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James Pattersons neuester Roman zerstört sich nach 24 Stunden selbst

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Es wirkt ein wenig so, als hätte James Patterson Angst, dass niemand sein Buch ohne äußeren Druck zu Ende lesen würde. Der bekannte amerikanische Thrillerautor hat sich für sein neuestes Buch nämlich eine Masche ausgedacht, die die Spannungsschraube unabhängig vom Inhalt anzieht. “Private Vegas” zerstört sich nämlich nach 24 Stunden selbst. Wer es bis dahin nicht ans Ende geschafft hat, wird nicht erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Das Konzept stammt von der New Yorker Agentur Mother und beinhaltet zwei Versionen des (un-)entspannten Lesens. Zum einen gibt es eine App, auf der man das Buch lesen kann. Nach einem Tag, man ahnt es, löscht sie sich wieder. Während dieser nervenaufreibenden Stunden kann man zudem den Fortschritt von 1.000 gleichzeitigen Lesern in so etwas wie einem Lese-GPS verfolgen – Nägelkauen garantiert, auch wenn die Story dürftig sein sollte. Die zweite Version richtet sich an Abenteuerlustige mit gefülltem Portemonnaie. Für die stolze Summe von 290.038 Dollar wird ein glücklicher Höchstbietender an eine noch unbekannte Luxus-Location geflogen, isst eine 5-Gänge-Menü mit dem Autor und bekommt ein goldenes Fernglas, womit er das Buch aus sicherer Entfernung lesen darf bis es, ja, nach 24 Stunden in die Luft fliegt. Ein Sonderdienst der Feuerwehr ist übrigens auch vor Ort, um sich nach der Explosion um das Buch zu kümmern.

Recap: “Mémoire de Pétrole” – eine Reminiszenz an den Geruch von Benzin

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Ein Schritt in die Zukunft bedeutet immer auch einen Abschied. Und so zelebrierte Volkswagen bei seiner Einführung des e-Golf 1 im vergangenen Sommer auch den Abschied von der Tankstelle wie wir sie kennen. Denn dieser Ort, der zu Anfang großer Reisen angefahren wird, an dem der letzte Proviant besorgt wird, die Kaffeepause zwischendurch gemacht wird oder einfach schnell der Tank befüllt wird, dürfte für die meisten Menschen mit bestimmten Erinnerungen und Ritualen verbunden sein – und sei es auch nur der Geruch nach Benzin. Diesen Abschied auf dem Weg in die Zukunft der e-Mobilität feierte Volkswagen diese Woche nochmals mit einem ganz speziellen Event zur Fashion Week, das gemeinsam mit dem Sleek Magazine in der Berliner janinebeangallery veranstaltet wurde. Mit “Mémoire de Pétrole” enthüllte Volkswagen bei besten Drinks und kleinen Köstlichkeiten einen Duft, der die würzige Note des Kraftstoffs aufnimmt und von der Parfüm-Manufaktur Frau Tonis zu einem temperamentvollen Duft gestaltet wurde, der aus rein biologischen Inhaltsstoffen besteht. Diese Reminiszenz an den einzigartigen Benzingeruch ist nun in einer streng limitierten Auflage von nur 4000 Stück erhältlich und kann kostenlos in Form von einer 2ml Phiole bei  www.derduft.volkswagen.de bestellt werden. Eingebettet wurde die Enthüllung des Parfums in eine Ausstellung des Künstlers Attila Hartwig, dessen Fotostrecke “Pétrole“ die schillernde Schönheit von Benzin auf Asphalt festhält und der gemeinsam mit dem Sleek Magazine auch die Kampagne zu “Mémoire de Pétrole” gestaltete. Unsere Impressionen vom Launch Event findet ihr nach dem Jump.

Moustaches – von den Höhen und Tiefen der Bartkultur

11ea650a 710b 11e4 81a7 005056b70bb8 620x412 Moustaches – von den Höhen und Tiefen der Bartkultur

Er zierte schon immer die Visagen von Bösewichten, Gaunern und Verbrechern, aber auch Exzentriker und Charismatiker schmückten sich stets gerne mit einem ordentlichen Schnurrbart. Was bei Charlie Chaplin, den Daltons, Albert Einstein oder aber dem einzig wahren Magnum jedoch beständiges Markenzeichen war, ist längst wieder zum modischen Accessoire geworden, wie jüngste Gelegenheits-Bartwüchse von George Clooney, Brad Pitt und Jude Law zeigen. Fest steht, der Schnauzer ist wieder da und das nicht nur als wohlgeformter Bart auf der männlichen Oberlippe. Vielmehr eroberte der Moustache zuletzt als gefälliger Print die ganze Bandbreite von Kitsch, Klimbim und Firlefanz und fand sich auf T-Shirts, Tassen, Kissen und Kettchen wieder. Höchste Zeit also, zur vollkommenen Form des Schnurrbarts zurück zu kehren und sich einer gepflegten Bartkultur zu widmen. Doch die Fehlerquellen beginnen bereits beim Bartwuchs, denn ein zaghaftes Milchbärtchen ist definitiv nicht angesagt. Aber auch wo Statur und Wuchs sich stimmig zeigen ist Bedacht geboten, denn allein mit der richtigen Pflege macht der Schnurreck wirklich was her, wie die wiederentdeckte Grooming Kultur rund um den Bart beweist. Letztlich aber ist alles eine Frage des Stils, denn ob nun als fein gezogenes Oberlippenbärtchen wie es der Schauspieler Clark Gabel trug, als kompakter, buschiger Schnauzer wie er ewiglich mit Magnum in Verbindung stehen wird, oder aber als gezwirbeltes Meisterwerk, wie es seinerzeit der Künstler Salvador Dali trug – ein wahrer Schnurrbart fungiert nicht allein als modisches Beiwerk, sondern zeigt zugleich eine Haltung auf. Diese mag zutiefst maskulin, ironisch oder ganz und gar exzentrisch sein, doch sie enthebt sich bewusst schnelllebiger Modeerscheinungen.

Band of Outsiders Fall/Winter 2015

Slide111 620x465 Band of Outsiders Fall/Winter 2015

“The Great American Hardwear Store“ dient nicht nur als Backdrop des Lookbooks der kommenden Band of Outsiders Kollektion, auch inhaltlich ließ sich Designer Scott Sternberg von nostalgischen Motiven des Handwerker Daseins inspirieren, die er mit Momenten eines gepflegten 50er Jahre Outfits verbindet. So finden sich Overalls und Pullover mit aufgesetzten Taschen wie auch Strick Elemente und Holzfäller Muster in der Linie, die sich in ihrer Zitation ikonischer Retro-Designs ausgesprochen avantgardistisch gibt und so einen gewissen Vorstadt Mief in modische Extravaganz verwandelt.

“Sweatshop – Dead Cheap Fashion“

sweatshop 620x413 “Sweatshop – Dead Cheap Fashion“

Dieser Tage dreht sich in Berlin als um die Mode, doch nicht nur zur Berlin Fashion Week bloggen etliche Modebegeisterte über neue Kollektionen, Kooperationen und limited Editions ihrer Lieblingslabels und Designer, so auch wir. Dass bei der Produktion eines Großteils der Kleidungstücke längst nicht alles so glänzend aussieht, wie es im Rampenlicht der großen Laufstege oder in den schillernden Werbekampagnen erscheint, dürfte inzwischen selbst den meisten Konsumenten bewusst sein. Dennoch verschließen wir unsere Augen immer wieder bereitwillig, wenn das nächste Schnäppchen gemacht werden kann. Entgegen einer Kultur des Wegsehens konfrontiert die Dokumentarreihe “Sweatshop – Dead Cheap Fashion“, die bereits 2014 von der norwegischen Tageszeitung Aftenposten produziert wurde und inzwischen mit englischen Untertiteln vorliegt, drei Modeblogger mit dem Alltag in einer kambodschanischen Textilfabrik. Mit reichlich Naivität ausgesattet gehen die drei jungen Norweger ihr Abenteuer an, das in vielen Tränen und bitteren Erkenntnissen endet.