Von großem Enthusiasmus ob der Neuentdeckung über zwischenzeitliche Skepsis bis zur endgültigen Überzeugung davon, dass MS MR zu den vielversprechendsten Durchstartern von 2012/13 gehören, nachdem wir das New Yorker Duo im exklusiven Konzert bei tape.tv sehen konnten – die Meinungen zu MS MR haben sich bei uns in den letzten Monaten immer wieder gewandelt, geblieben ist aber jederzeit die Spannung auf das kommende Debütalbum “Secondhand Rapture“. Als Nachfolger auf die bereits hundertfach gehörte EP “Hurricane” (2012) präsentieren hier Lizzy Plapinger und Max Hershenow 12 Tracks, von denen ein Teil bereits bekannt ist, zahlreiche andere Songs aber bisher auch noch nicht releast sind. Wer es genauso wenig wie wir abwarten kann, bis die LP am Freitag, dem 10. Mai, erscheint, kann dank Hype Machine das komplette Album “Secondhand Rapture” schon jetzt im Stream hören – nach dem Jump.
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MS MR über “Secondhand Rapture”-LP & Bedtime Mix für BB1
Lange wurde auf das Debütalbum von MS MR gewartet und auch wenn sich bei uns zusehends Skepsis zu der Spannung mischt, bleibt die Neugierde auf das, was auf die EP “Candy Bar Creep Show” sowie die bisherigen Singles wie “Hurricane” und “Fantasy” noch folgen wird. Am 1o. Mai wird es nun endlich bei Smi Col (Sony Music) erscheinen, das Album “Secondhand Rapture” des New Yorker Duos aus Lizzy Plapinger und Max Hershenow. 12 Songs mit einigen bereits bekannten Tracks, aber ebenfalls zahlreichen neuen erwarten uns hier. Die Wartezeit verkürzen uns MS MR nicht nur mit der Aussicht auf die Deutschlandtour im Juli, sondern auch mit einem Auftritt bei Annie Mac bei BBC Radio1. Hier sprechen sie nicht nur über ihre kommende LP, sondern haben unter anderem auch den hörenswerten Bedtime Mix zusammengestellt.
Zu viel gewollte Skurrilität?: MS MR releasen offizielles Video zu “Hurricane”
Von Musikvideos erwartet man in der Regel, dass sie ihren jeweiligen Track visuell bereichern, im besten Fall ein eigenes Kunstwerk für sich sind, in irgendeiner Weise aber das Gehörte irgendwie visuell begleiten und erweitern. Yoann Lemoine aka Woodkid, der nicht nur Musiker, sondern auch Regisseur ist, etwa gelingt das immer wieder. David Bowie wiederum fuhr zuletzt ein sehenswertes Staraufgebot auf, um eine skurrile Geschichte mit prominenter Besetzung seinen Song “The Stars (Are Out Tonight)“ begleiten zu lassen. Big K.R.I.T. gab seinem “Rich Dad, Poor Dad” dank des Visuals hingegen durch viel Persönlichkeit umso mehr Tiefe. Musiker wie Beyoncé, Rihanna, Pharrell, Kanye West und Justin Timberlake dagegen nutzen die kurzen Filme, um ihre Performances zu perfektionieren, in Glamour- oder Ghetto-Attitüden aufzugehen oder mit viel nackter Haut zu glänzen. Während letztere nur selten im Gedächtnis hängen bleiben, sind es vor allem erstere, das heißt die Videos von Künstlern wie Woodkid und David Bowie, die in Erinnerung bleiben und machmal sogar ein wenig mehr überzeugen als ihre Musik.
Von MS MR war nach dem dadaistischen Visual zu “Hurricane”, in dem in schnellstem Tempo ein Bild das andere ablösten, Genres collagiert, überlagert, abgelöst werden, das gleiche Phänomen zu erwarten. Als das Video im vergangenen Jahr bei vimeo auftauchte, schien die perfekte Visualisierung für den Track gefunden. Heute hat das New Yorker Duo allerdings sein offizielles Video zu “Hurricane” releast – das mit einem ziemlich anderen ästhetischen Ton antritt.
Musik-Tipp: MS MR präsentiert neue Single “Fantasy”
MS MR ist die Band, die jahrelang gefehlt hat, die vertraut und doch ganz neu klingt, die Bilder im Kopf kreiert und Geschichten ablaufen lässt und dabei doch ganz leicht klingt. Weit entfernt von allen Hip-Hop-Tunes, die bei uns sonst primär Beachtungen finden, ist es hier eine mitreißende Frauenstimme und melodischer “Tumblr-Glitch-Pop” wie die Leadsängerin ihre Musik nennt. Nicht minder überzeugend sind die Videos des New Yorker Duos aus Lizzy Plapinger des Boutique-Pop-Labels “Neon Gold” und Max Hershenow: “Hurricane” von der “Candy Bar Creep Show”-EP etwa sieht sich wie die musikalische Übersetzung des Dadaismus’. So wie hier collagenartig Bilder aneinandergereiht und vergeblich nach Zusammenhängen gesucht wird, klingt auch der MS MR. Vielleicht sind das aber auch nur die Bilder, die uns zu dem Trugschluss führen, denn eigentlich ist hier nichts tatsächlich eckig oder dekonstruiert. Vielmehr sind es eingängige Melodien und der atmosphärische, fast raumgreifende Sound, die MS MR in jedem Song unverkennbar machen und dafür verantwortlich sind, dass die beiden immer wieder vor allem mit Florence and the Machine verglichen werden. So auch in der neuen Single, die Plapinger und Hershenow gerade veröffentlicht haben und die eine erste Idee von dem (endlich) kommenden Debütalbum gibt: “Fantasy”.
Die Single sowie das Video zu “Hurricane” könnt ihr euch nach dem Jump ansehen und -hören.



