100 Berliner Künstler: Neonchocolate Gallery startet das Buch-Projekt “BERLIN WHAT?”

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Wir haben euch ja schon vor einigen Wochen über das Kickstarter-Projekt “Urban Air” berichtet und jetzt hat uns ein weiteres neugierig gemacht, das seine Wurzeln in Berlin hat: BERLIN WHAT?“, ein einmaliges Projekt der Neonchocolate Gallery, bei dem 100 Berliner Künstler zusammenkommen, um ihre gesammelten Arbeiten in einem gemeinsamen Buch  herauszubringen und anschließend außergewöhnliche Kunstausstellungen und Events weltweit zu veranstalten. Ob Illustrationen, Malerie, Fotografie oder Urban Art – “BERLIN WHAT?” vereint diese und weitere Bereiche der Kunstszene und spiegelt so den Zeitgeist der Berliner Kunst wider.

Nach dem Jump haben wir weitere Infos zu dem Kickstarter-Projekt für euch:

Opening: Clemens Behr in der Neonchocolate Gallery

avalanche 2010 513x317 Opening: Clemens Behr in der Neonchocolate Gallery

Ob auf dem Berlin Festival oder anderen Ausstellungen gemeinsam mit 44flavours oder auf dem U-Bahnhof mit einer seiner unverkennbaren Installationen, die wie gemalte Abstraktionen in ihrer dreidimensionalen Ausführung erscheinen, Clemens Behr hat seine unverkennbare Sprache in den nachträglich kolorierten Faltsystemen gefunden und war mit seinen plastischen Objekten bereits mehrfach bei uns zu sehen. Sonst jedoch vor allem im Zusammenhang mit Gruppenshows und -arbeiten tritt Berliner Künstler von Samstag an solo in den Vordergrund der Neonchocolate Gallery, um dort unter dem Titel “Broken Purposes” ausgewählte Werke auszustellen. Statt der sonst kurzlebigen, ortsspezifischen und nicht transportablen Installationen sehen wir Clemens Behr hier von einer anderen, neuen Seite.

Fotografisch hinterfragt: “Stadtansichten” in der Neonchocolate Gallery

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In blassen, undeutlichen Farben ziehen sich die Linien in wirren Rundungen übereinander, darunter nur noch schemenhaft Umrisse. Die Berlin-Kenner werden das Denkmal dennoch erkennen, denn unter der unscharfen Oberfläche verbirgt sich die Weltzeituhr am Alexanderplatz. So sehen wir das zumindest. Andere erkennen hier womöglich ein ganz anderes Objekt, eine ganz andere Stadt. Einerseits eine einprägsame Stadtansicht, wird das Titelbild der neuen Ausstellung in der Neonchocolate Gallery auf diese Weise schnell uneindeutig und gewährt uns infolgedessen allen Spielraum zur Eigeninterpretation. Aus fünf Positionen sehen wir in “Stadtansichten” von Samstag an die individuellen fotografischen Perspektiven von Andreas Goroncy, Robert Herrmann, Judith Krick, Frank Machalowski sowie Daria Olejniczakauf den urbanen Raum.

Opening: Uli Knörzer “Time Is Honey” in der Neonchocolate Gallery

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“Time Is Money” – wie oft haben wir diesen Spruch bereits gehört?! Zeit ist Geld und je schneller alles geht, desto mehr kann man davon machen. Der Berliner Illustrator Uli Knörzer stellt sich dagegen und das tausendfach Gehörte auf den Kopf: Nicht das Materielle, sondern der Mensch steht bei dem Künstler im Vordergrund. Mit “Time Is Honey” wird die Redewendung persifliert und ist kurzerhand der Titel seiner neuen Ausstellung in der Neonchocolate Gallery geworden, die heute Abend ab 19 Uhr eröffnet.

Portfolio Show: Editude Pictures

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Editude Pictures dürften manch einem bereits bekannt vorkommen: Immmer wieder im Zusammenhang mit 44flavours und KLUB7 tauchte die Berliner Filmproduktionsfirma in der Vergangenheit bei ArtSchoolVets auf und auch bei der Neonchocolate Gallery sind sie keine Unbekannten. Warum also nicht von der eigenen Umgebung inspirieren lassen und daraus einen Film über die eigenen Freunde und Bekannten, über das Leben als Kreativer in Berlin, über die Möglichkeiten und Probleme drehen?! Ähnliche Gedanken mögen die Fünf umgetrieben haben, als die Idee zu einem ihrer bisher größten Erfolge entstand: “In The Belly Of A Whale”.

Andreas Lamoth, Christian Brecht, Frederic Leitzke, Marc Böhlhoff und Thomas Nees ist mit der Dokumentation gelungen, woran viele zuvor gescheitert sind: einen Film über die Berliner Kreativszene zu drehen, der weder eine ironische Pauschalisierung der Schaffenden darstellt noch alles mit einem gekünstelten Glanz überzieht, welcher einen Blick auf die unterschiedlichen Bereiche, die Probleme, aber auch die wirklich interessanten Individuen verdecken würde. Insgesamt 16 Urban Artists, Grafikdesigner, Fotografen und Galeristen, darunter 44flavours, KLUB7, Jan „Yaneq“ Kage, die Neonchocolate Gallery, Lukas Feireiss oder auch Amos Fricke, sind dabei zu Wort gekommen – und wir hören ihnen gerne dabei zu, wie sie 54 lang von ihren Leben inmitten der Hauptstadt erzählen.

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Seither hat sich einiges verändert: Neue Kunden und Projekte sind hinzu gekommen; es wurde umgezogen und eine neue Website gelauncht. Doch auch die freundschaftlichen Wurzeln werden mit Gemeinschaftswerken gepflegt, deren aktuelles Beispiel etwa der bewegte New-York-Bericht “KLUB7 is up to something” ist. So zahlreich Editude Pictures mit ihren Arbeiten bei uns bereits auftauchten, so wenig wussten wir bisher über ihre Hintergründe. Das ändert sich nun, denn für unsere Portfolio Show haben wir nachgefragt:

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WERDEGANG

editude pictures ist eine Filmproduktionsfirma, gegründet Ende 2010 im heimischen Wohnzimmer am Berliner Ostbahnhof. Wir sind insgesamt 5 Jungs, von denen sich Thomas, Fredi und Andy momentan um den täglichen Betrieb kümmern, während Christian und Marc unsere Fahne an den renommierten Filmhochschulen DFFB Berlin & HFF Potsdam-Babelsberg hochhalten.

Der Großteil unserer Crew stammt aus dem beschaulichen Städtchen Bad Kreuznach bei Mainz und blickt somit auf eine lange gemeinsame Vergangenheit und Freundschaft zurück, welche die tägliche Zusammenarbeit sehr viel unkomplizierter macht. Unsere ersten Schritte in der Film- & Medienbranche haben wir allesamt an der SAE Berlin im Studiengang Digital Film & Animation gemacht. Seitdem leben wir unsere Leidenschaft für das Medium Film so oft es geht zusammen aus.

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Als wichtiger Meilenstein gab der Dreh der Dokumentation IN THE BELLY OF A WHALE von Andy und Fredi im Frühjahr 2011 sicherlich den endgültigen Startschuss für weitere spannende Projekte. Seitdem ist viel passiert: Musikvideo-Drehs für etablierte Künstler wie Robot Koch oder Super Flu gaben sich die Klinke in die Hand mit größeren Auftragsarbeiten für Coca Cola oder Red Bull. Anfang 2012 folgte der Umzug ins erste eigene Büro im Berliner Friedrichshain sowie der Launch der neuen Webseite samt umfangreichem Portfolio und frischem Showreel.