MS MR über “Secondhand Rapture”-LP & Bedtime Mix für BB1

ms mr secondhand rapture album cover 513x513 MS MR über Secondhand Rapture LP & Bedtime Mix für BB1

Lange wurde auf das Debütalbum von MS MR gewartet und auch wenn sich bei uns zusehends Skepsis zu der Spannung mischt, bleibt die Neugierde auf das, was auf die EP “Candy Bar Creep Show” sowie die bisherigen Singles wie “Hurricane” und “Fantasy” noch folgen wird. Am 1o. Mai wird es nun endlich bei Smi Col (Sony Music) erscheinen, das Album “Secondhand Rapture” des New Yorker Duos aus Lizzy Plapinger und Max Hershenow. 12 Songs mit einigen bereits bekannten Tracks, aber ebenfalls zahlreichen neuen erwarten uns hier. Die Wartezeit verkürzen uns MS MR nicht nur mit der Aussicht auf die Deutschlandtour im Juli, sondern auch mit einem Auftritt bei Annie Mac bei BBC Radio1. Hier sprechen sie nicht nur über ihre kommende LP, sondern haben unter anderem auch den hörenswerten Bedtime Mix zusammengestellt.

Zu viel gewollte Skurrilität?: MS MR releasen offizielles Video zu “Hurricane”

Bildschirmfoto 2013 04 08 um 11.50.42 513x270 Zu viel gewollte Skurrilität?: MS MR releasen offizielles Video zu Hurricane

Von Musikvideos erwartet man in der Regel, dass sie ihren jeweiligen Track visuell bereichern, im besten Fall ein eigenes Kunstwerk für sich sind, in irgendeiner Weise aber das Gehörte irgendwie visuell begleiten und erweitern. Yoann Lemoine aka Woodkid, der nicht nur Musiker, sondern auch Regisseur ist, etwa gelingt das immer wieder. David Bowie wiederum fuhr zuletzt ein sehenswertes Staraufgebot auf, um eine skurrile Geschichte mit prominenter Besetzung seinen Song “The Stars (Are Out Tonight)“ begleiten zu lassen. Big K.R.I.T. gab seinem “Rich Dad, Poor Dad” dank des Visuals hingegen durch viel Persönlichkeit umso mehr Tiefe. Musiker wie Beyoncé, Rihanna, Pharrell, Kanye West und Justin Timberlake dagegen nutzen die kurzen Filme, um ihre Performances zu perfektionieren, in Glamour- oder Ghetto-Attitüden aufzugehen oder mit viel nackter Haut zu glänzen. Während letztere nur selten im Gedächtnis hängen bleiben, sind es vor allem erstere, das heißt die Videos von Künstlern wie Woodkid und David Bowie, die in Erinnerung bleiben und machmal sogar ein wenig mehr überzeugen als ihre Musik.

Von MS MR war nach dem dadaistischen Visual zu “Hurricane”, in dem in schnellstem Tempo ein Bild das andere ablösten, Genres collagiert, überlagert, abgelöst werden, das gleiche Phänomen zu erwarten. Als das Video im vergangenen Jahr bei vimeo auftauchte, schien die perfekte Visualisierung für den Track gefunden. Heute hat das New Yorker Duo allerdings sein offizielles Video zu “Hurricane” releast – das mit einem ziemlich anderen ästhetischen Ton antritt.

“Tumblr-Glitch-Pop”: MS MR releast Visual für “Fantasy”

MSMR Fantasy Glitter “Tumblr Glitch Pop”: MS MR releast Visual für Fantasy

Ihrer Eigenbetitelung als “Tumblr-Glitch-Pop” macht MS MR heute mal wieder alle Ehre, denn nicht nur ihre Musik, sondern auch ihr Tumblr und vor allem ihr gerade veröffentlichtes Visual zu ihrer neuen Single “Fantasy machen sichtbar, was der Begriff sonst nur an Assoziationen im eigenen Kopf auslöst. Dabei scheint gerade alles Schlag auf Schlag zu aufeinander folgen, denn nachdem noch vor einigen Monaten ihr Name und ihre Ohrwurm-EP “Candy Bar Creep Show” vergleichsweise wenigen bekannt war, hat “Fantasy” dem New Yorker Duo Lizzy Plapinger und Max Hershenow schon wenige Wochen nach dem Release der Audioversion einige Aufmerksamkeit eingebracht.

Musik-Tipp: MS MR präsentiert neue Single “Fantasy”

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MS MR ist die Band, die jahrelang gefehlt hat, die vertraut und doch ganz neu klingt, die Bilder im Kopf kreiert und Geschichten ablaufen lässt und dabei doch ganz leicht klingt. Weit entfernt von allen Hip-Hop-Tunes, die bei uns sonst primär Beachtungen finden, ist es hier eine mitreißende Frauenstimme und melodischer “Tumblr-Glitch-Pop” wie die Leadsängerin ihre Musik nennt. Nicht minder überzeugend sind die Videos des New Yorker Duos aus Lizzy Plapinger des Boutique-Pop-Labels “Neon Gold” und Max Hershenow: “Hurricane” von der “Candy Bar Creep Show”-EP etwa sieht sich wie die musikalische Übersetzung des Dadaismus’. So wie hier collagenartig Bilder aneinandergereiht und vergeblich nach Zusammenhängen gesucht wird, klingt auch der MS MR. Vielleicht sind das aber auch nur die Bilder, die uns zu dem Trugschluss führen, denn eigentlich ist hier nichts tatsächlich eckig oder dekonstruiert. Vielmehr sind es eingängige Melodien und der atmosphärische, fast raumgreifende Sound, die MS MR in jedem Song unverkennbar machen und dafür verantwortlich sind, dass die beiden immer wieder vor allem mit Florence and the Machine verglichen werden. So auch in der neuen Single, die Plapinger und Hershenow gerade veröffentlicht haben und die eine erste Idee von dem (endlich) kommenden Debütalbum gibt: “Fantasy”.

Die Single sowie das Video zu “Hurricane” könnt ihr euch nach dem Jump ansehen und -hören.