Ausstellungstipp: „Amy Winehouse: A Family Portrait“ in London

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„Being Jewish to me is about being together as a real family…It´s not about lighting candles and saying a bracha“ – diese Worte der Sängerin Amy Winehouse zeigen, wie sehr sie ihren jüdischen Wurzeln und der Tradition während ihres kurzen Lebens verbunden war. Anlässlich ihres zweiten Todestages hat Amys Familie nun dem Jewish Museum im Londoner Stadtteil Camden nun einen exklusiven Zugang zu früheren Bildern der Soul-Ikone zur Verfügung gestellt, mit denen das Museum vom 03. Juli bis 15. September 2013 eine Hommage-Ausstellung präsentiert. Nicht nur Bilder aus dem kurzen Leben der Sängerin werden hier zu sehen sein, sondern auch solche, die ihrer jüdischen Tradition, jüdischer Musik und der engen Bindung zu ihrer Familie gewidmet sind.

Recap: OM-D Photography Playground

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Einen Fotografie-Spielplatz hatte Olympus mit der Ausstellung „OM-D: Photography Playground“ in den ehemaligen Opernwerkstätten versprochen und genau das sollte sie halten. Am vergangenen Wochenende haben wir der Gruppenschau, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema „Raum und Kunst“ auseinandersetzt, einen Besuch abgestattet. Was die ausgewählten Künstler, unter ihnen Jeongmoon Choi, Martin Butler, Shan BlumeStarstylingNumen / For UseJulian CharrièreUnited Visual ArtistsTim John und Sven Meyer & Kim Pörksen, Speech und Zimoun, dabei kreiiert haben, um sich den Fragen nach dem Raum, der Kunst und ihrem Verhältnis anzunähern, könnte unterschiedlicher kaum sein. Was sie jedoch teilen: den Aufruf zur Partizipation, die Bewegungsmöglichkeiten innerhalb ihrer jeweiligen Fläche und die Multiperspektivität, die alle zusammen nie mit theorielastigem Aufbau, sondern vielmehr mit spielerischen Experimentiermöglichkeiten direkt erlebbar sind.

Wochenrückblick

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01. Wir verlosen 1x das auf lediglich 30 Stück limitierte Cheeta Shirt von Ucon. Mehr über das Berliner Label und das Hemd sowie wie ihr an dem Gewinnspiel mitmachen könnt, erfahrt ihr hier.

02. Aus dem „The Great Gatsby“-Soundtrack wurden in dieser Woche zunächst das gespannt erwartete Cover von Amy Winhouses „Back to Black“ durch Beyoncé und André 3000 sowie Jay-Zs Track „100$ Bill“. Außerdem könnt haben wir den Link zum Stream des gesamten Soundtracks.

03. Bei unserem Paris-Besuch in der letzten Woche haben wir wieder jede Menge fantastische Street Art eingefangen. Die Bilder seht ihr hier.

Recap: „MACHT KUNST“ – Aktion der KunstHalle

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Kunstvoll oder doch nur voller Kunst? – das ist die Frage, die man sich stellte, als man von der Aktion „MACHT KUNST“ der Deutschen Bank hörte, die am 06. April alle Berliner Künstler dazu aufrief, ihre Werke in die KunstHalle der Deutschen Bank zu bringen. Die Arbeiten sollten dann für 24 Stunden in der KunstHalle präsentiert werden. Weil die Schlange an Kreativen Berlinern gleich am ersten Tag ungeahnte Längen annahm, entschlossen sich die Veranstalter von „Macht Kunst“ dazu, aus einer Ausstellung gleich zwei zu machen. Auch die Preise für die besten Künstler wurden verdoppelt. Den Erstplatzierten winkte ein Stipendium, dotiert auf 500 Euro/Monat, den Zweit- und Drittplatzierten eine Einzelausstellung.

Wochenrückblick

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01. Mit dem Electronic Beats Festival in Bratislava haben wir unsere persönliche Festival-Saison gemeinsam mit iGNANT, i-ref, Dandy Diary, Mit Vergnügen & Co eingeleitet. Unseren Reisebericht und die Bilder findet ihr hier.

02. Zwei lang ersehnte Songs aus dem Soundtrack von Baz Luhrmanns „The Great Gatsby“-Verfilmung sind in dieser Woche erschienen: The xx haben „Together“ veröffentlicht sowie auch „Young and Beautiful“ von Lana Del Rey können wir ab sofort in voller Länge hören.

03. Raum und Kunst – die gerade eröffnete Ausstellung OM-D: Photography Playground“ in den ehemaligen Opernwerkstätten  lässt Künstler wie Jeongmoon Choi, Martin Butler, Shan Blume, Starstyling,Numen / For Use, Julian Charrière, United Visual Artists, Tim John und Sven Meyer & Kim Pörksen, Speech und Zimoun Fragen nach dem Raum aus künstlerischer Sicht stellen.

Carhartt „DIY“ Ausstellung München: Richard Gilligan fotografiert illegale Skateparks

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Bei dem Stichwort „DIY“ (Do It Yourself) denken wir in der Regel als erstes an jene Kleinkunst, die sich auf Kreativmärkten und Onlineplattformen wie etsy und dawanda ihre eigene, gebündelte Stimme geschaffen hat: Von Schmuck über Kleidung bis hin zu Möbeln und allem, was sich sonst noch selbst machen lässt, kommt hier einiges zusammen. Soweit so gut, der Begriff ist damit inhaltlich belegt. An unseren Verständnisgewohnheiten rüttelt Mitte des kommenden Monats jedoch der irische Fotograf Richard Gilligan, denn am 17. Mai lädt er unter ebenjenem Titel „DIY“ in den Carhartt Store in München, um in den hier ausgestellten Arbeiten ein ganz anderes, ein sportlich-gesellschaftliches Konzept des Selbermachens vorzustellen, nämlich das von globalen Parallelwelten. Während es immer wieder, vor allem in Hinsicht auf Stadtentwicklungen, die sozialen Parallelwelten sind, auf die das öffentliche Auge blickt, widmet sich Gilligan jedoch einer Subkultur, die ihr Zuhause im Austragungsort ihres Sports findet: den Skatern und ihren selbst gebauten Skateparks.

Die Berliner Jahre: Ausstellung „A Tribute to David Bowie“

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Vor kurzem haben wir bereits von der Retrospektive „David Bowie is“ im Londoner V&A Museum berichtet. Nun bietet die Galerie Egbert Baqué Contemporary Art eine Berliner Alternative zu dieser Ausstellung mit dem Titel „A Tribute to David Bowie“. Der Galerist und Kurator der Ausstellung bezeichnet sich selbst als den Rocker unter den Galeristen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Musikszene seiner Jugendzeit in seinen Ausstellungen wieder aufleben zu lassen. Inmitten einer gemütlichen Altbauwohnung in der Fasanenstraße widmet sich die Schau mit Malerei, Zeichnung, Fotografie und kurzen Texten David Bowies Berliner Zeit in den siebziger Jahren.

Vorgemerkt: „OM-D: Photography Playground“ in den ehem. Operwerkstätten

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Chamäleonartig verwandeln sich die ehemaligen Opernwerkstätten unweit des Nordbahnhofs derzeit wieder: Nachdem das Gebäude im Januar noch zur Herberge der BOSS Show während der Fashion Week sowie deren Aftershowparty wurde, übernahm das um die Welt wandernde Pop-up-Restaurent Pret A Diner für einige Zeit die Räume, um unter anderen uns für unseren Cocktailcrashkurs eine Plattform zu bieten, aber auch um mit der Circleculture Gallery auch die Kunst ins Haus zu bringen. Bei der Kunst bleibt es nun erst einmal, denn die Opernwerkstätten verwandeln sich ab Freitag, den 26. April in einen Spielplatz, genauer gesagt: die Ausstellungsspielwiese „OM-D: Photography Playground“.

„Siehste, jeht doch!“: Die Meisterschüler von Arno Fischer

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„Das ist der absolute Knaller“ – wer kann das schon von seinen Werken behaupten?! Die Fotografin Anna Thiele kann sich mit diesem Lob zu einem ihrer Werke rühmen. Sie war neben anderen 31 Fotografen unter den letzten Meisterschülern des „bekanntesten Unbekannten unter Deutschlands Fotografen“, Arno Fischer. Unter dem Titel „Siehste, jeht doch“ zeigt das HAUS am KLEISTPARK noch bis zum 02. Juni eine umfassende Ausstellung der Meisterklasse.

Retrospektive im V&A: „David Bowie is“

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Anlässlich des Überraschungsalbums The Next Day von David Bowie haben es sich die Kuratoren Victoria Brookes und Geoffrey Marsh zur Aufgabe gemacht, die erste Retrospektive zum Leben der Londoner Musik-Ikone in einer umfassenden Ausstellung im Victoria & Albert Museum ins Leben zu rufen. Um diesem Mythos auf den Grund zu gehen, werden hier seit dem 23. März neben handgeschriebenen Texten des Künstlers, Originalkostümen seiner Auftritte, Fotografien, Film, Musikvideos, Bühnenbildern, Instrumenten Bowies und Illustrationen seiner Alben auch persönliche, nie zuvor gesehene Dinge, wie beispielsweise Tagebucheinträge des Musikers gezeigt.

XOOOOX Ausstellung „Vanish“ in der Circle Culture Gallery Hamburg

XOOOOX, Gamwe Omai, 2011, Öl, Kohle und Bleistift auf Leinwand, 300 x 300 cm

Mit seinen Porträts formte XOOOOX auf den internationalen Straßenwänden und in weltweiten Ausstellungsräumen seine eigene unverkennbare Handschrift. In schmalen Linien zeichnen sich bei dem Berliner Künstler die Gesichter und Körper von Models, die sich in Lebensgröße an den Hauseingängen, zwischen Graffitis, Plakaten und Werbeklebern, in Berlin, Hamburg, Rom und anderen großen Städten dieser Welt wiederfinden. Vermehrt erweitert XOOOOX aber auch seine Fashionista-Stencils um abstraktere Malereien, die die Circle Culture Gallery erstmals ab dem 05. April in Hamburg zeigen wird. Unter dem Titel „Vanish“ lösen sich hier auch immer wieder die Konturen auf den Untergründen auf, um Farbflächen langsam ineinanderfließen zu lassen oder Buchstaben als Wortfragmente darauf zu bannen.

Ausstellung: Clemens Behr & Nural Moser im Stattbad

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Clemens Behrs Werke sind tief verhaftet in seiner Umwelt: Im urbanen Raum, aber auch in den Innenräumen findet der Berliner Künstler seine Materialien, die er in seinen anschließenden Arbeiten ihren Kontexten entreißt und in neue einfügt. Sperrplatten, Rohe, Bausteine und andere Materialien greifen auf einmal in einander über, um seine Installationen wie eine Assemblage zu arrangieren. Dann wieder greifen seine Installationen in andere Medien über, wenn er etwa mit 44flavours zur Gruppenschau lädt. Den meisten Berlinern werden aber vermutlich vor allem seine unverkennbaren, eigenständigen Installationen sein, die wie gemalte Abstraktionen in ihrer dreidimensionalen Ausführung erscheinen, und die mit Faltsystemen arbeiten – sei es in der Neonchocolate Gallery oder auf Berliner U-Bahnhöfen. Für seine neue Ausstellung „Rauminstallation mit Pumpe (und andere Sachen)“, die im Stattbad zu sehen sein wird, hat sich Clemens Behr mit Nural Moser zusammengetan.

Wochenrückblick

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1. Mit sehr gut / very good zeigt der Hamburger Bahnhof derzeit eine umfassende Überblicksschau zu der Arbeit Martin Kippenbergers, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte. Wir haben die Ausstellung für euch besucht und berichten.

2. Mit ihrem neuen Blog 80DAYS nimmt uns Sara von FindingBerlin und DragstripGirl fortan mit auf ihre Reisen. Die ersten Trip-Berichte und das Konzept hinter 80DAYS haben wir euch hier genauer vorgestellt.

sehr gut / very good: Martin Kippenberger im Hamburger Bahnhof

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Mit „sehr gut / very good“ nimmt der Hamburger Bahnhof derzeit seine Besucher mit in die Welt des Martin Kippenberger: Anlässlich des 60. Geburtstages eines der bedeutenden deutschen Künstlers – der in dieses Jahr gefallen wäre, hätte sein exzessives Leben nicht 1997 ein frühes Ende genommen – zeigt das Berliner Ausstellungshaus einen umfassenden Überblick über die Arbeit von Martin Kippenberger – und über sein Leben. Damit wagen sich die beiden Kuratoren Udo Kittelmann und Britta Schmitz in ein Wechselspiel aus Leben und Arbeit, um es als voneinander untrennbare Grundlage in den Räumen zu zeigen, in denen normalerweise die Flick Collection zu sehen ist.

Animals you saw at Berghain: „After Hours“ Kurzfilm-Premiere & Ausstellung

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Wilde Tiere streunen durch die leeren Hallen des Berghains – der Kurzfilm „After Hours“ von Steffen Köhn und Phillip Kaminiak zeigt ein ungewöhnliches und zugleich irritierendes Bild. Noch nie zuvor hat der legendäre Berliner Techno-Club seine Pforten für eine Kamera geöffnet, doch auch das Publikum ist sonst ein anderes, das den Club bevölkert. Statt der Menschen sind es in „After Hours“ wilde Tiere, die mit den Zuschauern das leere, ehemalige Heizkraftwerk erkunden und eine Atmosphäre erzeugen, die fremder und surrealer kaum sein könnte. Sind die Mauern und monumentalen Räume zwar wohlvertraut, scheinen sie nun doch in einer vollkommen anderen Realität lokalisiert zu sein: „Wir entdecken den Ort mit ihnen, beginnen seine Dimensionen aus einer anderen als der gewohnten menschlichen Perspektive wahrzunehmen. Die Brutalität der Industriearchitektur trifft auf die Schönheit dieser scheuen Wesen.

Als Teil der Ausstellung „Kultur: Stadt, in der die Akademie der Künste am Hanseatenweg auch architektonische Modelle des Berghains und anderer zeitgenössischer Kulturtempel zeigen wird, wird der Film „After Hours“ nur dort zu sehen sein. Weitere Infos zur Ausstellung haben wir nach dem Jump zusammengefasst.

Henrik Vibskov Ausstellung in Paris: Nec Plus Ultra

Ob Runway oder Galerieraum, Henrik Vibskov unterscheidet für seine Arbeit nicht. Auf dem Laufsteg beginnt, was der dänische Designer, Musiker und Künstler außerhalb von ihm weiterführt – und umgekehrt. Bekannt für seine aufwendigen Show-Installationen, blickt die Mode bei ihm immer über seinen eigenen Tellerrand hinaus und findet sich im Kontext eines viel größeren Kunstwerkes wieder. Auf der letzten Men’s Fashion Week in Paris, in deren Rahmen Vibskov seine Herbst/Winter-Kollektion „The Stiff Neck Chamber präsentiert hat, stand etwa alles unter dem Motto des Titels einerseits, herabhängende Flamingo-Köpfe bestimmten das Laufstegbild andererseits. Im Anschluss daran beweist Henrik Vibskov aktuell ein weiteres Mal seine mulitmediale Vielfältigkeit, um nicht nur die Flamingos in den Ausstellungsraum zu überführen, sondern auch sein Thema in der Kunst weiterzudenken, denn seit Ende Februar zeigt die Galerie des Galeries Vibskovs unter dem Titel „Nec Plus Ultra“ seine erste Soloshow in der französischen Hauptstadt.

EPHEMERAL: JR, Shepard Fairey & Co im Circle Culture Temporary Space

Jaybo, Shepard Fairey, Katrin Fridriks, Kevin Earl Taylor, Stohead, André Saraiva, JR, XOOOOX, Aaron Rose, Lennart Grau, Olivia Steele, Marco Grassi aka Pho, Stefan Strumbel und Jonathan Yeo in nur einem Ausstellungsraum – die Künstler, deren Werke die Berliner Circle Culture Gallery derzeit in ihrem Temporary Space bei dem Dining-Club Pret A Diner zeigt, liest sich wie ein Auszug aus einer Liste der spannendsten, urban gebundenen Künstler der Gegenwart. Obwohl in ihrer Arbeit so aktuell und in den Städten, in unserer Gesellschaft und der Gegenwart so tief verwurzelt, ist das, womit sie sich in ihrer Werkschau auseinandersetzen, eines der ältesten Sujets der Kunstgeschichte und Literatur: der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Lebens.

Bye Bye, Mitte… C/O Berlin lädt zur Closing Party

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Wochen, dann verlässt das C/O Berlin nach fast sieben Jahren das Postfuhramt und beendet damit eine lange kulturbestimmte Ära in den backsteinernen Hallen an der Oranienburger Straße. Am Freitag, den 08. März, werden die Türen der Ausstellungsräume endgültig schließen, um sich für das C/O Berlin in dem neu gefundenen Amerika Haus als neues Zuhause im Herbst 2013 wieder zu öffnen. Der Abschied geschieht mit einem lachenden und einem tränenden Auge, denn nach den langjährigen Einsatz für das C/O Berlin, der Niederlage und der scheinbar endlosen Suche nach einem neuen Standort ist mit dem Amerika Haus in Charlottenburg nun ein sicherer, neuer Platz gefunden. Bevor es jedoch soweit ist, lädt das C/O am 09. März ab 21 Uhr in die leeren Ausstellungsräume zur großen Abschiedsparty.

Wochenrückblick

1. Wood Wood präsentierte in der letzten Woche auf der Copenhagen Fashion Week die Kollektion für Herbst/Winter 2013. Was unter dem Titel „THE CLUB“ dabei zu sehen war, zeigen wir hier.

2. Im alten Postfuhramt in Berlin ragt kurz vor dem Auszug des C/O Berlin derzeit Robert Montgomerys Lichtskulptur „ALL PALACES ARE TEMPORARY PALACES“. Dass seine Arbeit nicht nur schön aussieht, sondern auf welche Weise es im engen Kontext zu dem Gebäude steht, haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

3. Von Jeremy Scott und adidas Originals kommt für diesen Frühling eines der schönsten Lookbooks seit langem. Unter dem Titel American Indian werden die Highlights der aktuellen Kollektion dafür in der amerikanischen Wildnis gezeigt und beeindrucken mit weiten Ausblicken.

All Palaces Are Temporary Palaces: Robert Montgomery über den Dächern des C/O Berlin

Lichtskulpturen sind prinzipiell keine Ausnahme mehr in der Kunst und ebenso wenig eine Erfindung der zeitgenössischen Kunst. Nahezu jeder Messebesuch hat uns in den letzten Jahren mindestens zehn Arbeiten mit Neon passieren lassen. Warum also noch über die Arbeit mit Lichtern und mit Texten schreiben, wenn sie doch so omnipräsent sind und längst an Neuheitswert verloren hat?! Weil es immer wieder leuchtende Figuren im Pool der Lichtkünstler gibt. Jenny Holzer gehört zu ihnen, denn der Künstlerin gelingt es, innerhalb der Formenschranken immer wieder clevere Statements zu formulieren, gesellschafts- ebenso wie subjektkritisch zu sein – kurzum: mit nur wenigen Worten eigentlich viel mehr zu sagen und weitere Ebenen zu öffnen, auf Wissenschaft, Geschichte, Gesellschaft und soziale Bewegungen anzuspielen oder einfach nur zum Schmunzeln aufzufordern, wie die amerikanische Konzeptkünstlerin es mit „Protect Me From What I Want“ und unzähligen anderen Arbeiten bewies. Ein weiterer Künstler, der mit Holzer fraglos mithalten kann und der in Berlin im letzten Jahr für längere Zeit mit einer Ausstellung im Stattbad Wedding zu sehen war, ist der Schotte Robert Montgomery. Mit der Lichtskulptur „All Palaces Are Temporary Palaces“ thront er aktuell auch über der Oranienburger Straße auf dem Dach des C/O Berlin.

Paris Fashion Week: Henrik Vibskov „The Stiff Neck Chamber“ Herbst/Winter 2013

Mit seiner Herbst/Winter-Kollektion „The Stiff Neck Chamber“ brachte Henrik Vibskov in der vergangenen Woche wieder dänische Extravaganz auf die Paris Mens Fashion Week. Henrik Vibskovs wäre jedoch nicht er, wenn der Designer, Musiker und Künstler es bloß bei Prints und ungewöhnlichen Schnitten belassen würde und so verwandelte sich der Runway wieder in eine eigenständige Installation, die ihre Fortsetzung und Weiterentwicklung in seiner vom 27. Februar bis zum 04. Mai 2013 stattfindenden, ersten Pariser Soloausstellung in der Galerie des Galeries, „Neck Plus Ultra“, finden wird. Neben Vibskovs Prints, deren Highlight für uns der obige, gepunktete Anzug ist, sind in der Kollektion für Herbst und Winter 2013 außerdem das erste Mal die gestrickten Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der norwegischen Knit-Manufaktur Dale of Norway zu sehen, von der wir in Kürze noch mehr berichten werden.

Circleculture Pop-Up Space: „EPHEMERAL“ mit u.a. Shepard Fairey, JR, Jaybo & XOOOOX

 Mit einer neuen Ausstellung tut sich die Berliner Circleculture Gallery ein weiteres Mal mit dem temporären Dining-Club Pret A Diner zusammen, um neben dem um die Welt reisenden Restaurant-Konzpet abermals seine Auswahl an internationalen Künstlern zu repräsentieren. Waren es Anfang letzten Jahres noch etwa Stefan Strumbel und Olivia Steele, die in der Alten Münze ihre Kuckucksuhren bzw. Leuchtinstallationen zeigten, zieht die Essens-Kunst-Collab nun gemeinschaftlich in die Zinnowitzer Straße um und das mit einem beeindruckend erweiterten Programm. Unter dem Titel „EPHEMERAL“ werden hier nämlich ab dem 19. Januar in der von Johann Haehling von Lanzenauer kuratierten Schau 14 internationale Künstler, darunter Jaybo Monk, Shepard Fairey, JR, André Saraiva und Aaron Rose, ihre Arbeiten unter das Thema der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Lebens stellen:

Die Geister des Louvre: Comic-Ausstellung mit Enki Bilal (Video)

Es ist eine Premiere im altehrwürdigen Musée du Louvre: Der Comic hält Einzug in die historischen Räume und nimmt dabei Bezug auf einige der berühmtesten Werke, die in dem Pariser Museum ihr zu Hause haben. Als erster Comiczeichner wurde der populäre französische Vertreter seiner Zunft, Enki Bilal, eingeladen, seine Werke hier auszustellen, von denen man meinen könnte, dass sie neben den Berühmtheiten der Kunstgeschichte fehl am Platz schienen. Falsch gedacht. Vielmehr ist Bilal für seine Ausstellung „Die Gespenster des Louvre (Les Fantômes du Louvre)“, die seit dem 20. Dezember 2012 im Louvre zu sehen ist, zu den Schätzen der Museumssammlung zurückgegangen, um in ihren Fotografien die Basis seiner Werke zu finden. Denn die Klassiker sind den meisten bekannt, doch um sie ranken sich nicht selten Mythen, Geschichten, Vermutungen und Unklarheiten. Ebenhier, wo das Sichtbare der Werke sein Ende findet und keine Informationen mehr preisgibt, entstehen die Comics von Enki Bilal.

Ausstellung: WONDERFUL – Humboldt, Krokodil & Polke

„Kuriositätensammlung“ – was bedeutet das heute noch für die meisten von uns? Eine Zusammenstellung aus Ramsch, Kitsch, Nippes, kurzum: nutzlose, seltsam kuriose Dinge? Wer mit der Kunstgeschichre nicht nahe vertraut ist, mag zunächst vielleicht daran denken, doch was sich hinter dem langen Beinamen verbrigt, ist der Vorgänger und Usprung unseres heutigen Museusmwesens und stand seit dem 14. Jahrhundert für Wissensdrang und Bildung par excellence: Geschichte, Kunst, Natur und Wissenschaft sollten anhand von Naturalien, Artefakten, Kunst und Handwerk in einen universalen Zusammenhang gebracht werden. Was sich heute vielleicht zunächst nach eingestaubten Artefakten und Langeweile anhört, bringt uns in einer der wenigen Kunst- und Wunderkammern, mit denen der Privatsammler Thomas Olbricht in seinem Berliner Ausstellungshaus me Collectors Room die Tradition fortsetzt, zum Staunen: Ein ausgestopftes Krokodil hängt über den Köpfen der Besucher; zeitgenössische Künstler wie unter anderem Star-Fotograf David LaChapelle, der aktuell ebenfalls in der Supreme x 032c Workshop-Ausstellung vertretene George Condo, Sigmar Polke, Kris Martin, Ryan McGinness sowie Sam Taylor-Wood, von deren Kampagnenbilder für die Margiela x H&M-Kollektion wir zuletzt berichteten, wiederum überführen klassische Themen und ihren Wissenshunger auf zeitgenössiche Sujets. Die Seit Ende November laufende Ausstellung „WONDERFUL – Humboldt, Krokodil & Polke“ gibt damit einen Überblick über den erweiterten historischen Part sowie die zeitgenössischen Werke der Wunderkammer Thomas Olbrichts.

Kunst für den Weltuntergang: „The Last Show on Earth“ in der ATM Gallery

Morgen geht die Welt unter – wenn man den Abergläubischen und den Nostradamus-Prophezeiungen Glauben schenkt. Für alle Skeptiker, die sich trauen, dennoch Pläne für den 21. Dezember 2012 zu machen, eröffnet morgen Abend in der Eylauerstraße in Kreuzberg die ATM Gallery endlich wieder eine neue Gruppenausstellung: „The Last Art Show on Earth“. In der vermeintlich letzten Show auf Erden lässt die Galerie gleich die ganze Kunstgeschichte Revue passieren und präsentiert  „eine vielschichtige Auswahl der Höhepunkte künstlerischen Schaffens aus Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation, Illustration, Action Painting, Pop- und Urban Art.“ Mit dabei sind Arbeiten von unter anderem Just, Stephen Hiam, Various & Gould, Chrisse Kunst, EMESS, Thomas Naumann, Eliot, Jürgen Schwämmle, Dave the Chimp, Faith47, Darius Jones, Sp38, Pisa73, WK, Bonk!, SpY, 310 Squad, Börek und Prost.

„THE LAST ART SHOW ON EARTH“, Freitag, 21. Dezember 2012 ab 20 Uhr, ATM Gallery, Eylauerstraße 13, Berlin.