Minka Inhouse: Design in Handarbeit

minka inhouse 620x467 Minka Inhouse: Design in Handarbeit

Gibt es in unserer Welt, in der die Industrialisierung derart fortgeschritten ist, dass Handarbeit manch einem als nostalgischer Irrsinn erscheinen mag, noch eine realistische Zukunft für diese? So lange es Herzensprojekte wie das der Designerin Fran Aldea gibt, definitiv! Nach ihren ersten frustrierenden Erfahrungen in großen Verkaufshäusern begab sich die junge Chilenin in Santiago auf die Suche nach ortsansässigen Handwerkern und Künstlern, die ihr nach ihrem Designstudium das praktische Handwerk und den Umgang mit ihren liebsten Materialien – Keramik und Wolle – beibringen konnten. Gemeinsam mit diesen Experten und Liebhabern traditioneller Handwerkskunst gründete Fran Aldea das Label “Minka Inhouse” und produzierte eine erste Linie handgefertigter Gegenstände wie Vasen und Decken, die auf althergebrachten Techniken beruhen. Der Begriff “Minka” stammt originär aus dem Kulturraum der Anden und bezeichnet ein kollektives Projekt, dass einen gemeinschaftlichen Nutzen bringt. Dieser Gedanke steht auch hinter Aldeas Idee, die mit “Minka Inhouse” das traditionelle Kunsthandwerk und die heimische Produktion sichern will, um damit nicht nur ihren Vertretern eine Arbeit zu bieten, sondern auch dieses enorme Wissen weiterzutragen. Um dieses Projekt auf die Beine zu stellen und in die Produktion gehen zu können, suchen Fran Aldea und ihr Team derzeit Unterstützung via Kickstarter. Ein Drittel der Summe ist bereits beisammen und für alle großzügigen Spender stehen natürlich schöne Dankesgeschenke aus der hauseigenen Linie bereit.

“Otto”: Die hackbare GIF Kamera

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 Unter all den technischen Spielereien, die uns tagtäglich von kreativen Tüftlern oder rein kommerziell denkenden Monsterkonzernen angepriesen werden, finden sich neben diversen unnützen Apparaturen manchmal doch kleine Trickkisten. Daher verwundert es auch nicht, dass das Kickstarter Projekt dreier technikaffiner Freunde aus Oakland schon jetzt ausreichend zahlende Verfechter gefunden hat, denn das Trio hat eine Kamera entwickelt, die per Kurbeldrehung neben normaler Videos und Fotos wunderbar bewegte GIFs hervorbringt und sich überdies von hackfreudigen Nutzern um jede erdenkliche Hardware erweitern lässt. “Otto” lautet der charmante Name des innovativen Fotoitems, das eigentlich ganz simpel funktioniert: Mit der Drehung des an der Kamera befindlichen Rädchens werden Schnappschüsse getätigt, die am Ende zu einem animierten GIF verschmelzen. Damit dieses auch in der Social Media Sphäre seine Verbreitung findet, schickt “Otto” das fertige Werk per WLAN an das Smartphone oder Tablet, von wo aus es anschließend nach Lust und Laune geteilt werden kann. Wem das noch nicht genug an kreativen Möglichkeiten offenbart, der kann außerdem selbst Hand anlegen: Nicht nur lassen sich der Kamera per App die unterschiedlichsten Aufnahmemodi zuspielen, auch können experimentierfreudige Tüftler die Hardware des Gerätes mithilfe einer Arduino-basierten Leiterplatte beliebig erweitern. Noch bis zum 14. Juni läuft die Crowdfunding Kampagne über Kickstarter, wo man sich durch entsprechende Beteiligung auch gleich sein Modell sichern kann.

Lomography: “Lomo’Instant” Kamera

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Man mag sich vielleicht fragen, warum inzwischen auch gestandene Unternehmen wie Lomography auf Kickstarter zurückgreifen – ging es bei der Plattform doch einst um die Unterstützung und den Launch junger, kreativer Projekte – und doch spricht der Erfolg der Kampagne für sich. Denn bereits innerhalb des ersten Tages der Kickstarter Aktion wurde das Gesamtziel von 100.000 $ mit einer tatsächlichen Crowdfunding Summe von über 260.000 $ weit übertroffen. Finanziert wird hierbei die Produktion der “Lomo’Instant“ Kamera  – eine Sofortbildkamera, die durch vielseitige Features besticht. Der neuartige Apparat kommt im charmanten Retrodesign sowie in vier verschiedenen Farben daher und passt dank seiner bescheidenen Größe in jede noch so kleine Tasche. Das eingebaute Weitwinkelobjektiv sowie die zur Auswahl stehenden Aufnahmemodi und die unterschiedlichen Farbfilter bieten außerdem diverse Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung und bleiben damit dem Ansatz der Lomography Community treu. Denjenigen, die das Kickstarter Projekt mit einer Finanzspitze fördern, winken selbstverständlich auch einige vielversprechende Belohnungen aus dem Lomography Sortiment sowie ein vergünstigter Early Bird Tarif, mit dem die voraussichtlich im November erscheinende Instantkamera vergünstigt erstanden werden kann.

The Day I got My Surgery: “Arianna” über Intersexualität

adriana The Day I got My Surgery: “Arianna über Intersexualität

Etwa 3 Millionen Menschen auf dieser Welt (was knapp der Einwohnerzahl Berlins entspricht) sind von der genetischen und/oder anatomischen und hormonellen Bestimmung her weder männlich noch weiblich. Intersexualität ist damit wesentlich häufiger als “man“ im Allgemeinen annehmen will und doch ist es nach wie vor ein Thema das weitgehend ignoriert und tabuisiert wird. Diese Ignoranz bekam auch Arianna zu spüren, die als Jugendliche selbst entdecken musste, dass ihre Eltern sie im Alter von drei Jahren einer Geschlechtsoperation unterzogen, um sie von der störenden Differenz zu ihrem weiblichen Körper zu befreien. “The day I got surgery they made me the little girl they wanted, the girl I was not.“ So erzählt Arianna im Trailer zum Film, der sich dem persönlichen Schicksal und darüber der Historie und der nach wie vor bestehenden Tabuisierung und Stigmatisierung von Intersexualität widmet. Hinter dem Filmprojekt, das derzeit über Indigogo nach finanzieller Unterstützung sucht, steckt der Regisseur Carlo Lavagna, der bereits für Nowness, DazedDigital und die New York Times arbeitete. Einen ganz und gar großartigen Trailer zum Film “Arianna” findet ihr nach dem Jump.

Sk8face: The Evolution of Skateboard Art and Graphics

sk8face Sk8face: The Evolution of Skateboard Art and Graphics

Bereits 2008 stellte Matt Bass den Trailer zu seinem Dokumentarfilm “Sk8face“, der die Geschichte von Skateboard Art und Graphics nachzeichnet, vor. Inzwischen hat der Regisseur über 60 legendäre Pro Skater und Künstler – darunter Mark Gonzales, Shepard Fairey, Tony Hawk und Tommy Guerrero – interviewt und Unmengen an Footage für seine Dokumentation zusammengetragen. Um den Film nun in seine finale Form zu bringen, sammelt Bass derzeit über Kickstarter Mittel für das Editing, Animationen, Rechtekauf und Mastering. Natürlich wird jede milde Gabe durch unterschiedliche Präsente – wie DVDs des Films, limitierte und handsignierte Decks oder T-Shirts – entlohnt. Den Trailer zu “Sk8face“ findet ihr nach dem Jump, zur Kickstarter Aktion gelangt ihr hier.