sich nur einmal die Zeit nehmen und beobachten, was alles Faszinierendes auf den Straßen vor sich geht, so wie es 46 zeitgenössische Fotografen getan haben. Sie sind mit weitgeöffneten Augen durch die Städte gezogen oder haben eher zufällig Motive entdeckt, die überraschend, begeisternd, lustig zugleich waren und regelrecht danach verlangten, fotografiert zu werden. Ein Geschäftsmann rennt durch die Menschenmassen, eine Frau verkleidet als ein Engel überquert die Straße, Kartons, die aussehen wie Smileys – es sind diese banalen Szenarien, die zum Kunstwerk werden können. “Street Photography Now” vereinigt viele dieser Bilder, die ab dem 11.Dezember im Contributed Berlin gezeigt werden. Mit dabei sind unter anderem die Fotografen Bruce Gilden, Martin Parr und Alex Webb. Zur Ausstellung gibt es auch ein gleichnamiges Bildband, produziert von Sophie Howarth und Stephen McLaren über Thames & Hudson Publishers.
Die Ausstellung “Street Photography Now” läuft bis zum 15. Januar 2011 im Contributed – Studio for the Arts, Strausberger Platz 16 in Berlin. Das Buch könnt ihr hier erhalten. Einige Eindrücke von den zufälligen Straßen-Szenarien seht ihr gleich nach dem Jump…
„Ich arbeite mit Bildern und Worten, weil sie die Fähigkeit haben, zu bestimmen, wer wir sind oder nicht sind“ – ein Leitsatz der künstlerischen Arbeit von Barbara Kruger. Die kritische Konzeptkünstlerin ist eine stetige Beobachterin der Medienkultur und macht aktuelle Missstände oder Probleme in ihren Foto-Text-Collagen sichtbar. Häufig sind diese im öffentlichen Raum zu sehen, um Denkanstösse zu liefern. Sie zeigen Kommentare zur Gesellschaft, Kriegen, den unterschiedlichen Kulturen, der Werbung und dem Kommerz. Die prägnanten Schrift-Balken in der Bauhaus-Schrift Futura wurden zu Krugers Markenzeichen und schmücken neben Magazin-Cover, auch Gebäude, Litfaßssäulen und vieles mehr. Die Gegenwartskünstlerin entwickelt begehbare Denkräume, sucht dafür genau und lange nach eindrucksvollen Statements, die sie dann imposant in die Welt hinausträgt.
Zum zweiten Mal darf Barbara Kruger nun für Schirn Frankfurt tätig sein und entwickelte für die Rotunde der Kunsthalle eine Installation aus schwarzen und weißen Wörtern und Sätzen, die sich an allen Wandflächen, dem Boden, der Decke und natürlich der Rotunde befinden. Eine machtvolle Rauminstallation mit dem Namen “Circus”, die am 15. Dezember startet und bis zum 30. Januar 2011 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main, Römerberg, erhalten bleibt. Eine Gelegenheit, die man nutzen sollte, um wieder ein Kruger live zu sehen.