Ausstellung „Are We Having Fun?“ in der 95 Gallery

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Schon seit einigen Jahren stellen Pointer Footwear und das Berliner Lodown Magazine gemeinsame Projekte auf die Beine. Nun, da Pointer sein 10-Jähriges Bestehen feiert, initiiert man gemeinsam eine Ausstellung, die sich dem Thema Spaß widmet. Von Lodown-Gründer und Herausgeber Thomas Marecki kuratiert, zeigt die 95 Gallery während des Gallery Weekends vom 2. bis 4. Mai die Auseinandersetzung internationaler Künstler mit dem Thema einer guten Zeit. Spaß? Ja klar, denkt man im ersten Moment, den haben wir doch. Jedoch löst die Fragestellung vor dem Hintergrund dystopischer Entwürfe einer Spaßgesellschaft wie beispielsweise in David Foster Wallace „Unendlicher Spaß“ einen inneren Zweispalt aus: „Unsere Gesellschaft, vor allem unsere westliche Spaßgesellschaft, hat den Spaß zu einer sinnentleerten Form gemacht. Es ist das Zeitalter der ‚LOL CATS‘ geworden“, drückt es Marecki aus und fährt fort, „Unreflektierter Spaß bestimmt das Gros unserer Kommunikationskanäle und führt zu Zuständen wie in Huxleys oder Orwells Dystopien, sprich: Ironie wird nicht mehr verstanden. Das ist dann auch einfacher für die Maschinen, die uns kontrollieren.“ Einen Zustand, den es zu hinterfragen gilt. Clemens Behr, Jårg Geismar, Doppeldenk, Manuel Bürger, Ill Studio, Manuel Osterholt, Zhivago Duncan, Vera Kunz und Thomas Marecki selbst gehen in heterogenen Arbeiten der Spaß-Diktatur auf ganz eigene, teils humoristische Weise auf den Grund. Humor war bei der Auswahl der Künstler ein bedeutendes Kriterium, so Marecki, denn für ihn „ist Humor der Schlüssel zur Selbstaufgabe und trägt zur Autonomie des Kunstwerks bei.“

Splitter: Clemens Behr im Gestalten Space

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Clemens Behrs Kunstwerke erscheinen wie eine futuristische Ausformulierung des Objet trouvé. Collagenartig setzt der Künstler Fundstücke wie Pappkartons, Spanplatten und Holz zusammen und bewegt sich damit in der Tradition von Marcel Duchamp und Kurt Schwitters. Seine meist raumgreifenden, kubistisch anmutenden Installationen erhalten durch die Zusammensetzung aus verschiedenen, oft bereits benutzten oder gar abgenutzten Materialien eine brüchige Erscheinung.

Für die Ausstellung „Splitter“ im Gestalten Space konzipiert Clemens Behr eigens Installationen für den Raum. Zudem wird eine Auswahl seiner letzten Arbeiten präsentiert. Die Eröffnung ist am 13. Juni ab 18 Uhr.

Ausstellung: Clemens Behr & Nural Moser im Stattbad

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Clemens Behrs Werke sind tief verhaftet in seiner Umwelt: Im urbanen Raum, aber auch in den Innenräumen findet der Berliner Künstler seine Materialien, die er in seinen anschließenden Arbeiten ihren Kontexten entreißt und in neue einfügt. Sperrplatten, Rohe, Bausteine und andere Materialien greifen auf einmal in einander über, um seine Installationen wie eine Assemblage zu arrangieren. Dann wieder greifen seine Installationen in andere Medien über, wenn er etwa mit 44flavours zur Gruppenschau lädt. Den meisten Berlinern werden aber vermutlich vor allem seine unverkennbaren, eigenständigen Installationen sein, die wie gemalte Abstraktionen in ihrer dreidimensionalen Ausführung erscheinen, und die mit Faltsystemen arbeiten – sei es in der Neonchocolate Gallery oder auf Berliner U-Bahnhöfen. Für seine neue Ausstellung „Rauminstallation mit Pumpe (und andere Sachen)“, die im Stattbad zu sehen sein wird, hat sich Clemens Behr mit Nural Moser zusammengetan.

100 Berliner Künstler: Neonchocolate Gallery startet das Buch-Projekt „BERLIN WHAT?“

Wir haben euch ja schon vor einigen Wochen über das Kickstarter-Projekt „Urban Air“ berichtet und jetzt hat uns ein weiteres neugierig gemacht, das seine Wurzeln in Berlin hat: BERLIN WHAT?„, ein einmaliges Projekt der Neonchocolate Gallery, bei dem 100 Berliner Künstler zusammenkommen, um ihre gesammelten Arbeiten in einem gemeinsamen Buch  herauszubringen und anschließend außergewöhnliche Kunstausstellungen und Events weltweit zu veranstalten. Ob Illustrationen, Malerie, Fotografie oder Urban Art – „BERLIN WHAT?“ vereint diese und weitere Bereiche der Kunstszene und spiegelt so den Zeitgeist der Berliner Kunst wider.

Nach dem Jump haben wir weitere Infos zu dem Kickstarter-Projekt für euch:

Opening: Clemens Behr in der Neonchocolate Gallery

Ob auf dem Berlin Festival oder anderen Ausstellungen gemeinsam mit 44flavours oder auf dem U-Bahnhof mit einer seiner unverkennbaren Installationen, die wie gemalte Abstraktionen in ihrer dreidimensionalen Ausführung erscheinen, Clemens Behr hat seine unverkennbare Sprache in den nachträglich kolorierten Faltsystemen gefunden und war mit seinen plastischen Objekten bereits mehrfach bei uns zu sehen. Sonst jedoch vor allem im Zusammenhang mit Gruppenshows und -arbeiten tritt Berliner Künstler von Samstag an solo in den Vordergrund der Neonchocolate Gallery, um dort unter dem Titel „Broken Purposes“ ausgewählte Werke auszustellen. Statt der sonst kurzlebigen, ortsspezifischen und nicht transportablen Installationen sehen wir Clemens Behr hier von einer anderen, neuen Seite.

In Bildern: Berlin Festival & Art Village 2012

Am frühen Sonntagmorgen fand nach etwas mehr als zwei Tagen das ausverkaufte Berlin Festival 2012 im Club Xberg sein Ende, nachdem seit Freitag rund 20.000 Besucher für die internationalen DJs, Sänger und Bands auf das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof und in den Abendstunden in den Club Xberg auf dem Arena-Areal in Treptow gepilgert waren. Machten Wetter und Sound zwar nicht immer mit, haben wir uns in den über 30 Festivalstunden Live-Auftritte von FriendsGrimesSigur RósMiike Snow, The Killers, WhoMadeWhoBonaparteSizarrFranz FerdinandPaul Kalkbrenner, SBTRKT, Modeselektor und einigen anderen angesehen (hier hatten wir euch vorab unsere Highlights zusammengestellt). Als Medienpartner des Art Village 2012 haben wir uns natürlich auch hier zwischen den Bühnen umgesehen – nachdem am Freitag hier die ersten Striche auf dem zentralen Ausstellungsplatz gezogen und die ersten Holzstücke zurecht geschnitten wurden, bekamen wir am Samstagabend die vollendete Vielfältigkeit der teilnehmen Künstler, darunter 44flavoursKLUB7EMESSClemens BehrJust sowie Various&Gould, zu sehen.

Wir haben das Art Village und Berlin Festival 2012 in Bildern festgehalten.

Letzte Chance: 44flavours & Freunde „The Solution Is Irrelevant“ im Epicentro art

Die Lösung ist irrelevant. Was zählt, ist der Weg dorthin. Mit diesem Credo im Rücken haben 44flavours, der Installationskünstler Clemens Behr, die Filmdirektoren Pol Ponsarnau und Yves Kasten, die Musiker Robot Koch, Sneaky, Lars Kirchbach und der Spoken-Word-Künstler RQM Ende August einen Minitiaurzug auf die Reise durch ihre multimediale Performance, die wir hier angekündigt haben, geschickt und bewiesen: Spannend kann das Ergebnis auch ohne Ziel sein. Töne, Bewegungen, Worte und Bilder griffen ineinander und formten in der Performance ein Gesamtkunstwerk, bei der das eine Medium das andere ergänzte. Nur noch bis morgen könnt ihr euch die Dokumentation und Installtionen in der Ausstellung “The Solution Is Irrelevant“ im Epicentro art in der Karl-Marx-Allee ansehen.

Einen Eindruck von dem Eröffnungsabend sowie das Performance-Video bekommt ihr außerdem nach dem Jump.

Verlosung: Art Village Paket: 1×2 Tickets für das Berlin Festival & Kunst von 44flavours und KLUB7

Was wäre Berlin ohne seine Vielseitigkeit, ohne seine Neuentdeckungen, Geheimtipps, aber auch die großen Berühmheiten, die die Stadt an der Spree mit vibrierendem Leben beschenken?! Was für Sehenswürdigkeiten, Bars, Clubs und Konzerthallen gilt, trifft nicht weniger auf die Galerien, Museen und Wände zu: Urban und Street Art, Graffiti und eine junge Kunstszene blühen ebenso wie ihr musikalisches Gegenstück. Weil auf einem Festival hier zur Musik demnach unbedingt auch die Kunst gehört, präsentiert sich das Berlin Festival am 07. und 08. September zum zweiten Mal mit eigenständiger Kunstplattform: dem Art Village. Die mehr als 60 Street und Urban Artists aus dem In- und Ausland wollen auch wir unterstützen und sind deswegen stolze Medienpartner des Art Village 2012. Davon sollt auch ihr profitieren und so haben wir euch ein ganz besonderes Art Village x ArtSchoolVets-Paket geschürt: Gewinnt nicht nur 1 x 2 Tickets für das Berlin Festival, sondern auch zwei Prints von unseren Freunden von 44flavours und KLUB7, die ebenfalls mit von der Kunstpartie sind.

Mehr über die Verlosung und das Art Village 2012 erfahrt ihr nach dem Jump.

Opening: 44flavours „The Solution Is Irrelevant“ im Epicentro art

„Der Weg ist das Ziel“ – oder um es weniger pathetisch in den Worten des Berliner Künstlerduos 44flavours auszudrücken: „The Solution Is Irrelevant„. Die Botschaft des Titel der neuen Ausstellung im Epicentro art, die am Donnerstag eröffnet, ist deutlich: Nicht das Ziel, nicht die Lösung, sondern die Suche, die Schaffensphase sowie der kreative Prozess sind entscheidend, sowohl in der Kunst als auch im Leben. Während der Vernissage werden die Räume in der Karl-Marx-Allee dafür in ein multimediales und interdiszplinäres Labor verwandelt, in dem ohne vorbestimmte Ordnung oder Drehbuch Performance, Video Art, Design, Musik, Spoken Word, Sound Treatment, Skulptur, Malerei und Installation gleichzeitig zusammenwirken.

U-Bahn-Skulptur: Clemens Behr & Raby Florence Fofana „U1 Objekt“ (Video)

Die U1 gehört wohl zu den legendärsten U-Bahnlinien Berlins. „Schuld“ daran ist einerseits das gleichnamige Theaterstück „Linie 1″ von Volker Ludwig, ebenso sehr jedoch auch unsere Gegenwart: Immer überfüllt, trifft hier Partyvolk auf Arbeiter, der Tourist auf den Einheimischen. Eine aktuelle Hommage an die zuletzt überirdische Linie stammt von dem Urban Artist Clemens Behr sowie dem Graphikdesigner Raby Florence Fofana und widmet sich ausnahmsweise mal nicht den Insassen der Züge, sondern den gelben Transportmitteln selbst. Eine zwei Meter große Skulptur mit dem Titel „U1 Objekt“ haben die beiden aus Aluminiumplatten und Holz geschaffen, mit Raby Florence Fofanas Mustern bedruckt, von Clemens Behr zusammengebaut, um auf Rollen gesetzt zu werden – fertig ist die beräderte Kunstbahn.

Wie sich die Plastik neben ihrem Vorbild macht, seht ihr im atmosphärischen Video nach dem Jump.

Von Berlin bis Tokyo: Installationen von 44flavours

Seit anderthalb Wochen ist die Berlin Fashion Week nun schon passé, einmal wollen wir jedoch noch zurückblicken – und das trotz des Namens nicht auf die Mode, sondern auf die Kunst, die nicht selten auch integrierter Bestandteil vieler Shows oder Messen war: So etwa auch 44flavours, die neben einer Druckaktion gemeinsam mit Anton Unai auf der Bread & Butter ebenso die Ethical Fashion Show im E-Werk mit einer großformatigen Installation farbenfroh bespielten.

Buntes Quadrat auf Stadtgrund: Clemens Behrs urbane Installationen

Was der deutsche Urban Artist Clemens Behr im Stadtraum installiert, ließe sich am ehesten als urbaner Konstruktivismus – wenngleich ohne die politischen Intentionen eines Kasimir Malewitsch – bezeichnen: Seine Ästhetik reduziert sich auf die grundlegenden geometrischen Formen in zumeist gleichmäßigen Farbflächen, deren Konstellation er wiederum variiert, um sie anschließend statt auf weißer Leinwand in urbaner Umgebung zu platzieren – ungeachtet, an welchem Ort, der Effekt ist immer ein überraschend poetisch-abtrakt-malerischer.