Trailer: “A Most Wanted Man” mit Philip Seymour Hoffman

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Im Februar verlor Hollywood mit dem plötzlichen Tod von Philip Seymour Hoffman einen seiner größten und nuanciertesten Charakterdarsteller. Sein letzter abgedrehter Film “A Most Wanted Man“ feierte auf dem Sundance Festival Premiere kurz zuvor Premiere. Am Wochenende wurde nun der zweite Trailer des Spionagethrillers von Anton Corbijn released, der bereits das Ausmaß der düsteren und verschachtelten Geschichte nach John le Carré erahnen lässt. Hoffman spielt darin den Berliner Geheimdienstleiter Günther Bachmann, der auf einen mysteriösen Mann aufmerksam wird, dessen Identität er zu ergründen sucht. Mit seinen zunehmenden Nachforschungen verdichtet sich das Netz der Intrigen, in das auch ein britischer Privatbankier und eine junge Rechtsanwältin verwickelt sind. Hochkarätig besetzt mit Willem Dafoe, Robin Wright und Rachel McAdams, lässt der teils in Hamburg spielende Thriller auch die erste Schauspieler-Rige Deutschlands mit Nina Hoss, Daniel Brühl und Rainer Bock agieren. Am 11. September kommt “A Most Wanted Man“ in die deutschen Kinos, den packenden Trailer findet ihr nach dem Jump.

“Real Change” – ein Kurzfilm über Obdachlosigkeit in den USA

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Vom Tellerwäscher zum Millionär – dieses Bild steht exemplarisch für den American Dream und den festen Glauben daran, dass sich jeder Mensch alles erarbeiten kann. Die Kehrseite dieser Maxime, die noch aus dem beginnenden 20. Jahrhundert stammt, als der wirtschaftliche Aufschwung den USA derartige Traumkarieren durchaus bescherte, ist das vehemente Festhalten an einer auf Leistung ausgerichtete Gesellschaft und eine Chancengleichheit, die so nicht existiert. Dabei scheinen Armut und Obdachlosigkeit in einem System, das unbedingt die eigene Freiheit und Selbständigkeit zelebriert, stets durch eigenes Verschulden bedingt. Entgegen dieses verbreiteten Bildes zeichnet der amerikanische Filmemacher Adam Michael Becker in seinem mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm “Real Change” ein Portrait von vier Obdachlosen in Seattle, das ohne vorherrschende Klischees wie Drogenabhängigkeit, Alkoholismus oder Kriminalität auskommt. Vielmehr nimmt der Regisseur die persönlichen Schicksale, die oftmals leichtfertig übersehen werden, genau in Betracht. “It’s hard to put a label on homelessness“, so lautet das Zitat eines der Protagonisten und das bebildert der Film auf eindrückliche und ehrliche Weise.

Ai Weiwei als Schmuggler im Kurzfilm “The Sand Storm”

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“When the air is toxic and your lead actor is under surveillance, you make a SHORT film and you shoot it FAST.“ Gestern erst eröffnete Ai Weiweis große Schau “Evidence“ im Berliner Martin-Gropius-Bau, zu der die chinesischen Behörden dem regimekritischen Künstler keine Ausreise gestatteten. Heute sehen wir Ai Weiwei in seinem Debut als Schauspieler in Christopher Doyles dystopischem Science-Fiction “The Sand Storm“, der eine Zukunft entwirft, in der Wasser zu einem raren und kostbaren Gut geworden ist. Sowohl das Subjekt des Films wie auch seine Besetzung erforderten einen Dreh, der möglichst schnell und leise von statten ging. Die geheime Produktion, die in Beijing bei Rekordwerten der Luftverschmutzung stattfand, spiegelt dabei auf erschreckende Weise das Szenario des Films. Nach diesem rasanten und spannungsgeladenen Dreh sind die Produzenten jetzt via Kickstarter auf der Suche nach finanzieller Unterstützung, um die Postproduktion zu beenden. Den ersten Trailer zu “The Sand Storm” findet ihr nach dem Jump…

The Day I got My Surgery: “Arianna” über Intersexualität

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Etwa 3 Millionen Menschen auf dieser Welt (was knapp der Einwohnerzahl Berlins entspricht) sind von der genetischen und/oder anatomischen und hormonellen Bestimmung her weder männlich noch weiblich. Intersexualität ist damit wesentlich häufiger als “man“ im Allgemeinen annehmen will und doch ist es nach wie vor ein Thema das weitgehend ignoriert und tabuisiert wird. Diese Ignoranz bekam auch Arianna zu spüren, die als Jugendliche selbst entdecken musste, dass ihre Eltern sie im Alter von drei Jahren einer Geschlechtsoperation unterzogen, um sie von der störenden Differenz zu ihrem weiblichen Körper zu befreien. “The day I got surgery they made me the little girl they wanted, the girl I was not.“ So erzählt Arianna im Trailer zum Film, der sich dem persönlichen Schicksal und darüber der Historie und der nach wie vor bestehenden Tabuisierung und Stigmatisierung von Intersexualität widmet. Hinter dem Filmprojekt, das derzeit über Indigogo nach finanzieller Unterstützung sucht, steckt der Regisseur Carlo Lavagna, der bereits für Nowness, DazedDigital und die New York Times arbeitete. Einen ganz und gar großartigen Trailer zum Film “Arianna” findet ihr nach dem Jump.

Filmische Hommage an die New Yorker Street Fotografin Flo Fox

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An Multiple Sklerose und kürzlich auch an Lungenkrebs erkrankt, verlor die New Yorker Street Fotografin Flo Fox erst ihr Augenlicht, dann ihre Bewegungsfähigkeit. Ihrer Leidenschaft für das Fotografieren ließ sie sich dadurch jedoch nicht berauben – aller physischen Leiden zum Trotz verlässt Flo Fox ihr Haus niemals ohne ihre Kamera und lässt ihre Begleiter den Auslöser betätigen. Gestern stellte die New Yorker Dokumentarfilmerin und Produzentin Riley Hooper ihren Kurzfilm über die Fotografin, der bereits auf diversen Festivals gezeigt wurde und unter anderem den Jury Preis des DOC NYC Festivals gewann, erstmals ins Netz. “Flo” ist ein berührendes Portrait der inzwischen 64-Jährigen, das jedoch kein Mitleid weckt. Vielmehr zeichnet es das Bild einer unermüdlichen Künstlerin, deren scharfer Verstand und zuweilen obszöner Witz ihre prezisen und humorvollen Momentaufnahmen des New Yorker Street Lives auszeichnen. Den knapp 10-minütigen Film findet ihr nach dem Jump…