Faces & Spaces mit Alexander Gnaedinger

Die heutige Ausgabe von Faces & Spaces beginnen wir ausnahmsweise mal mit einem Zitat: „Weil die Zeit sich so beeilt und nur so wenig bleibt, von dem was einmal war.“ Olli Schulz besingt in seinem Song wehmütig zurückblickend die Vergänglichkeit all dessen, was uns wichtig ist. Alexander Gnädinger hingegen konserviert ungeschönte Ästhetik für die Ewigkeit.
Der Berliner Fotograf stemmt sich gegen die Uniformierung platter Schönheit, gegen das mediale Ideal des Perfekten, gegen Makellosigkeit – in seinem aktuellen Bildband 100 girls on Polaroid zeigt er fern ab von Glamour und Retusche natürlich schöne Frauen und viel nackte Haut. Die Aufnahmen des in Süddeutschland geborenen Künstlers sind körnig, teilweise gelbstichig und überbelichtet – mit voller Absicht. Kleine Fehler ergeben das große Ganze. Das Besondere. Das charmant Schöne. Eben genau das, was Gnädingers Werke so anders, aber vor allem so angenehm echt macht.
Ein Mensch, dessen ständiger Begleiter die Sofortbildkamera ist, scheint wohl niemals zur Ruhe zu kommen. Der 40jährige spart sich lange Entwicklungszeiten, ist ständig unterwegs. Aber auch ein Alexander Gnädinger braucht einen Ort, an dem er Kraft und Ideen für neue Projekte sammeln kann. Und was wäre da wohl besser geeignet, als das eigene Studio? Klare Linien, puristische Formen, helle Farben. Keine Spur von verlebt milchiger Sofortbild-Optik. Perfektionismus bis ins kleinste Detail. Wir sind überrascht, Herr Gnädinger!
Mit uns spricht der passionierte Weltenbummler über kleinwüchsige Peruaner und das Glück, auf der Welt zu sein.
Das ganze Interview und alle Bilder vom Besuch in Gnädingers Kreativschmiede gibt´s nach dem Jump!


