Wochenrückblick

1. Wir suchen ab Anfang April einen neuen Praktikanten bei ArtSchoolVets!, der Lust hat, uns für mindestens 3 Monate tatkräftig in der Online-Redaktion zu unterstützen und dabei viele neue, spannende Erfahrungen zu sammeln. Interessiert? Hier erfahrt ihr mehr. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

2. „Watch & Share“ hieß es in dieser Woche allernorts im Netz: Die Organisation „Invisible Children“ nutzt das Internet, um auf ihr neues Kampagnenvideo „KONY 2012″ und die dazugehörige Aktion aufmerksam zu machen, die sich der Bekämpfung eines einzigen Mannes verschrieben hat: Joseph Kony, seines Zeichens Anführer der Rebellengruppe Lord’s Resistance Army (LRA) und auf Platz 1 der Fahndungsliste des Internationalen Strafgerichtshofes. Warum Invisible Children dabei darauf setzen, den Gesuchten möglichst bekannt zu machen, erfahrt ihr hier.

3. Als Joe Goddard vor zwei Wochen nach Berlin kam, konnten wir ihn uns für ein Interview schnappen. Was der Hot-Chip-Sänger, Musiker bei The 2 Bears und Solokünstler über seine aktuellen Projekte zu erzählen hatte, lest ihr in unserem neuen Feature.

“HERE COMES THE NEIGHBOURHOOD”: Episode 3 mit Kenny Scharf

Das Filmprojekt “Here Comes The Neighbourhood” hatten wir euch hier bereits vorgestellt; nun ist die 3. Episode erschienen, in der Kenny Scharf zu dem riesigen Outdoor-Museum für Street Art, den Wynwood Walls, zurückkehrt, um ein bereits exsitierendes Werk zu erweitern, mit dem er sich an dieser Stelle 2009 verewigte. Dabei reflektiert er seine eigene Karriere als Künstler, sein Leben und die Entwicklung der Street Art von der New Yorker Graffitiszene in den achtziger Jahren bis zu ihrem heutigen Status als etbalierte und akzeptierte internationale Kunstbewegung:

He addresses the downside of art being treated as fashion, and articulates the importance of creating a project where the art itself is not for sale. Kenny also discusses the pros and cons of gentrification and how it relates to the Wynwood district.

Das komplette Video könnt ihr euch nach dem Jump ansehen.

„Here Comes The Neighbourhood“: Street Art für die Gemeinschaft

Kunst ist für jeden, nicht nur für eine Elite. Öffentliche Kunst kann urbane Gemeinschaften vereinen, gesellschaftliche (Un-)Ordnungen und das Leben in der Stadt positiv beeinflussen. Daran glauben die Macher von „Here Comes The Neighbourhood“, einem Dokumentarfilm in Kurzform. Die Gegend um Wynwood Miami haben sie sich dafür als Paradebeispiel auserkoren, denn eine Reihe an namhaften internationalen und lokalen Street Artists, Graffitikünstlern und Wandmalern haben hier sechs Lagerhallen und einen Parkplatz zum Outdoor-Museum umgestaltet. Was 2009 als eine urbane Vision von Tony Goldman und Jeffrey Deitch (Deitch Projects, MoCa Los Angeles) begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem bunten Outdoor-Museum an den Wynwood Walls, an denen sich Künstler wie Futura, Shepard Fairey, Kenny Scharf und OS Gemeos verewigt haben:

Video: „Daze with Kenny“

Das ABC Journal widmet sich in dem Kurzfilm „Daze with Kenny“ dem interessanten Treiben des renommierten Künstlers und Street Artist Kenny Scharf. Im Sommer diesen Jahres begleitet das Filmteam den Künstler für einige Tage, unter anderem bei der Fertigstellung einer Arbeit an der Bowery in Manhatten, wobei es eigentlich in diesem speziellen Fall weniger um Kenny Scharfs Kunst geht, als vielmehr dessen „Cosmic Cavern“-Parties.

Mittlerweile umfasst Scharfs Karriere 30 künstlerisch fruchtbare Jahre. Erste Popularität gewinnt er in den frühen 1980er Jahren in der New Yorker Kunstszene, gleichzeitig mit seinem guten Freund und Mitbewohner Keith Haring. Mit ihm zusammen startet er schließlich die zunächst noch „Cosmic Closet“-Parties: „At first the parties were held in their closet with black lights and trash found on the streets. Eventually outgrowing closets, the parties now take place in the basement of his Brooklyn studio. He let us check into his pre party rituals, painting himself and friends surrounded by literally piles and piles of costumes.“

Im Zuge dieses Beitrags berichtet das ABC Journal außerdem, dass Kenny Scharfs Tochter derzeit an der ersten vollständigen Dokumentation über die Karriere ihres Vaters arbeitet. Nähere Informationen zu diesem Projekt gibt es bei Kickstarter.

via Hypebeast

JR x Kenny Scharf x Hurrikan Irene

Nachdem der Hurrikan Irene nach allen Ankündigungen mehr ein laues Lüftchen war, blieb er natürlich dennoch nicht ganz ohne Folgen. Wie zum Beispiel für das JR Mural an der populären Ecke Bowery und Houston. Dort durften sich ganz legal bereits namenhafte Künstler wie Barry McGee, Shepard Fairey, Os Gemeos, Keith Haring und zuletzt Kenny Scharf verewigen. Dessen Arbeit scheint nun durch das von JR darüber angebrachte Pasting hindurch, nachdem Irene dieses ordentlich durchweicht hat. Die Einen finden es etwas skandalös und ob JR seine Arbeit nun noch einmal erneuern wird, wird fraglich. Dabei sieht die schwarzweiß Fotografie mit etwas Farbe gar nicht mal so schlecht aus.

Die Arbeiten beider Künstler im Normalzustand gibt es nach dem Jump…

Shepard Fairey „Peace Elephant“ Mural an der West Hollywood Library

Im kommenden Herbst eröffnet die neue West Hollywood Library in Los Angeles. Drei der großen Street Art Legenden wurden eingeladen, drei der Wände der Bibliothek zu gestalten. Shepard Fairey präsentiert nun sein fertig gestelltes Wandbild „Peace Elephant“, das größte welches er bisher je geschafft hat, mit einer Größe von etwa 21 Metern in der Höhe und etwas über 32 Metern in der Breite. Um dieses gewaltige Bild mit Hilfe seines Teams fertigzustellen, brauchte es ganze sechs Tage, mit je 12 bis 16 Stunden Schichten.

Im Weiteren haben sich Kenny Scharf und Retna mit je einem spezifischen Mural verewigt. Einige Eindrücke gibt es nach dem Jump…

Video: Kenny Scharf x Liu Bolin in New York

YouTube Preview Image

Bereits vor einigen Tagen hatten wir euch das neueste Projekt des chinesischen Künstlers Liu Bolin vorgestellt, sich in das Mural von Kenny Scharf an der Ecke Bowery und Houston, in New York hineinzumalen. Ein neues Video gibt nun einen Einblick in das Making-Of der ersten live painting performance und urban camouflage Bolins in den USA und vermittelt eine ungefähre Ahnung von allem Aufwand und Arbeit drumherum, damit das Ergebnis am Ende schließlich von Erfolg gekrönt ist.

via Wooster Collective

Kenny Scharf x Liu Bolin in New York

Seit ungefähr drei Jahren beeindruckt der chinesische Fotograf, Bildhauer und Performancekünstler Liu Bolin mit seinen Urban Camouflage Bildern und hat sich mit diesen einen Namen gemacht. Auf den Bildern schafft er es sich mit entsprechender vorheriger Bemalung, chamäleonartig in seine Umgebung einzufügen und nahezu zu „verschwinden“. Nun ist Bolin für eine gemeinsame Arbeit mit dem ikonischen Street Artist und bildenden Künstler Kenny Scharf in New York zusammengekommen.

Zustande kam das Treffen durch den Einsatz des Wooster Collectives. Die sprachen kürzlich mit Eli Klein, der Galeristin Bolins, wie großartig es wäre wenn sich Bolin in eines von Kenny Scharfs Murals, an der Ecke Bowery und Houston, in New York malen würde. Gesagt getan und einige Monate später wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Bolin kam von China nach New York und wurde von seinem Assistenten und schließlich Kenny Scharf selber, vor dessen Mural bemalt.

Einen ersten Eindruck wie das noch nicht veröffentlichte endgültige Ergebnis aussehen könnte und ein paar Making-Of Bilder gibt es nach dem Jump…