Videopremiere: Max Herre feat. Antonino (Mega!Mega!) “Jeder Tag zuviel”

Bildschirmfoto 2012 06 18 um 12.40.30 513x326 Videopremiere: Max Herre feat. Antonino (Mega!Mega!) Jeder Tag zuviel

So kennen (und lieben) wir Max Herre: Endlich wieder ohne Gitarre in der Hand, dafür aber in alter Freundeskreis-Manier, begrüßt er uns mit der neuesten Singleauskopplung aus seinem kommenden Album, beobachtet kritische unsere Zeit und klingt dabei so frisch wie in seinen Hochzeiten als junger Frontsänger des Stuttgarter Kollektivs. Was wir hier hören, klingt zwar nicht wie eine genaue Wiederbelebung der alten Klänge, erinnert doch aber verstärkt an die Sounds des deutschen Hip Hops vergangener Jahre, die noch so leicht klangen und zumindest in der Zusammenfassung so viel politischer erschienen. Vorbei also die Zeiten, in denen sich bei Max Herre auf Solowegen so viel um sein Erwachsenwerden, um das Kinderkriegen und Beziehungenführen drehte, in denen die Mischung aus Rap und Gesang zusehends durch letzteren dominiert wurde – darauf hoffen wir zumindest und der Song “Jeder Tag zuviel”, für den Max Herre Unterstützung von Antonino bekommen hat, gibt uns einmal mehr Grund dazu.

Hört und seht selbst nach dem Jump.

Angehört: Sizarr “Boarding Time”

Bildschirmfoto 2012 06 14 um 14.25.55 513x314 Angehört: Sizarr Boarding Time

Eine kratzige Stimme begleitet uns durch eine wackelige Abfolge von Stadtaufnahmen: ein Hochhaus nach dem nächsten, menschenleer; im Auto wendet sich die Beifahrerin ab; bunte, blasse Farblagen ergießen sich immer wieder über die Bilder; dazwischen eine verschwommene Projektion eines Jungen; im Refrain dröhnt es immer wieder von “ordinary people” und nicht selten erinnern die zerrenden Töne im Hintergrund an Thom Yorke. Wir erkennen unser Berlin und doch irgendwie auch nicht, so verfremdet erscheint die Stadt und nur die unverkennbare U-Bahn lässt uns mit Sicherheit dafür entscheiden. Was wir hier zu sehen und zu hören bekommen, ist nicht glatt, auch nicht harmonisch – genauso wenig wie dieser ständig in der Transformation begriffene Ort. Die Band, die sich hinter dem passenden Soundtrack zum psychedelisch-mystischen Stadtporträt verbirgt, kommt jedoch nicht hierher, sondern ursprünglich aus der tiefsten Provinz: SIZARR ist ihr Name und die Langeweile hat ihnen offensichtlich gut getan.

Angehört: Azealia Banks “Aquababe”

azealia banks aquababe1 e1339576113965 Angehört: Azealia Banks Aquababe

Mit “Aquababe” verschafft sich Azealia Banks - Modeliebling und schon seit letztem Jahr als vielversprechende Newcomerin gehandelt – in kürzester Zeit wieder mit einem neuem Track Gehör. Seit ihrer Debütsingle “212 (feat. Lazy Jay)”, die erst Anfang Dezember letzten Jahres veröffentlicht wurde, geht es für die amerikanische Rapperin und Sängerin steil bergauf: Eine Single nach der anderen veröffentlicht die gerade mal 21-Jährige und der Hype um sie will einfach nicht abnehmen – und dass, bevor Azealia Banks überhaupt ihren ersten Longplayer veröffentlicht hat (ihre EP, “1991″, ist gerade digitial erschienen).

Angehört & Angesehen: Simian Mobile Disco “Put Your Hands Together” (Video)

Bildschirmfoto 2012 04 27 um 19.13.20 e1335547341545 Angehört & Angesehen: Simian Mobile Disco Put Your Hands Together (Video)

Anknüpfend an ihr letztes Visual zu “Cerulean”, präsentiert das britische Produzenten-Duo Simian Mobile Disco ein ebenso bunt-geometrisch animitertes, unter der Regie von Hans Lo entstandenes Video zu ihrem neuen Song “Put Your Hands Together”. Fast zwei Jahre ist es her, dass Jas Shaw und James Ford ihr letztes Studioalbum herausgebracht haben und so dürfen wir gespannt sein, inwiefern sich die beiden weiterentwickelt haben oder Altbewährtem treu geblieben sind. Mit “Put Your Hands Together” bekommen wir nun kurz vor Erscheinen des neuen Albums, das “Unpatterns” heißen und im Mai Wichita Recordings erscheinen wird, schon die zweite Single-Auskopplung zu hören.

Hört und seht selbst nach dem Jump.

Angehört: NAS “Daughters”

nas daughters1 e1335477111825 Angehört: NAS Daughters

Nach der Single “The Don” wird es bei Nas‘ neuester Veröffnetlichung ganz persönlich: “Daughters” widmet sich, wie der Titel schon sagt, den Töchtern dieser Welt und ihren Eltern, deren Älterwerden, Veränderungen und elterlichen Sorgen, im Speziellen aber vor allem den alleinerziehenden Vätern – im einen Moment sei sie noch das kleine Mädchen, im nächsten spreche sie schon von Männerproblemen. Produziert von No I.D., ist der Song schon die zweite Auskopplung aus dem mittlerweile schon 10. Studioalbum “Life is Good” von Nas.

Hört euch “Daughters” nach dem Jump an!