The Day I got My Surgery: “Arianna” über Intersexualität

adriana The Day I got My Surgery: “Arianna über Intersexualität

Etwa 3 Millionen Menschen auf dieser Welt (was knapp der Einwohnerzahl Berlins entspricht) sind von der genetischen und/oder anatomischen und hormonellen Bestimmung her weder männlich noch weiblich. Intersexualität ist damit wesentlich häufiger als “man“ im Allgemeinen annehmen will und doch ist es nach wie vor ein Thema das weitgehend ignoriert und tabuisiert wird. Diese Ignoranz bekam auch Arianna zu spüren, die als Jugendliche selbst entdecken musste, dass ihre Eltern sie im Alter von drei Jahren einer Geschlechtsoperation unterzogen, um sie von der störenden Differenz zu ihrem weiblichen Körper zu befreien. “The day I got surgery they made me the little girl they wanted, the girl I was not.“ So erzählt Arianna im Trailer zum Film, der sich dem persönlichen Schicksal und darüber der Historie und der nach wie vor bestehenden Tabuisierung und Stigmatisierung von Intersexualität widmet. Hinter dem Filmprojekt, das derzeit über Indigogo nach finanzieller Unterstützung sucht, steckt der Regisseur Carlo Lavagna, der bereits für Nowness, DazedDigital und die New York Times arbeitete. Einen ganz und gar großartigen Trailer zum Film “Arianna” findet ihr nach dem Jump.

Sk8face: The Evolution of Skateboard Art and Graphics

sk8face Sk8face: The Evolution of Skateboard Art and Graphics

Bereits 2008 stellte Matt Bass den Trailer zu seinem Dokumentarfilm “Sk8face“, der die Geschichte von Skateboard Art und Graphics nachzeichnet, vor. Inzwischen hat der Regisseur über 60 legendäre Pro Skater und Künstler – darunter Mark Gonzales, Shepard Fairey, Tony Hawk und Tommy Guerrero – interviewt und Unmengen an Footage für seine Dokumentation zusammengetragen. Um den Film nun in seine finale Form zu bringen, sammelt Bass derzeit über Kickstarter Mittel für das Editing, Animationen, Rechtekauf und Mastering. Natürlich wird jede milde Gabe durch unterschiedliche Präsente – wie DVDs des Films, limitierte und handsignierte Decks oder T-Shirts – entlohnt. Den Trailer zu “Sk8face“ findet ihr nach dem Jump, zur Kickstarter Aktion gelangt ihr hier.

Ototo: Experimentelle DIY Sythesizer

8b20bacc08306011199da1dab8a21eba large1 Ototo: Experimentelle DIY Sythesizer

Schon mal versucht, mit einer Aubergine Musik zu machen? Oder vielleicht doch lieber mit einem Salatkopf oder der halb vertrockneten Zimmerpflanze auf dem Fensterbrett? Hinter der Idee, die sich anfangs eher nach albernem Slapstick anhört, verbirgt sich das musikalische Kickstarterprojekt der Londoner Designcompany Dentaku und dem Kunstunternehmen Near Now, die jetzt eifrig nach Sponsoren für die Umsetzung ihres Projekts suchen. Ototo, so der Name des Produktes, erlaubt uns jeden beliebigen Alltagsgegenstand, vom Luftballon über die Bratpfanne bis hin zur Banane, in ein Instrument zu verwandeln. Ein PCB Sythesizer und ein Sampler stecken in dem kassettenförmigen Gerät und erlauben uns, die Klänge entweder direkt aus der kleinen Box heraus zu erzeugen oder durch Anschluss an einen leitfähigen Gegenstand unser eigenes Instrument zu kreieren. Hinter Dentaku stecken die beiden Designer Yuri Suzuki and Mark McKeague. Ototo, ihre erste Produktentwicklung, ist aus der Idee heraus entstanden, mehr Menschen dazu anzuregen, mit elektronischer Musik zu experimentieren. In diesem Sinne hoffen wir, dass bald alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und die Produktion startet. Dann können wir unseren Freunden nämlich auf dem Gemüse-Piano vorspielen. Erste Klangexperimente findet ihr nach dem Jump.

Rubber Band Machine Gun

machinegun1 Rubber Band Machine Gun

Das Ziel seines Kickstarter Projekts zur Produktion der “Rubber Band Machine Gun“ lag bei 5.000 Dollar, doch Alex Shpetniy hat bereits in den ersten Tagen der Aktion über 35.000 Dollar eingespielt. Mit vierzehn Schüssen pro Sekunde und einem Ladevolumen von 672 Gummibändern legt das Gummiband Gewehr schon einiges vor. Der Mechanismus wird mit Batterien betrieben und der Korpus besteht aus Eichensperrholz, das in verschiedenen Farben erhältlich ist. Wer also noch ein etwas ausgefalleneres Weihnachtsgeschenk sucht, kann sich über Kickstarter für 95 Dollar bereits die Standard Version sichern. Aber vorsicht, wie die meisten aus der Schulzeit wissen – auch Gummibänder fetzen ordentlich auf der Haut. Und die jungenhafte Waffenromantik im zugehörigen Film irritiert dann doch ein wenig.

Trailer: “Gennadiy” von Steve Hoover

1eb06b708dafa81f31d4e27507f59fe1 large Trailer: Gennadiy von Steve Hoover

In letzter Zeit nehmen Kickstarter und Crowdfunding Projekte fast überhand. Und man könnte meinen, dass wir dieser Projekte so langsam überdrüssig werden und der Reiz an der Spende gegen einen Kunstdruck, ein selbst designtes T-Shirt oder ein handsigniertes Album schnell wieder abebbt. Stattdessen aber tauchen mit zunehmender Popularität der Schwarmfinanzierung auch viele großartige kreative und künstlerische Projekte auf Blogs und Foren auf, die ohne dieses finanzielle Sprungbrett eventuell einfach in der Schublade verstaubt wären. Ein weiteres Beispiel für ein fantastisches Kickstarter Projekt ist der Dokumentarfilm „Gennadiy“, der den gleichnamigen Streetworker bei seinen nächtlichen Streifzügen  auf der Suche nach Straßenkindern durch Mariupol in der Ukraine begleitet.  Meist bringt er diese gegen ihren Willen in ein Kinderheim, um sie aus der Drogensucht, Prostitution und Kriminalität zu holen. Der Regisseur Steve Hoover, der zuletzt mit seinem Film „Blood Brother“ beim Sundance Film Festival ausgezeichnet wurde, sammelt derzeit über Kickstarter Unterstützung für „Gennadiy“. Den unfassbar berührenden und vielversprechenden Trailer findet ihr nach dem Jump.