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Der gläserne Pool am Himmel Londons

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Durch den Himmel schwimmen? Das ist so abgefahren, das gibt es gar nicht. Aber doch: Ein verglaster „Sky Pool“ soll zwischen zwei Wohnblocks in Londons neuem Viertel Nine Elms gebaut werden. Der 25 Meter lange Pool wird zwei Hochhäuser des Embassy Garden Home verbinden. Mit fünf Meter Breite und drei Meter Tiefe ermöglicht der gläserne Pool den Bewohnern zwischen den beiden Gebäuden zu schwimmen und dabei einen atemberaubenden Blick über London zu genießen. Und das Beste: Das völlig transparente Glasgehäuse ermöglicht den Schwimmer nach unten und durch die Seiten zu blicken – was ein unbeschreibliches Gefühl sein muss! Wie ein Fisch im Aquarium, dabei aber gleichzeitig auch wie ein Vogel in der Luft – fast schon angsteinflössend. Denn wie hält sich so eine riesige Glaswanne zwischen zwei Häusern und vor allem, wie schafft es die Glaskonstruktion Tausende Liter Wasser zu halten, während sie da so frei in der Luft schwebt?

„Meine Vision für den Sky Pool rührten von meinem Wunsch her, bis die Grenzen der Fähigkeit in der Entwicklung und Umsetzung eines solchen Vorhabens zu gehen.“ sagt dazu Chairman und CEO Sean Mulryan von der Ballymore Gruppe, die die zwei Wohnblöcke entwickelt hat. „Ich wollte etwas, das noch nie zuvor gebaut wurde.“ Gemeinsam mit Architekten, Aquarien-Bauern und modernster Technik plant er das Projekt. Neben dem beeindruckenden Sky Pool soll es auf dem Dach der Wohnblöcke noch einen Spa und eine Orangerie geben.

Wir sind gespannt, wie das Projekt fertig aussieht!

Verblüffende Porträts aus Nägeln und Garn

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Die Künstlerin Kumi Yamashita erschafft in nahezu mathematischer Arbeit unfassbar detaillierte Porträts von Menschen. Die Serie „Constellation“ von der New Yorkerin verblüfft uns in ihrer akribisch ausgeführten Konstruktion und mit feinen Details, die mit viel Sorgfalt gesetzt wurden. Mit nur drei Elementen – einer weiß lackiert Holzplatte, Nägeln und einem einzigen Stück Faden – erschafft Yamashita eine schier überwältigende  Komplexität von Ausrücken und Formen. Gehen wir sehr nah an das Werk heran, sehen wir nur ein mit Nägeln übersätes Reißbrett mit Bindfaden darum, doch von weitem sieht das schwarz-weiße Porträt fast fotorealistisch aus.
Viel Geduld und eine besondere Vorstellungsgabe bewies die in Japan geborene Künstlerin auch schon bei ihrer Serie mit Licht und Schatten, über die wir schon berichteten.

Die Fotografin durch das Goldfischglas – Dana Trippe’s Selbstporträts

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Wir kennen wohl alle das Fischlinsen-Objektiv und die daraus entstehenden lustigen Motive verzerrter Objekte oder Menschen mit riesigen Augen. Kein Fischauge, aber ein Goldfischglas nutzt die Fotografin Dana Trippe, um die Realität Kopf zu stellen. Die 20-Jährige hat eine Serie von Selbstporträts geschossen, in der sie sich hinter dieser mit Wasser gefüllten Glaskugel inszeniert. Für sie ist ein Foto immer attraktiver, wenn der festgehaltene Moment durch eine verzerrte oder unrealistische Perspektive eingefangen wurde. „Natürlich ist es manchmal angebracht, einen Moment so festzuhalten, wie er im wirklichen Leben ist. Aber es reizt mich eben noch mehr, neue und ungewohnte Perspektiven und Formen einzunehmen… und das Goldfischglas hat sich mittlerweile zu meinem Lieblingseffekt entwickelt. Ich bin kein Model, aber wenn du Selbstporträts schießt, gibt es sonst niemanden, dem du gefallen musst – nur dir selbst. Du kannst dir soviel Zeit nehmen und so verrückt sein, wie du willst.“ sagt die in San Diego lebende Fotografin und Multimedia-Künstlerin.

Seht unten das Ergebnis ihres Tauchgangs ins Goldfischglas:

Thank God its Friday!

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Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und im Veranstaltungs-Schlussverkauf verstecken sich noch einige Geheimtipps, die ihr unbedingt mitnehmen solltet. Wir haben sie ausfindig gemacht, damit euch ganz sicher nichts entgeht.

Hier sind unsere Tipps für das Wochenende:

H&M x Balmain – Ein weiteres Kleid enthüllt

   

Wie wir bereits berichteten, wird die Kooperation „H&M x Balmain“ am 5. November erscheinen und bereits im Mai enthüllte der kreative Kopf des Unternehmens – der junge Designer Olivier Rousteing – gemeinsam mit seinen Freundinnen Kendall Jenner und Jourdan Dunn erste Teile der Kollektion. Sie trugen ein paar erste Stücke als sie auf den Billboard Music Awards über den roten Teppich schritten.  Nun wurde das nächste Teil – ein aufwändig und sehr anmutend gesticktes Kleid enthüllt (weitere Bilder unten). Wie hier deutlich zu sehen ist, setzt das feine französische Haus auf Luxus, Glamour und körperbetonte Schnitte. „Der Mix aus dem Esprit von Haute Couture und Streetwear macht den ganz eigenen Stil von Balmain aus, der opulent und direkt, sinnlich und energetisch zugleich ist.“ sagte Ann-Sofie Johansson, Creative Advisor bei H&M, über die Kooperation.

 

Grandios: Ein Theme-Park á la Banksy

#dismaland #Banksy

Ein von Banksy (@dismaland_park) gepostetes Foto am

In aller Heimlichkeit hat Banksy wieder einen Cou gelandet! Diesmal nicht mit Graffitis, sondern gleich mit einem kompletten Theme-Park im Stile von Disneyland. Der kleine aber feine Unterschied: Hier werden die Probleme der Gesellschaft nicht mit Glanz und Glamour überschminkt und es gibt keine lachenden Maskottchen, die heile Welt vorgaukeln – das Dismaland (dismal= trostlos) ist eine kluge und bitterböse Gesellschaftskritik. In Banksy’s eigenen Worten ist es „ein Familien-Themenpark, der für Kinder nicht geeignet ist“. Unter höchster Geheimhaltung hat der  international gefeierte Künstler ein ehemaliges Freibad  im Badeort Weston-super-Mare an der englischen Westküste umgestaltet. Im Stadtrat hätten nur vier Leute gewusst, was passiert und den Menschen, die die Arbeiten im ehemaligen „Tropicana“ Bad von außen sahen, wurde erzählt, es werde ein Hollywoodfilm gedreht, so die BBC.

Nun steht diese grandiose Parodie auf einen Freizeitpark in den nächsten fünf Wochen für die Besucher offen. Wir haben schon einen Blick reingeworfen. Hereinspaziert, hereinspaziert:

Ein aus Holz gebauter Orchideen-Komplex für China von Vincent Callebaut

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Da große Teile der chinesischen Bevölkerung scharenweise vom Land in die Ballungsgebiete der großen Städte ziehen, hat China – wie wir wohl alle wissen – mit massiven Problemen wie Überbevölkerung, Umweltverschmutzung und sehr schlechten Lebensverhältnissen zu kämpfen. Um diesen Problemen Herr zu werden präsentiert der Architekt Vincent Callebaut den aus Holz gebauten Orchideen-Komplex als Teil eines größeren Masterplans, der eine Stadtplanung in China vorsieht, die ökologisch und menschlich verantwortlich ist. Zwischen dem UNESCO-Weltkulturerbe „Mount Lu“ und dem Poyang See positioniert, soll das Bauvorhaben die Entwicklung zu einer ausgewogenen Lebensweise fördern. Der Komplex soll sowohl privat als auch öffentlich Anwendung finden und öko-verantwortliches Leben und Arbeiten ermöglichen. Neben Geschäften, Bibliotheken, einem Sportzentrum, Bio-Lebensmittel-Läden und Bauernmärkten, wird es Parks, Dachgärten und Photovoltaik-Anlagen geben, um ein natürliches Umfeld zu bieten. Viele Pflanzen – und vor allem Orchideen – geben dem Komplex ein angenehmes Klima, die Straßen sollen Fahrradfahrer freundlich gestaltet werden und sogenannte „Regengärten“ bewässern den Komplex. Verglichen zum Smog und der Lebenssituation in Städten wie Peking ist Vincent Callebauts Idee eine wahre Oase!

Seht unten mehr Fotos. 

„Not Now“ Michael Beitz geknoteter Tisch für Konversationsscheue

michaelbeitz_not_now_001„Not now“ hat Michael Beitz seine Kunst-Skulptur genannt. Ein ganz gewöhnlicher Tisch aus Holz. Allerdings unterscheidet sich das Exemplar von konventionelleren Modellen durch seine Länge. 8, Meter misst die Holzplatte und ist damit vermutlich zu lang für das ein oder andere Esszimmer. Was liegt da näher, als durch einen gigantischen Knoten in der Mitte der Holzbahn die Tafel auf die gewünschte Länge zu verkürzen? Eben. Und als zusätzliches Benefit wird auch die freie Sicht zum Gegenüber versperrt. Stattdessen zeigt sich ein bewundernswert gebogenes Stück Holz. Ein Möbelstück, das wie gerufen kommt für alle, die „nicht jetzt“ in ein nervenaufreibendes Gespräch mit ihrem Gegenüber verwickelt werden möchten.

Must Have für die nächste Inneneinrichtung: leuchtende Bananen von Studio Job

Juxtapoz_StudioJob01Bananen sind ja oft und immer wieder gerne ein Kultsymbol in der Kunst, Andy Warhol verewigte sie auf dem Cover der Debutplatte von Velvet Underground, Mel Ramos schuf die Chiquita Bananen Skulptur und inspirierte damit Modedesigner Otto Kern. Warum nicht auch ein Design Objekt aus der guten alten Importfrucht machen?  Das war die Idee des belgischen Design Duos Studio Job. Die Resultate sind aktuell in der Samuel Vanhoegaerden Gallery Knokke in Belgien zu sehen: in den vergoldeten Bananenschalen strahlt die Südfrucht als LED-Leuchte. In fünf verschiedenen Positionen sind die Tischleuchten der beiden Designer Job Smeets and Nynke Tynagel zu bestaunen, auch einen passenden Spiegel gibt es dazu. 

Carol Milne strickt Maschen aus Glas

knit-3Glasstrickerei? Wie ist das möglich? Immerhin liegt die Schmelztemperatur bei 815 Grad °C. Einen Faden spinnen und diesen zu verstricken scheint da schlicht unmöglich. Dennoch sehen die Glas- Skulpturen der amerikanischen Künstlerin Carol Milne aus wie Strickware, Masche für Masche aneinander gereiht. Dazu stellt Sie zunächst ein Model aus Wachs her, das umschlossen wird von einem hitzebeständigen Material und die hohen Temperaturen aushalten kann. Nach dem der Wachs erhitzt wurde und geschmolzen ist, wird das Glas in die hinterbliebene Form gegossen. So entstehen die täuschend echt aussehenden Maschen auf den gläsernen Nadeln.

Clevere Spiegelungen von Himmel und Erde in „Mirrored Ziggurat“

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Die iranische Künstlerin Shirin Abedinirad schließt mit ihrer neuesten Installation, einer Stufenpyramide aus Spiegeln, die Lücke zwischen Erde und Himmel mit Reflexionen der jeweils anderen Seite. Der Titel „Mirrored Ziggurat“ lässt die Inspirationsquelle ihres Werkes deutlich werden: die ehrwürdigen Zikkurat-Tempel aus dem alten Mesopotamien, mit welchen die Menschen versuchten den Göttern näher zu kommen. Wie in vielen früheren Arbeiten auch, nutzt Abedinirad reflektierende Oberflächen, um eine Intervention in die Natur zu inszenieren. Betrachten wir „Mirrored Ziggurat“ aus dem einen Blickwinkeln, fügt sich das Werk nahtlos in seine Umgebung ein, von einem anderen Standpunkt betrachtet, spiegelt es spektakuläre Reflexionen, so dass wir zum Beispiel das Gefühl haben, der azurblaue Himmel stehe im grünen Gras.

Mirrored Ziggurat wirkt wie ein Treppenhaus, das sowohl Natur und Mensch verbindet, als auch die Kultur vergangener Epochen mit der heutigen Welt.“, wie die Künstlerin selbst sagt. „Der gespiegelte Tempel hat sieben Ebenen, die sieben Himmel repräsentieren. Für mich verstärken Spiegel die Vorstellung vom Paradies, sie geben Licht, aber auch eine optische Täuschung. Das ist ein wichtiges mystisches Konzept in der persischen Kultur.“

Feuerregenbogen: Beeindruckendes Wetterphänomen über South Carolina

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Foto Credit: @icrw70

Wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint, dann können wir einen Regenbogen sehen. Auch der Konsum gewisser Substanzen lässt die Regenbögen aus allen möglichen Richtungen sprießen. Ganz ohne Regen und Drogen jedoch erscheint der ziemlich seltene Feuerregenbogen am Himmel. Dieses beeindruckende Wetterphänomen zeigte sich gerade über der Isle of Palms in South Carolina und wurde sogleich von vielen begeisterten Instagram-Usern hochgeladen. Wie ein riesiger Vogel erschien der Zirkumhorizontalbogen – wie er im Fachjargon genannt wird – am Himmel. Doch wie entsteht so ein Feuerregenbogen? Anders als sein bekannter Bruder der Regenbogen, braucht er keinen Regen, dafür entsteht er durch Lichtbrechung in schwebenden Eiskristallen in sehr hohen Wolkenschichten. Wie beim Wasser, fungiert das Eis als Prisma und spaltet die Strahlen der Sonne in ihre Farben: Gelb, Grün, Rot und Blau. Da das Licht bei Feuerbögen fast senkrecht auf die Eisplättchen fällt, muss die Sonne jedoch höher als 58 Grad am Himmel stehen um Farben zu projizieren. Besonders intensiv sieht man das  bunte Leuchten bei einer Sonnenhöhe von 68 Grad, weshalb wir hier allerhöchstens zur Mittagszeit in den Sommermonaten in den Genuss eines Zirkumhorizontalbogens kommen. Von Dänemark bis hoch in den Norden gibt es dieses Spektakel allerdings nie zu sehen. Darum hier ein paar Bilder von Feuerregenbögen:

Courthouse Dogs: Hunde beruhigen Zeugen vor Gericht

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Für Zeugen, die etwas Grausames erlebt haben, ist es oft sehr schwer darüber zu reden. Gerade für Kinder ist es furchtbar vor Gericht ihrem Peiniger gegenüber zu sitzen und von der traumatischen Tat zu berichten. Einige Zeugen halten den Druck nicht Stand und müssen in einem Nebenraum sitzen bleiben, während sie via Videoübertragung aussagen. Dass ein Opfer während des Prozesses noch einmal die schlimme Tat mental erlebt, ist eine furchtbare Vorstellung und gleichzeitig ein fast unvermeidbarer Fakt, doch mit verschiedenen Techniken, soll der Schmerz so gut es geht gelindert werden. Denn nur so können Zeugen ehrlich berichten und zur Wahrheitsfindung beitragen. In den USA gibt es für solche Fälle seit einiger Zeit die speziell ausgebildeten „Courthouse Dogs“. Diese Hunde wurden während jahrelangem Training fit gemacht, um Zeugen beizustehen und ihnen Nähe, Vertrauen und Zuneigung zu geben, sodass diese während des Prozesses nicht schutzlos ausgeliefert sind. Vor allem Labradore und Golden Retrievers werden auf Grund ihres ruhigen Temperaments und freundlichen Aussehens eingesetzt, mittlerweile sind es 87 Hunde in über 28 US-Bundesstaaten. Bevor die Zeugen aussagen, lernen sie die Hunde schon kennen, können mit ihnen spielen und sie streicheln. Während der Aussagen schmiegen sich die Hunde dann an die Zeugen, liegen ruhig bei ihren Füßen und geben ihnen so das Gefühl von Sicherheit. Das Programm hat mittlerweile weltweit Aufmerksamkeit gefunden und auch andere Staaten, darunter Chile und Canada, wollen die Hunde nun einsetzen.

Mehr dazu erfahrt ihr auf der Website von Courthouse Dogs und seht hier einige Bilder: 

Wild, wilder, The Wild – Wow, was für ein Surffilm!

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Jede Einstellung ein Gemälde. Szenen, bei denen wir sofort unsere Koffer packen wollen – in so wundervollen Licht und Farben festgehalten, dass der Kurzfilm „The Wild“ von Aron Lieber ziemlich nachvollziehbar den diesjährigen Hauptpreis auf dem Surf Film Festival REDdirect gewonnen hat. Wir sehen den 14-jährigen Surfer Noah Beschen wie er in atemberaubender Kulisse mit seiner Umwelt und dem Wasser verschmilzt. Wie es aussieht, hat der junge Hawaiianer sein gesamtes Leben auf dem Surfbrett verbracht, so sehr beherrscht er die Wellen.

Das Festival wurde vom RED Digital Cinema & Surfer Mag präsentiert, welches den Wettbewerb ausschrieb und elf ausgewählte Filmemacher mit einer Red Dragon 6K Kamera ausstattete, mit denen sie einzigartige Kurzfilme zum rund ums Surfen produzierten.

Seht hier das Video:

Dress for Less – Unser Sommer-Outfit zusammengestellt + 500€ Gutschein zu gewinnen

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Das Designer-Outlet Dress for Less wird 16 Jahre alt und hat sich dafür allerhand Tolles einfallen lassen: Zum einen könnt ihr auf der Seite am Geburtstagsgewinnspiel teilnehmen und einen Shopping-Trip gewinnen, zum anderen verlosen wir hier einen 500€ Gutschein. Das haben wir zum Anlass genommen ausgiebig auf Dress for Less zu stöbern und unser Designer-Sommeroutfit für wenig Geld zusammen zu stellen. Denn ja, der Sommer ist noch lange nicht vorbei und auf unserem Terminplan stehen in den nächsten Wochen nicht nur zwei große Familienfeiern – auch ein Festival wird uns in diesem Jahr noch beglücken und da kann es nicht schaden ein paar neue Dinge anzuschaffen. Seht hier unsere Auswahl:

Von Flüssen inspiriert – Die Designer-Stücke von Greg Klaasen

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Nachdem wir euch letzte Woche den „Abyss Table“ vorgestellt haben, der Holz und Glas so schichtet, dass ein eindreidimensionaler, geologischen Querschnitt vom Meer entsteht, wollen wir euch heute die ebenfalls von Gewässern inspirierten Möbel von Greg Klaasen vorstellen. Kein geologischer Querschnitt, dafür ebenso schön, nutzt der Designer die natürliche Struktur des Holzes, um an benötigten Stellen blaues Glas einzusetzen. Rundungen und Einbuchtungen markieren die Uferlinie, während sich das Glas wie ein Fluss durch die Tischplatte schlängelt. Greg Klassen fertigt die aufwendig gestalteten Designermöbel aus den am Fluss Noonsack stehenden Bäumen an, welche dort umweltschonend und nachhaltig gefällt und wieder neu gepflanzt werden.

„Eine Ode an das Leben und an die Freiheit“ – Lara Gasparottos magische Fotografie

tumblr_nk13f1gmQT1qbgy0lo1_1280„I want to inspire people to enjoy the moment and look a bit closer at things and keep a certain innocence.“

Die Belgierin Lara Gasparotto kann mit ihren gerade mal 25 Jahren schon etliche Solo-Ausstellungen in ganz Europa in ihrem Portfolio vorweisen. Kein Wunder, denn schnell wird man verzaubert von ihrer zarten und intimen Fotografie. Ihre Sets sind nie gestellt, sondern entstehen ganz natürlich und strahlen gerade dadurch eine sehr besondere Magie aus. Auf die Frage, wie sie ihre Motive findet, antwortet sie im Interview mit The Word: „Im Grunde genommen mache ich das, was ich schon immer gemacht habe, ich fotografiere meine Umwelt, mein Leben und meine Reisen. Es ist gewissermaßen eine Ode an das Leben und an die Freiheit.“ Seitdem Lara Gasparotto 16 Jahre alt ist, fotografiert sie. So finden wir überwiegend ihre Freunde und Familienmitglieder auf den Fotos, aber manchmal – so sagt die Künstlerin – spreche sie auch Leute auf der Straße an, die es ihr angetan haben. Durch diese Nähe entstehen Werke, die uns schnell berühren.
In Berlin wird die junge Belgierin von der Kromus + Zink Galerie in der Linienstraße 23vertreten. 

#iseefaces – Warum sehen wir überall Gesichter?

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Egal wo wir stehen und gehen, überall erkennen wir Gesichter oder altbekannte Formen in den Dingen, die uns umgeben. Davon angefangen, dass die Wolke da oben gerade genauso aussieht wie der fliegende Hund-Drache Fuchur aus der „Unendlichen Geschichte“ bis hin zum Milchschaum auf meinem Kaffee, der mich mit einem schönen Smiley gerade anlacht. Die tief im Menschen verwurzelte Neigung, in allem etwas erkennen zu wollen, trägt den Namen „Pareidolie“. Ein Phänomen mit dem wir durch die Evolution ausgestattet worden sind: Unser Gehirn ist dazu ausgerichtet schon als Baby unsere Aufmerksamkeit zu Gesichtern, bzw. Dingen, die Gesichtern ähnlich sind, zu richten.  Da wundert es also auch nicht, dass Menschen aus der ganzen Welt unter dem Hashtag #iseefaces ihre Eindrücke von vermeintlichen Gesichtern teilen. Unter dem Jump findet ihr ein paar besonders schöne Exemplare!

Die verstörenden Verbrecher-Teppiche von Renato Garza Cervera

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Mit der Kunstaktion “Of Genuine Contemporary Beast” provoziert Renato Garza Cervera viele Emotionen. Er hat für das Projekt  hyperreale Skulpturen aus Tierhäuten erschaffen, die Mitglieder von Banden im L.A. der 80er Jahre zeigen. Die Gang-Mitglieder inszenierte Cervera als Fußbodenbelag so wie manch einer es mit Tigern oder Bären macht. Das „Biest“ ist in diesem Falle aber kein Raubtier, sondern ein Schwerverbrecher – und er liegt gehäutet und präpariert in all seiner Finsternis am Boden und verzieht barbarisch sein Gesicht. Eine ziemlich anstößige Aktion, geradezu rassistisch und menschenverachtend. Genau das will Cervera erreichen, denn in unserer Welt, in der wir manche Gesellschaftsgruppen dämonisieren und sie systematisch ausschließen, in denen wir in ihnen das Biest und den Sündenbock sehen, müssen wir uns unserer eigenen Verantwortung bewusst werden.

Dieter Rams klassisch schöne Designmöbel

606 Universal Shelving System and 621 side table by Dieter Rams for Vitsoe (ID1034) ©Vitsoe-fsc-2

Umzug, Wohnung neu einrichten, umräumen, Ordnung schaffen – irgendwas könnten wir immer machen und werden dabei gerne von neuen-alten Klassikern inspiriert. So wurde uns neulich dieser tolle Designerklassiker vorgestellt und steht seither ganz oben auf der Wish-List: Das zeitlose Regalsystem 606 von Dieter Rams. Es wurde bereits 1960 entworfen und seitdem kontinuierlich produziert. Die modularen Komponenten können in einzelnen Sets bei Vitsoe gekauft und bei Bedarf immer weiter ausgebaut und neu arrangiert werden. Vor allem das schlichte Design hat es uns angetan – ein echter Möbelklassiker von einem der einflussreichsten Industrie- und Produktdesigner der Moderne. Der 1932 in Wiesbaden geborene Dieter Rams schuf als Head of Design bei Braun in den Jahren 1961 bis 1995 einige der ikonischsten Objekte des 20. Jahrhunderts. Dabei war das Ziel seiner Entwürfe stets Klarheit der Formen, Materialgerechtigkeit und einfache Bedienbarkeit. Deshalb nehmen ihn viele großen Designer als Vorbild, so finden sich heute unter anderem viele Zitate der Ramschen Designformen in Apple Produkten.  

An der Küste Chiles: Das Casa Mo von Gonzalo Mardones Viviani

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Chiles Küstenlinie bietet vom kalten Süden bis zur heißen Atacama-Wüste im Norden ein traumhaftes Naturschauspiel. Genau in der Mitte des lang gestreckten, südamerikanischen Landes – etwa auf der Höhe von Valparaíso – hat der Architekt Gonzalo Mardones Viviani das Casa MO errichtet, welches einen wunderbaren Blick auf den Pazifik einfängt. Dabei war es dem Architekten wichtig, dass nicht nur die Bewohner den herrlichen Ausblick zum Horizont genießen können, sondern das Haus sollte ebenfalls nicht Passanten aud der öffentlichen Straße behindern, auf das Meer zu schauen. So hat er das Gebäude, welches erdbebensicher aus Stahlbeton gebaut wurde, in die Felsen eingelassen, sodass das Dach mit der Ebene der Straße abschließt. Die Bewohner kommen über Treppen und vom Dach aus tief in das im Berg liegende Casa MO und werden hier mit allerhand Luxus verwöhnt – Meerblick inklusive. Küche, Essbereich, Wohnraum und mehrere Schlaf- und Badezimmer sind in weiß gehalten, um die helle und luftige Atmosphäre des Meerblick-Hauses zu unterstreichen. Im untersten Stockwerk befindet sich eine Lounge mit Pool und im gesamten Haus hängen Kunstwerke, die passend zu ihrem Ort ausgewählt wurden.

Airbnb-Horror: So gefährlich kann es werden

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Fast jeder von uns hat die Plattform Airbnb schon mal ausprobiert oder kennt zumindest Leute, die sich im Urlaub anstatt eines Hotelzimmers, ein Airbnb-Zimmer mieten. Ob ein Kurztrip nach Paris oder ein Surfurlaub an der Küste Portugals – während wir persönlich die Plattform ziemlich regelmäßig nutzen, stellt sich doch die Frage: Wie sicher ist es eigentlich in der Wohnung von fremden Leuten zu hausen? Von Airbnb-Gästen, die wilde Partys feiern und Wohnungen verwüstet hinterlassen, liest man ja ab und an. Und zu Zeiten in denen sich ein paar fragwürdige Leute ihren Unterhalt damit verdienen, kostbaren Wohnraum in den Innenstädten wegzunehmen, um gleich mehrere Wohnungen auf Airbnb unterzuvermieten, sind wohl auch die Gastgeber nicht das Gelbe vom Ei. Aber die Horror-Story, die jetzt in der New York Times zu lesen ist, wirft die Frage auf, was kann Airbnb tun, um die Gäste vor Verbrechen zu schützen? Es wird geschildert, wie der 19-jährige Jacob Lopez in Madrid von seinem Host zum sexuellen Akt gezwungen wird. Nach dem der aus Massachusetts stammende Lopez in der Wohnung angekommt, sperrt ihn die Gastgeberin, welche einst ein Mann war, jetzt aber als Frau lebt, ein. Als sie in die Küche geht und wie zur Drohung mit Messern klappert, benachrichtigt Lopez panisch seine Mutter und schilderte ihr kurz die Situation. In größter Angst um ihren Sohn telefoniert Micaela Giles mit Airbnb, um herauszufinden, wo sich das Appartement befindet, in dem ihr Sohn eingesperrt ist. Doch die Mitarbeiter geben die Informationen nicht heraus, verweisen Giles an die Polizei in Madrid und geben ihr die Telefonnummer. Hier jedoch reißt die Verbindung immer wieder ab und als Micaela Giles wieder bei Airbnb anruft, geht nur ein Anrufbeantworter ran. In dieser Nacht wird der Host sexuell übergriffig, während Airbnb nichts unternimmt, um dem Gast zu helfen. Als Resultat wurden nun einige interne Regeln geändert, sodass die Mitarbeiter von Airbnb selbst die Polizei verständigen sollen, wenn sich eine Straftat anbahnt.

Lest hier die ganze Geschichte in der New York Times und unter dem Jump ein paar Tips wie ihr euch schützen könnt:

Wird es eine Kollaboration zwischen Supreme x Dr. Martens geben?

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Diese Dr. Martens, welche von dem Instagram-User „Methikan“ gepostet wurden, sorgten gestern für Aufregung. In den babyblauen Halbschuhen ist das Logo von Supreme zu sehen und Methikan weist darauf hin, dass es eine Kollaboration zwischen der Skaterbrand und dem Punklabel geben wird. Weiterhin sagt er, dass die Dr. Martens x Supreme Schuhe des Modells „Smooth“ 200$ kosten werden. Neben Fotos von den Schuhen postete der Instagram-User, der offensichtlich mit Supreme in Verbindung steht, noch einen Schuhkarton mit der Kollaboration – wie als doppelte Versicherung, für alle die finden, dass das Supreme Logo in den Innensohlen irgendwie nur reingeklebt aussieht.
Stay tuned!

Modedesign-Studenten entwerfen Outfits aus tragbarer Technologie

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An der Rhode Island School of Design drehte sich in einem interdisziplinären Kurs alles um die Verbindung von Mode und Technologie. Die Studenten wurden aufgefordert, Ästhetik, Darstellung und Designs der neusten High-Tech-Materialien zu erkunden und tragbare Entwürfe damit zu entwickeln. So untersuchten die jungen Künstler und Designer die emotionalen Dimensionen dieser Interaktion von Tech-Materialien und der Mode. Denn in unserer ständig wachsenden digitalen Welt, in der das Smartphone immer in der Hosentasche steckt und Uhren unsere Herzfrequenz messen, ist es wichtiger denn je, ästhetische Verbindungen zu entwickeln. Am Ende des Projekts kamen Kreationen heraus, die elektronische Komponenten mit Couture verbinden: Sei es durch die Verwendung von moderner Fertigungstechniken wie den 3D-Druck, durch Mikroelektronik und smarte Stoffe oder durch die Verwendung von thermochromen Druckfarben.

Seht die Abschlussdesigns hier:

Ateliers im Garten – tolle Künstlerstudios hinterm Haus

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In Zeiten, in denen in allen großen Metropolen sowohl die Mieten als auch die Grundstückspreise mittlerweile so hoch sind, dass es immer schwerer wird, sie sich zu leisten, werden die Glücklichen mit einem Grundstück immer einfallsreicher, um dieses so gut es geht zu nutzen. Aus Gerätekammern oder Baracken werden Studios, Gäste-Wohnungen, Co-Working-Spaces oder ein sinnvoller Anbau zum Haus, wie das Haffenden Haus, das dort steht wo normalerweise die Garage ist, aber sehr viel mehr zu bieten hat, als nur einen Abstellplatz für das Auto. So wird hier im Garten ein Ort geschaffen, um Entspannung zu finden oder kreativ zu werden. Dezeen hat die besten „Garden Studios“ zusammen gestellt, die wir euch hier kurz vorstellen wollen. Angefangen mit dem „Hackney Shed“ vom Architekten Office Sian (oben im Bild), das im East-Londoner Viertel Hackney steht und ein ideales Gartenstudio zum Arbeiten ist, in das viel Licht durch die großzügige Verglasung fällt.