Mit „Wunderland“ von Frank Kunert bringt Hatje Cantz im August den dritten Fotoband des Meisters der Absurditäten heraus. Kunert, Modellbauer und Fotograf, inszeniert Alltagsszenerien, die er durch gezielte Manipulation ins Groteske verzerrt. Indem er eine Trinkhalle in einem gefüllten Schwimmbecken versenkt, eine Kinderrutsche im Gehege eines Löwen enden lässt oder einen wohnlichen Balkon mit Sonnenschirm an einem Atomkraftwerk anbringt, überführt der Künstler gewohnte Szenerien ins Absurde. In wochenlanger Kleinarbeit entstehen die detailgetreuen Modellkulissen, die er anschließend abfotografiert. Das dabei entworfene “Wunderland” gleicht einem tragikomischen Zerrspiegel auf unsere zivilisierte Gesellschaft.
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Hunter S. Thompson: The Cozumel Diary
Al Satterwhite, legendärer Fotograf und Weggefährte des berühmt berüchtigten Journalisten Hunter S. Thompson, sammelt derzeit über Kickstarter monetäre Unterstützung für einen Fotoband über den Erfinder des Gonzo-Journalismus. Für ein Playboy Interview trafen sich Satterwhite und Thompson 1973 auf der karibischen Insel Cozumel, wo beide mehrere ausschweifende Tage miteinander verbrachten. Das dort entstandene Fotomaterial und sicherlich auch die ein oder andere Anekdote soll in „The Cozumel Diary“ festgehalten werden. Einige bezeichnende Bilder Thompsons, der nicht nur für seinen Roman “Fear and Loathing in Las Vegas” sondern auch für seinen exzessiven Lebensstil bekannt war, seht ihr nach dem Jump.
Jenny Jenny: Tobias Zielony in der Berlinischen Galerie
Seit mehr als zehn Jahren portraitiert der Berliner Fotograf Tobias Zielony junge Menschen, die am Rande der westlichen Wohlstandsgesellschaft leben. Auf seinen Reisen zu Camoora-Familien in Neapel, in die Wüstenstadt Trona oder in das nächtliche Berlin dokumentiert Zielony soziale Missstände und die daraus entstehenden jugendlichen Subkulturen. Die Berlinische Galerie zeigt ab dem 21. Juni die Ausstellung „Jenny Jenny“, die sowohl die gleichnamige Fotoserie als auch die Serie „Trona“ präsentiert. Die Vernissage findet am 20. Juni ab 19 Uhr statt.
Eröffnung: Art Basel
Mit der Präsentation von 304 Galerien aus 39 Ländern wartet die diesjährige Art Basel mit einem gewohnt umfangreichen und erstklassigen Portfolio an zeitgenössischer Kunst auf. Vertreten sind neben international renommierten Künstlern wie Andy Warhol, Thomas Demand und Marina Abramović Nachwuchstalente wie Esther Kläs, Emil Michael Klein und Oscar Murillo. Besonders interessant erscheint in der Vorankündigung der Bereich „Unlimited“, in dem überdimensionierte Skulpturen, Wandgemälde oder Fotoarbeiten aber auch Installationen, Videoprojektionen und Performance-Kunst präsentiert werden – also alles, was den klassischen Bilderrahmen bzw. die heimische Wohnzimmerwand sprengt. Hier sind unter anderem Werke von Ai Weiwei, Karla Black, Alfredo Jaar und Lygia Clark ausgestellt. Nach der ersten Art Basel in Hong Kong, die im Mai erfolgreich zu Ende ging, findet die Hauptmesse in Basel vom 13. Juni-16. Juni statt.
Vorgemerkt: CAMERA WORK rocks in der Galerie Camera Work
Wer lässt nicht gerne von Zeit zu Zeit alte Musiklegenden wie die Rolling Stones, Jimi Hendrix oder Jonny Cash wieder aufleben, indem man neben dem aktuellen Lieblingssong auch mal einen Klassiker auflegt. Die Galerie Camera Work in Berlin lädt ab dem 08. Juni zu einer solchen Zeitreise durch die Jahrzehnte der Musikgeschichte ein, jedoch in etwas anderer Weise: Mit über 100 Fotoarbeiten von weltweit bekannten Künstlern zeigt sie unter dem Titel „CAMERA WORK rocks“ eine Auswahl an herausragenden Porträts der einflussreichsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Darunter tummeln sich sowohl frühe Legenden wie die Beatles, die Stones, Jimi Hendrix oder David Bowie, als auch aktuelle Stars wie Rihanna, Lady Gaga oder Snoop Dogg.




